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Veröffentlicht: 17.12.2012, 16:51 Uhr

„Arabellion“ Taumel, Teil 2

Was tun, wenn die arabische Welt sich nicht an den Plan hält, den der Westen im Freudentaumel der „Arabellion“ für sie entworfen hat?

von

Am Präsidenten Mursi scheiden sich nicht nur in Ägypten die Geister. Auch in Europa wächst die Sorge, dass die Revolution am Nil ein Regime hervorbringt, das sich mit Mubaraks Diktatur messen könnte. Entwicklungsminister Niebel sprach diese Befürchtung nun öffentlich aus, was auch seines Amtes war. Schließlich ist er der bad cop der Bundesregierung und der FDP.

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Der Sprecher des Außenministers (good cop) kleidete diese Fallschirmspringer-Kritik erwartungsgemäß in Fallschirmseide, und der Sprecher der ganzen Regierung versicherte den verunsicherten Ägyptern, Berlin werde den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen.

Jetzt weiß auch Kairo, wie schön es ist, wenn man nicht genau weiß, wer in einem anderen Land das Sagen hat. Gut aber ist, dass sich die Bundesregierung schon einmal Gedanken darüber macht, welche „Optionen“ ihr bleiben, wenn sich die neuen Herrscher und die Massen in Ägypten nicht an den Plan zur Einführung von Demokratie und Achtung der Menschenrechte halten, den der Westen für sie im Freudentaumel der „Arabellion“ entworfen hat.

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Quelle: wahlrecht.de
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