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Atomstreit Perle: Nuklearanlagen in Nordkorea angreifen

 ·  Ein Berater des amerikanischen Verteidigungsministeriums hat am Montag die Überlegung vorgetragen, noch in diesem Jahr die nordkoreanische Atomanlage durch einen Militärangriff zu zerstören.

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Richard Perle, ein einflußreicher Berater des amerikanischen Verteidigungsministers Rumsfeld, hat am Montag die Überlegung vorgetragen, noch in diesem Jahr die nordkoreanische Atomanlage in Yongbyon durch einen Militärangriff zu zerstören.

In Berlin sagte er, Amerika könne „mit Yongbyon im Jahr 2003 tun, was die Israelis 1981 mit Osirak getan haben". Osirak ist der Name eines irakischen Atomreaktors, den die israelische Luftwaffe vor 22 Jahren kurz vor der Inbetriebnahme zerstörte. Perle sagte, er wolle nicht ausdrücklich „empfehlen", die Anlagen, in denen Nordkorea möglicherweise Atomwaffen herstellt oder ihre Herstellung vorbereitet, militärisch zu zerstören. Er beschreibe nur Möglichkeiten, halte es aber für grundfalsch, ihre Verwirklichung auszuschließen.

Nordkorea solle das Angebot erhalten, das Problem seiner vermuteten Nuklearrüstung „politisch", das heißt durch Inspektionen und Abrüstung zu lösen. Er versuchte die Sorge zu dämpfen, daß ein gezielter Angriff gegen koreanische Nuklearanlagen zu einem Gegenangriff auf Südkorea, Japan oder gar Amerika führen könnte. "Wenn Nordkorea einen Gegenangriff versuchte, wäre das selbstmörderisch. Deshalb ist ein chirurgischer Schlag möglich."

Quelle: ul., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2003, Nr. 138 / Seite 6
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