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Ägypten Ägyptischer Wendepunkt

 ·  Der Bericht der Untersuchungskommission mischt die Karten in Ägypten neu. Er belastet die Repräsentanten des alten Regimes schwer. Eingestellte Verfahren werden neu aufgerollt, und Mubarak droht möglicherweise die Todesstrafe.

Artikel Lesermeinungen (5)
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Klaus Meyer

Herr schmeiß Hirn rah!

Es ist immer das Gleiche mit den Islamophopben: obwohl ihr Wissen von keinerlei Ahnung getrübt ist, wissen sie Alles besser. Wie man an den Kommentaren hier unten sieht. Zunächst die Sperling'sche Überheblichkeit gegenüber dem einfachen Volk: empfehle ihm eine Taxifahrt im Kairo einschließlich politischer Diskussion mit dem Fahrer. Beeindruckend, wie differenziert und keineswegs schwarz/weiß vermeintlich einfache Leute die Lage beurteilen können.
Sodann der Mendrzyk'sche autoritäre Religionsstaat iranischer Prägung. Wer solchen Unsinn absondert, kann seit Kleopatras Tod nicht mehr in Ägypten gewesen sein. Empfehle Auffrischung! Es lohnt sich - vorausgesetzt man ist bereit, seine Ansichten ggf. zu revidieren. Ich selber halte mich gerade in Kairo auf.
Der Seiler'sche Versuch die Sharia zu ironisieren läuft ebenfalls ins Leere. Zum einen gibt es die Todestrafe auch in Demokratien (USA, Japan, Indien). Und ein Berater Mursis hat das gleiche Recht, Unsinn zu verzapfen wie Foristen hier.

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Closed via SSO

Nichts fällt in Ägypten in sich zusammen, ..

.. weil noch nichts dabei war, sich zu konsolidieren. Die Bruderschaft ist die kräftigste Bewegung mit stärkster Verankerung in die Bevölkerung, die aber selbst im Vergleich mit anderen arabischen Ländern dumm (gehalten) ist. Dieser Teil hat die verlogene Selbstsucht des Westens derart inhaliert, dass die liberalistische Schicht in ihrer Heterogenität keine gestaltende Macht entfalten kann. So wird die Armee die zweifelhafte Aufgabe haben, Ägypten in seine wie immer ausgerichtete Emanzipation zu führen. Der Westen hat seine Ehre längst mit Mubarak verkauft.

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Hermenegild Seiler

Scharia

Echt toll, die Scharia! Mursi ist ein lieber Demokrat. Mubarak gehört aufgehängt. Die neue Verfassung ist prima. Der arabische Frühling hat sich gelohnt, nicht wahr? Und ein Mursi-Berater empfiehlt den Israelis, aus Palästina zu verschwinden. So haben wir uns das doch vorgestellt. Oder doch nicht?

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Caspar Mendrzyk

Wen interessierts ?

Man erinnert noch die euphorischen Kommentare der westlichen Medien als der auch von den Medien früher hofierte Mubarak gestürzt war. Und man war sicher, daß nun die Zeit auch für Ägypten gekommen war, sich die Segnungen westlicher Demokratiesysteme zuzulegen. Damals müssen diese ganze Entwicklung Medienleute kommentiert haben, die man gerade wußten, wo man dieses ferne Land auf der Landkarte finden kann. Von den sozialen und politischen Verhältnissen in diesem Lande muß das Wissen jedenfalls sehr begrenzt gewesen sein. Nun herrscht dort ein autokratischer Religionsstaat iranischer Prägung. Jegliche Ansätze zu demokratischen Verfassungsbausteinen lösten sich in Luft auf. Man fragt sich daher, wen interessiert wohl noch dieser fast freudige Kommentar, daß die Untaten eines Herrn Mubarak haben aktenkundig gemacht werden können ? Das neue Regime bedarf zu seiner Festigung auf jeden Fall nicht mehr dieser bürokratischen Rechtsstaatrituale.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 22:42 Uhr
Michael Messerer

ein muslimisch geprägtes Land

Vielleicht sollten wir akzeptieren, dass Ägypten ein muslimisch geprägtes Land ist und daher in freien, demokratischen Wahlen eine muslimische Regierung erhält! Zum Negativbeispiel Iran sehe ich da noch deutliche Unterschiede.
Zu Fragen bleibt, ob der Iran tatsächlich so ein schlimmes Land ist, wie Sie es unterstellen und es bei uns in der Presse dargestellt wird.

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04.01.2013, 16:48 Uhr

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