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Auf dem Weg nach Westen : Syrische IS-Kämpfer in der Ukraine gefasst

  • Aktualisiert am

IS-Lämpfer im syrischen Raqqa. Bild: AP

Der ukrainische Geheimdienst will zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen haben, die auf dem Weg nach Westeuropa waren. Der Drahtzieher kommt wohl aus Russland.

          In der Ukraine sind nach Angaben der dortigen Sicherheitsbehörden zwei mutmaßliche IS-Kämpfer festgenommen worden, die auf dem Weg nach Westeuropa waren, um dort Anschläge zu verüben. Der nationale Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) teilte am Mittwoch mit, die Verdächtigen und ein mutmaßlicher Hintermann seien in der zweitgrößten Stadt des Landes, Charkiw, gefasst worden. Damit sei der Versuch vereitelt worden, die IS-Anhänger aus Syrien auf illegalem Wege über die Ukraine in westeuropäische Staaten zu schleusen.

          Bei dem Hintermann handelte es sich demnach um einen illegal in der Ukraine lebenden Bürger eines Nachbarlandes, der der Unterstützung terroristischer Aktivitäten verdächtigt werde. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelte es sich bei ihm um einen russischen Staatsbürger.

          Eine Sprecherin des SBU sagte AFP, bei den festgenommenen IS-Anhängern handele es sich um Syrer. Nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian wurden die Verdächtigen bereits Ende vergangener Woche festgenommen. In welches europäische Land die IS-Anhänger reisen wollten, war zunächst unklar.

          Seit den Anschlägen von Paris im vergangenen Jahr und den Bombenattentaten von Brüssel im März befindet sich Europa in erhöhter Alarmbereitschaft. Das amerikanische Außenministerium hatte seine Landsleute erst am Dienstag vor einer erhöhten Anschlagsgefahr während der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich gewarnt. Dies gelte auch für andere europäische Länder.

          Die ukrainischen Sicherheitsbehörden haben seit März nach eigenen Angaben mehr als 30 mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ festgenommen oder ausgewiesen.

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