http://www.faz.net/-gpf-94me4

Kampf gegen Rebellen : 19 Tote bei Angriff auf UN-Friedenstruppe im Kongo

  • Aktualisiert am

Soldaten der UN-Friedenstruppe in Goma (Kongo), Aufnahme aus dem November 2017 Bild: dpa

Im Ost-Kongo sind bei einem Angriff 14 Soldaten der UN-Friedenstruppe und fünf kongolesischen Soldaten getötet worden. UN-Generalsekretär Guterres sprach vom schlimmsten Angriff auf Blauhelme in der jüngeren Geschichte der Organisation.

          Bei einem Rebellenangriff auf die UN-Friedenstruppe im Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 14 Blauhelm-Soldaten und 5 Angehörige der kongolesischen Streitkräfte getötet worden. Weitere 53 UN-Soldaten seien verletzt worden, teilte die UN-Friedensmission (Monusco) am Freitag mit.

          UN-Generalsekretär António Guterres nannte dies den „schlimmsten Angriff auf UN-Friedenstruppen in der jüngsten Geschichte der Organisation“. Auch das Auswärtige Amt verurteilte den „hinterhältigen Angriff“ scharf. „Wir unterstützen die Vereinten Nationen darin, diese Attacke schnellstmöglich aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Tötung von Blauhelmen ist ein Kriegsverbrechen.“

          Der Angriff - vermutlich von Mitgliedern der Rebellengruppe ADF - hatte den UN zufolge einem Stützpunkt der Friedenstruppe in Semuliki in der Provinz Nord-Kivu gegolten. Es sei Verstärkung geschickt worden, sagte Guterres. Mindestens 12 der getöteten Blauhelme stammen demnach aus Tansania.

          Der Leiter der UN-Friedensmission im Kongo, Maman Sidikou, sagte, derartige Angriffe seien „feige und ein schwerer Verstoß“. Die UN-Mission werde alles tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

          Im Osten des Kongos sind zahlreiche Rebellengruppen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle über die reichen Bodenschätze der Region wie Gold, Kobalt oder Zinn geht. Die rund 16.000 Mann starke UN-Friedenstruppe hilft bei der Stabilisierung des Kongos.

          Weitere Themen

          20 Tote bei Angriff auf Hochzeit

          Jemen-Krieg : 20 Tote bei Angriff auf Hochzeit

          Kampfflugzeuge des saudischen Bündnisses, dass gegen Houthi-Rebellen kämpft, sollen die Feier zwei Mal bombardiert haben. Eine Bestätigung gab es zunächst nicht.

          Nahles wird SPD-Chefin Video-Seite öffnen

          Mit 66 Prozent : Nahles wird SPD-Chefin

          Mit dem zweitschlechtesten Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte der Partei ist Andrea Nahles zur Vorsitzenden der SPD gewählt worden. In ihrer Bewerbungsrede sagte sie zu, dass eine Erneuerung der Partei nicht zu kurz kommen werde.

          Topmeldungen

          Einbrecher haben es mittlerweile schwerer in Deutschland.

          Kriminalitätsstatistik : Eine feste Burg ist unser Haus

          Lange stieg der Zahl der Einbrüche, nun ist sie um ein Viertel gesunken – weil viele ihr Zuhause sicherer machen und Ermittler neue Technik nutzen.

          Der moderne Krieg : Wir müssen vorbereitet sein

          Die Sicherheitslage verschlechtert sich, Bedrohungen richten sich immer mehr gegen die Zivilgesellschaft. Was die Skandinavier dagegen tun, würde wohl auch John Lennon gut finden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.