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Antrittsbesuch in Rom Berlusconi schätzt Merkels „Führungsqualitäten“

20.12.2005 ·  Bei ihrem Antrittsbesuch in Rom verteilte der italienische Ministerpräsident Lob an die Kanzlerin: Merkel habe bei der Einigung im EU-Finanzstreit in Brüssel ihre Fähigkeit bewiesen, „als Frau Probleme konkret zu lösen“.

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Bei ihrem Antrittsbesuch in Rom hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi über eine engere Zusammenarbeit in der Außenpolitik gesprochen.

Nach einem Treffen mit Staatspräsident Ciampi kam Merkel zu einem Arbeitsessen in Rom am Montag abend mit Berlusconi zusammen, der sich für eine Abstimmung in den transatlantischen Beziehungen aussprach. Es sei nun an der Zeit, „die Meinungsverschiedenheiten der Vergangenheit hinter uns zu lassen, vor allem in der Irak-Frage“, sagte Berlusconi. Deutschland und Italien hätten „die Möglichkeit, in der Außenpolitik zusammenzuarbeiten“. Merkel sagte, daß die bilateralen Beziehungen zwischen Berlin und Rom hervorragend seien.

„Protagonistin“ in Brüssel

Schon in der Vergangenheit bei Treffen der Europäischen Volkspartei hätte sie Gelegenheit gehabt, mit Berlusconi gemeinsame Ideen auszutauschen.

Der italienische Ministerpräsident lobte unter anderem Merkels Rolle als „Protagonistin“ bei der Einigung der 25 EU-Mitgliedstaaten in Brüssel auf einen Finanzplan von 2007 bis 2013: „Ihre Führungsqualitäten, ihre Vision und ihre Fähigkeit, als Frau Probleme konkret zu lösen, habe ich sehr geschätzt“, sagte Berlusconi.

In der Frage des Irak-Kriegs hatten Deutschland und Italien unterschiedliche Ziele verfolgt. Während die frühere Bundesregierung unter Gerhard Schröder (SPD) den Krieg ablehnte, unterstützte Berlusconi die Politik der Vereinigte Staaten und entsandte 3.000 italienische Soldaten in den Irak.

Mit ihrer Rom-Visite setzte Merkel die Reihe ihrer Antrittsbesuche in europäischen Partnerländern fort. Zuvor hatte sie bereits Frankreich, Großbritannien und Polen besucht. Reisen der Kanzlerin in die Vereinigte Staaten, nach Rußland und Israel sind im Januar geplant.

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