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Abdullah al Senussi Gaddafis Geheimdienstchef an Libyen ausgeliefert

 ·  Der frühere libysche Geheimdienstchef Abdullah al Senussi, einer von Muammar al Gaddafis engsten Vertrauten, ist nach Libyen ausgeliefert werden. Er war im März in Mauretanien festgenommen worden.

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© AFP In Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt: Abdullah al Senussi

Der berüchtigte Geheimdienstchef des gestürzten Gaddafi-Regimes, Abdullah al Senussi, ist von Mauretanien an Libyen ausgeliefert worden. Mauretanische und libysche Stellen bestätigten das nach Agenturberichten. Senussi habe Mauretanien schon in Richtung Tripolis verlassen, hieß es am Mittwoch. Der Schwager des im vergangenen Jahr getöteten Diktators Muammar al Gaddafi war Mitte März mit einem gefälschten malischen Pass am Flughafen der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott festgenommen worden.

Die neue Führung in Tripolis hatte sich seit Monaten um eine Auslieferung bemüht. Eine Delegation aus Libyen, darunter die Minister für Verteidigung und Finanzen sowie der Generalstabschef der libyschen Armee, hielt sich nach mauretanischen Angaben schon am Dienstag in Zusammenhang mit einer möglichen Auslieferung Senussis in Mauretanien auf. Gegen den Gaddafi-Vertrauten ist auch ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag ausgestellt worden. Zu den Verbrechen, die ihm vorgeworfen werden, zählt unter anderem das Massaker an mehr als 1200 politischen Gefangenen im Gefängnis Abu Salim in Tripolis im Jahr 1996. Frankreich fahndet nach Senussi wegen seiner Rolle bei einem Anschlag auf ein Flugzeug der französischen Linie UTA im September 1989. Während des Aufstands war Senussi offenbar gemeinsam mit Gaddafis Sohn Saif al Islam in den Südwesten Libyens geflohen. Saif wurde von einer Rebellenmiliz gefasst, Senussi schlug sich bis Mauretanien durch.

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Von Philip Eppelsheim

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