Home
http://www.faz.net/-gq5-pjsn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

11. März Spanien nimmt zwei mutmaßliche Terroristen fest

09.12.2004 ·  Die spanische Polizei hat im Baskenland zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit den Madrider Bombenanschlägen vom 11. März festgenommen: Einen 28 Jahre alten Syrer und einen 27 Jahre alten Ägypter, teilte Innenminister Alonso mit.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die spanische Polizei hat zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit den Madrider Bombenanschlägen vom 11. März festgenommen.

Vier Männer gestellt, zwei inhaftiert

Es handele sich um einen 28 Jahre alten Syrer und einen 27 Jahre alten Ägypter, teilte Innenminister José Antonio Alonso am Donnerstag in Madrid mit. Die beiden Männer seien in Irún im spanischen Baskenland gefaßt worden. Zwei weitere Araber wurden nach Feststellung ihrer Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der Syrer sei eine der Schlüsselfiguren des Massakers mit 191 Toten und mehr als 1500 Verletzten gewesen. Er habe enge Verbindungen zu den sieben islamistischen Attentätern gehabt, die sich drei Wochen nach dem Blutbad während einer Polizeirazzia in ihrer Wohnung selbst in die Luft gesprengt hatten. Dort sei eine Telefonkarte des Mannes sichergestellt worden, die von einigen der Terroristen bei Anrufen mit ihren Handys benutzt worden sei.

Mehr als 70 Festnahmen

Die beiden Festgenommenen sollen auch mit dem mutmaßlichen „Kopf“ der Attentäter, dem Ägypter Rabei Osman El Sayed in Kontakt gestanden haben. Der 33 Jahre alte mutmaßliche Terrorist war im Juni in Mailand gefaßt und am Dienstag von Italien an Spanien ausgeliefert worden. Seit den Anschlägen wurden bereits mehr als 70 Verdächtige festgenommen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Entscheidungsrecht

Von Georg Paul Hefty

Der Gesetzgeber festigt mit dem neuen Organspenderecht die Autonomie des Einzelnen: Er kann seine Bereitschaft wie seine Ablehnung erklären oder sich gar nicht äußern. Außerdem befreit es die Angehörigen von drängenden Fragen der Ärzte. Mehr 9 4