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Krieg in Libyen BND warnt vor Stärkung von Al Qaida

22.04.2011 ·  Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, warnt in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ davor, dass die islamistische Terrororganisation Al Qaida im islamischen Maghreb durch den Krieg in Libyen gestärkt werden könnte. Im Chaos der Kämpfe gelangten sie an teilweise sehr moderne Waffen, sagte Uhrlau.

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Der Bundesnachrichtendienst (BND) befürchtet infolge der Umwälzungen in Libyen eine Stärkung der islamistischen Terrororganisation „Al Qaida im islamischen Maghreb“. Schon jetzt zeichne sich ab, dass Al Qaida im Maghreb „durch die Erlangung von Waffen - darunter auch sehr modernen - aus Depots der Armee“ eine Stärkung erfahren werde, sagte BND-Präsident Ernst Uhrlau der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

Die Gruppe, die Ende der neunziger Jahre von algerischen militanten Islamisten gegründete wurde und sich vor fünf Jahren der Al Qaida anschloss, zählt zu den gefährlichsten und am besten organisierten islamistischen Terrorgruppen. Sie hat vor allem durch Entführungen, auch deutscher Urlauber, und Terroranschläge von sich reden gemacht. Uhrlau warnte ferner davor, dass fortdauernde Instabilität in Libyen die Radikalen begünstigen könnte.

„Bei bürgerkriegsähnlichen Zuständen und zerfallender öffentlicher Ordnung entstehen immer Räume für radikale Elemente“, sagte Uhrlau. Dem BND liegen zudem Informationen darüber vor, dass Angehörige von Al Qaida versuchen, aus Afghanistan und Pakistan nach Libyen zu reisen, um dort an Kämpfen gegen das Gaddafi-Regime teilzunehmen. Insgesamt sei das Al Qaida Netzwerk von den Revolten in Nordafrika überrascht worden, sagte Uhrlau.

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