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Afghanistan Angriffswelle der Taliban niedergeschlagen

 ·  Die ganze Nacht über waren in Kabul Schüsse und Explosionen zu hören. Auch andere Städte Afghanistans wurden von der Angriffsserie erschüttert, die die Taliban als „Beginn einer Frühjahrsoffensive“ bezeichneten. Erst am Montagmorgen endeten die Kämpfe.

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Eckart Härter

Motivation Null

Selbstverständlich wäre es Hightech-Nationen theoretisch möglich, so ein extrem unterentwickeltes Land wie Afghanistan in die Knie zu zwingen - mit gigantischen Mengen an Menschen und Material und gigantischen Mengen an Toten in der Bevölkerung und auf der eigenen Seite. Danach müsste in jedem Kaff eine Kommandantur der Besatzer eingerichtet werden, die alles unter Kontrolle hält. In der Folge würde es vermutlich zum Partisanenkrieg kommen, den demokratische, ethischen Werten verpflichtete Nationen nicht gewinnen können.
.
Zudem kämpfen in Afghanistan unberechenbare Fanatiker, während unsere Soldaten wissen, dass sie in Wahrheit dort nichts zu suchen haben, und dass sie nicht gewinnen können. Ich kann keinem Soldaten verdenken, wenn in einem solchen sinnlosen Einsatz, den einzig und allein Politiker gewollt und zu verantworten haben, seine Motivation gegen Null tendiert.

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Wolfgang Hebold (hebold) - 16.04.2012 05:13 Uhr

Vietnamvergleiche

Die Kommentare in der deutschen Presse kann man sich jetzt schon denken: Taliban siegen gegen die USA. Die klammheimlich Freude darüber wird schamlos gezeigt. Dabei haben die Taliban nicht gewonnen. Denn die USA haben nicht Krieg geführt, sondern den Einsatz von Kampftruppen mit Heilsarmeegrundsätzen geleitet wie übrigens ähnlich schon in Vietnam. Einen richtigen Krieg hätten die Taliban verloren. Das sagt übrigens auch schon Latour. Nur wäre der rücksichtslos geführt worden. Da stünde in Afghanistan keine Moschee mehr, in Islamabad wäre Ruhe und der Nachschub käme über Indien. So muss man sich jetzt die - vollkommen verständlichen - Jubelgesänge der Taliban anhören und die peinlichen Siegesberichte ihrer europäischen Unterstützer, die für die Folgen dieses Sieges wie weiland in Kambodscha natürlich keine Verantwortung tragen wollen. Auch an diesem Punkt ist es wie in Vietnam.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.04.2012 13:21 Uhr
bernd stegmann

Danke! Mal eine realistische Sicht.

Entweder man führt Krieg oder eben nicht. Es gibt nichts dazwischen.
Im übrigen bin ich nicht der Ansicht, "wir" hätten dort was zu suchen oder verloren. Daher würde ich es sehr begrüßen, wenn auch alle Geldflüsse ohne Gegenleistung aufhören würden.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 16.04.2012 03:49 Uhr

Vorgeschmack?

Das soll zeigen zu was die Taliban faehig und willig ist. Ich befuerchte, dass das nur ein kleiner Vorgeschmack, was die Zukunft uns bescheren wird. Wenn die westlichen Trupen wirklich in 2o14 abziehen werden, muessen sie ein oder zwei Jahre spaeter wieder zurueck nach Afghanistan. Nur wie es dann den Menschen sagen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.04.2012 22:32 Uhr
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Wolfgang Hebold (hebold) - 16.04.2012 22:32 Uhr

Zurück?

Werter Herr Bujtor,

wieso sollten die Alliierten nach Afghanistan zurückkehren? Die Bevölkerung hat die Taliban mehr oder weniger offen gedeckt. Also bekommt sie jetzt die Rechnung. Dann sieht man wenigstens, was es bedeutet, wenn der Islam herrscht. Im Falle terroristischer Anschläge aus dem Land heraus, bleiben immer noch die Maschinen der strategischen US-Air Force, die gezielt und ohne übertriebene Rücksicht von Diego Garcia aus gegen die Taliban Krieg führen werden.

Wolfgang Hebold

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Tyler Durden Volland

@ Christoph Rohde

Meinen sie wirklich es gäbe prinzipiell lernfähige Militärs?
Noch dazu in einem Land, in dem jemand "Verteidigungs"minister werden kann, sagen am Hundikusch würde unsere Freiheir verteidigt, und auch danach immer noch "Verteidigungs"minister bleiben darf?
Die deutsche Politik also von den Bürgern selbst gewählte Politiker, ist Schuld am Tode unzähliger Zivilisten.
Völlig überflüssigerweise. Leider werden solche verbrechen nie geahndet....

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Klaus Fraedrich

Das Scheitern ins programmiert

Die Briten sind einst gescheitert. Sie waren weit von Afgahnistan entfernt. Der Sowjetunion erging es genauso. Sie hatte eine direkte Grenze zu Afghanistan. Wie dumm müssen westliche Politiker sein, die glauben, sie könnten es besser machen. Die Angriffe der Taliban sind nur Nadelstiche, wie es anfangs die der Vietkong gegen Südvietnam und die USA waren. Deutschland werde am Hindukusch verteidigt, erklärte einst Verteidigungsminister Struck. Eine Aussage wider besseren Wissens. Und die nachfolgenden deutschen Politiker sind nicht einen Deut besser. Einige westliche Staaten haben sich schon aus Afghanistan verabschiedet. Wir werden durch unsere Präsenz weder den Terrorismus erfolgreich bekämpfen, noch andere essentiell wichtige Erfolge erzielen. Wann wird die deutsche Politik einsehen, welchen Irrweg sie und ihre Verbündeten sie verblendet beschreiten. Afghanistan wird niemals zu befrieden sein.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.04.2012 13:14 Uhr
bernd stegmann

Sie laden auch hier wieder die Schuld bei den Politikern, Beispiel Struck, ab. Was zum Teil

auch richtig ist. Nur, Sie vergessen, das diese Politiker und zugehörige Parteien vom Wähler gewählt und zu diesem Handeln legitimiert werden. In einer Demokratie bestimmt noch immer der Wähler die Richtung. Wenn der Wähler mit "der Politik" nicht einverstanden wäre, würde er die doch abwählen. Oder liege ich da falsch und versteh was nicht? Nicht immer die Schuld bei anderen suchen.

Und in Afghanistan wird nicht der Terrorismus bekämpft, sondern der real existierende Islam. Dort bekämpft man die Auswirkungen desselben und hier implantiert man ihn. Einfach krank!
Taliban heißt Koranschüler und diese Leute tun nur, was ihnen im Koran aufgetragen wird.

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Michael Arndt

Exakt so ist es,

und "Strucki" genießt als Polit-Rentner seine üppige Pension (wie viele andere der Entscheider auch), während unsere Soldaten tot sind.
Es gibt Zeiten in der deutschen Geschichte, bei deren nachträglicher Wertung man mit den verantwortlichen Personen weniger zimperlich umgeht...

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 15.04.2012 21:41 Uhr

Nichts zu suchen

Der Westen hat in Afganistan nichts zu suchen. Schon garnicht braucht der Westen seine dämliche Demokratie dort versuchen einzuführen. Die Westlichen Soldaten sind zu verweichlicht und haben keine Chance gegen die Taliban. Wer nicht hören will muss fühlen.

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Christoph Rohde

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Wie 1968 in Vietnam die Vietcong können die Taliban den Rückzug der gescheiterten Westmächte beschleunigen. Welch eine vorhersehbare Schmach. Man hätte nur Scholl-Latour zu lesen brauchen.

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