14.09.2009 · Sowohl Iran als auch Nordkorea haben sich durch Ignorieren aller Appelle und Sanktionsbeschlüsse in eine Situation manövriert, in der Obama jetzt Gespräche aufnehmen will. Den Vorwurf, Amerika habe nicht alles versucht, kann niemand mehr erheben.
Von Peter SturmBesonders schwer ist es zur Zeit nicht, mit Amerika ins Gespräch zu kommen. Zyniker könnten sogar sagen, je schlechter man sich international benehme, umso prompter signalisiere Washington Gesprächsbereitschaft. Aber dieser Schluss ist möglicherweise voreilig.
Sowohl Iran als auch Nordkorea haben sich zwar durch Ignorieren aller internationalen Appelle und Sanktionsbeschlüsse in eine Situation manövriert, in der Präsident Obama jetzt Gespräche aufnehmen will. Aber beide haben Obama und seine Regierung am Verhandlungstisch noch nicht erlebt. Wenn es einmal so weit ist, wird man sehen. Dann kann es schnell so kommen, dass die Führungen in Teheran und Pjöngjang vor aller Augen als verhandlungsunfähige Störenfriede dastehen. Das wird dann zwar die ewigen Quertreiber im UN-Sicherheitsrat nicht vollends in die Arme Washingtons und des Westens treiben. Aber dann kann auch niemand mehr den Vorwurf erheben, Amerika habe nicht alles versucht. Im Idealfall kommen dann Iran und Nordkorea sogar zur Besinnung. Aber das ist zur Zeit noch ferne Zukunftsmusik.
Erst Gespräche.....
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 14.09.2009, 17:57 Uhr