Von einer Heroisierung derer, die in Syrien gegen Präsident Assad und sein Regime kämpfen, ist das Ausland - mit Recht - weit entfernt. Unter dem Banner „Weg mit Assad“ haben sich viele sehr unterschiedliche politische Kräfte, darunter bestimmt auch sehr unerfreuliche Gestalten, versammelt. Daraus freilich den Assadschen Schluss zu ziehen, er sei der Gute in dem Konflikt, zeugt von einem bedauernswerten Realitätsverlust.
Sein Aufruf zur nationalen Mobilmachung gegen die „Terroristen“ gerät ungewollt zum Hilferuf eines Herrschers, der die Welt nicht mehr versteht. Wer wollte diesem Mann, zum Beispiel, noch glauben, dass er zu Reformen bereit sei, wenn nur das Schießen aufhöre?! Zeit für Reformen hätte er gehabt, als noch alles ruhig war im Land. Diese Chance hat er ebenso verpasst wie eine flexible Reaktion auf die ersten Proteste gegen sein Regime vor mittlerweile fast zwei Jahren. Nun droht er eine letzte Gelegenheit zu versäumen. Zumindest im Ausland fordert kaum jemand seinen Kopf. Wenn er ginge, hätte vielleicht das Land eine Chance. Aber das interessiert ihn wohl nicht mehr.
Weil ich die treffende Ansicht...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 07.01.2013, 09:34 Uhr
Hilfe, möchte man meinen, wie komt solch ein Beitrag in die FAZ,
Herr Sturm?
Michael Scheffler (Striesner)
- 07.01.2013, 08:51 Uhr
Lieber Herr Sturm,
Roland Müller (Nebelkerze)
- 07.01.2013, 07:54 Uhr
"Die Zeit für Reformen hat er verpasst"? Welche Reformen?
Haette sich Herr Assad zu einer "Reform"
nikolaus hesse (firenzass)
- 07.01.2013, 06:03 Uhr
Ganz im Ernst???
Bertram von Steuben (Elim_Garak)
- 07.01.2013, 06:01 Uhr