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Attentat Italienische Nonne in Somalia erschossen

17.09.2006 ·  Im ostafrikanischen Somalia ist eine italienische Ordensfrau getötet worden. Die Tat steht möglicherweise in Zusammenhang mit der von Muslimen kritisierte Rede des Papstes. Islamistische Fundamentalisten in Somalia hatten zur „Jagd auf den Papst“ aufgerufen.

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Vermutlich in Zusammenhang mit den Papst-Äußerungen zum Islam haben Bewaffnete in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine italienische Ordensschwester erschossen. „Wir nehmen an, daß die Tat im Zusammenhang mit den Äußerungen des Papstes steht“, sagte Yusuf Mohamed Siad, der Sicherheitsbeauftragte der Union der Islamischen Gerichte, die Mogadischu kontrolliert. Papst Benedikt VI. war wegen eines islamkritischen Zitates, das aus einem mittelalterlichen Text stammt, von Muslimen weltweit kritisiert worden. Beim Freitagsgebet hatten fundamentalistische Kleriker in Mogadischu zur „Jagd auf den Papst“ aufgerufen. Die Union der Islamischen Gerichte nahm nach eigenen Angaben unterdessen zwei Verdächtige fest.

Die Täter waren am Sonntag auf das Gelände des SOS-Krankenhauses eingedrungen, in dem Schwester Leonella als Krankenschwester arbeitete. Sie schossen der etwa 65 Jahre alte Frau mehrfach in den Rücken und töteten außerdem ihren somalischen Leibwächter. Seit der Machtübernahme der Islamisten im Mai hatte sich die Sicherheitslage in Mogadischu deutlich verbessert. Für Ausländer blieb die somalische Hauptstadt dennoch gefährlich. In Mogadischu sind so gut wie keine internationalen Hilfsorganisationen tätig. UN-Personal darf die Stadt nur in Ausnahmefällen betreten. Im Juni hatten Unbekannte einen schwedischen Kameramann erschossen.

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