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Vor Präsidentschaftswahl : Menschenrechtler beklagen „grausame Diktatur“ in Ägypten

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Fußgänger laufen am Wahlplakat des amtieren ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi vorbei. Bild: EPA

Vor der Präsidentenwahl in Ägypten sehen Menschenrechtler unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine willkürlichere und grausamere Herrschaft an der Macht als unter dem Mubarak-Regime.

          Zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Ägypten haben Menschenrechtler die amtierende Regierung scharf kritisiert. Das Land sei „inzwischen eine Diktatur, die noch willkürlicher und grausamer“ herrsche als die des früheren „Langzeitdiktators“ Hosni Mubarak, erklärte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Donnerstag in Frankfurt. Die Regierung unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi ignoriere zudem die „systematische Diskriminierung und Bedrohung“ von Minderheiten durch den Islamismus.

          Dies betreffe insbesondere die christlichen Kopten, die die größte Minderheit in Ägypten seien - und zugleich die zahlenmäßig stärkste christliche Gruppe im gesamten arabischen Raum. Doch die Kopten würden in Ägypten „staatlich diskriminiert und gesellschaftlich an den Rand gedrängt“ und lebten „in ständiger Sorge vor Übergriffen und Mordanschlägen durch Islamisten“.

          Ohne Perspektive sei das Judentum in Ägypten. „Die seit mehreren Tausend Jahren am Nil lebende und früher blühende jüdische Gemeinde ist praktisch erloschen“, betonte die IGFM.

          Drei Tage lang, vom 26. bis zum 28. März, werden in Ägypten Präsidentenwahlen stattfinden. „Mit größter Wahrscheinlichkeit“ werde al-Sisi, der früher Geheimdienst- und Militärchef war, wiedergewählt, so die Einschätzung der Menschenrechtsorganisation.

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