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Afghanistan Anschlag in Kabul galt der Bundeswehr

31.08.2007 ·  Ein Selbstmordattentäter hat am Flughafen der afghanischen Hauptstadt einen Bundeswehrkonvoi angegriffen. Dabei wurde ein afghanischer Soldat getötet. Vier belgische und ein deutscher Soldat wurden leicht verletzt.

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In Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter am Freitag einen Anschlag auf einen Konvoi der Bundeswehr verübt. Der Mann sprengte sich mit seinem Auto vor dem militärischen Teil des Flughafens von Kabul in die Luft. Dabei wurde ein afghanischer Soldat getötet. Vier belgische Soldaten erlitten nach Angaben der Regierung in Brüssel leichte Verletzungen. Auch ein deutscher Soldat wurde entgegen früherer Angaben verletzt. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam sagte FAZ.NET, die Verletzung sei erst später erkant worden und geringfügig. Der Soldat erlitt Hautabschürfungen und wurde ambulant behandelt.

Der Anschlag galt nach Darstellung der Bundeswehr einer deutschen Feldjägerstreife. Die beiden gepanzerten Fahrzeuge der Bundeswehr wurden beschädigt. Sie hätten aber noch das Hauptquartier der Isaf-Truppen erreichen können, teilte die Bundeswehr mit.

Der Attentäter hatte zunächst versucht, den Konvoi der Feldjägerstreife zu rammen, und raste dann in eine Gruppe von afghanischen Soldaten, die an einem Kontrollpunkt vor dem militärischen Teil des Flughafens standen. Die Soldaten waren auf dem Weg zu einer Übung in Italien. Für die Sicherheit an dem Flughafen sind etwa 300 belgische Soldaten verantwortlich.

Frankreich verlegt sechs Kampfjets in den Süden

Unterdessen berichteten am Freitag mehrere Zeitungen, dass Frankreich sechs Kampfjets aus Tadschikistan nach Afghanistan verlegen will. In Kandahar im Süden Afghanistans, einer Hochburg der Taliban-Kämpfer, werde eine neue Militärbasis eröffnet. Zusammen mit den sechs Maschinen vom Typ „Mirage“ sollen in den kommenden Wochen auch 150 Soldaten verlegt werden, darunter die Piloten und die technische Crew, hieß es. Ziel sei es, die Kampfjets näher an die potentiellen Einsatzorte zu bringen, zitierte „Le Parisien“ einen Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Vergangene Woche hatte der französische Präsident Nicolas Sarkozy angekündigt, 150 zusätzliche Militärausbilder nach Afghanistan zu entsenden, um den Aufbau der einheimischen Streitkräfte stärker zu unterstützen. Zuvor war mehrere Monate über einen möglichen Rückzug Frankreichs aus Afghanistan spekuliert worden. Derzeit ist Paris mit etwa tausend Soldaten an der Isaf-Mission beteiligt.

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