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Anschlagsversuch am Times Square Pakistan verspricht Amerika Hilfe bei Aufklärung

04.05.2010 ·  Ein Amerikaner pakistanischer Herkunft hat gestanden, dass er am Times Square in New York eine Autobombe explodieren lassen wollte. Kann man seinen Beteuerungen glauben, er habe allein gehandelt?

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Die pakistanische Regierung hat den Vereinigten Staaten Unterstützung bei der Aufklärung des versuchten Terroranschlags vom New Yorker Times Square zugesichert. Am späten Montagabend hatte die Bundespolizei FBI einen tatverdächtigen amerikanischen Staatsangehörigen pakistanischer Herkunft festgenommen, der Kontakte nach Pakistan unterhielt. Dort sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie seien am Dienstag in Karachi gefasst worden, nachdem sie Telefonate mit dem in New York festgenommenen Verdächtigen geführt hätten, erklärten Vertreter der pakistanischen Sicherheitsbehörden.

Als Hauptverdächtiger gilt der Schwager des sogenannten Times-Square-Bombers, wie die pakistanischen Behörden mitteilten. Zudem seien die in der Hafenstadt Karachi lebende Mutter und der Schwiegervater verhört worden. In Karachi leben nach pakistanischen Angaben auch die Frau und die beiden Kinder des Verdächtigen.

Kurz vor ihrer Festnahme hatte die Mutter Shahzads Reportern berichtet, dass ihr Sohn bei einem Besuch im Sommer 2009 zusammen mit einem Freund in den Nordwesten Pakistans gereist sei. Die Region gilt als Hochburg islamischer Rebellen und als Rückzugsgebiet der Taliban aus dem benachbarten Afghanistan.

Der amerikanische Justizminister Eric Holder teilte mit, der Verdächtige heiße Faisal Shahzad. Die amerikanischen Sicherheitsbehörden gaben an, nun werde unter anderem anhand von Telefondaten überprüft, ob er Verbindungen zu Al Qaida oder anderen Terrorgruppen gehabt habe. Shahzad bestreitet das angeblich.

Der Verdächtige soll das gebrauchte Geländefahrzeug gekauft haben, das am Samstag mit Benzin, Propangas, Feuerwerkskörpern und Kunstdünger beladen im Zentrum von Manhattan gefunden wurde, aber wegen einer fehlkonstruierten Zündvorrichtung nicht explodierte. Unter Berufung auf Ermittler berichteten amerikanische Medien am Dienstag zudem, Shahzad werde auch verdächtigt, das präparierte Auto selbst am 1. Mai auf dem Times Square abgestellt zu haben. „Er hat gestanden, den Geländewagen gekauft, den Sprengsatz zusammengebaut, ihn in das Auto gelegt, den Wagen dort geparkt und den Platz verlassen zu haben“, zitierte die Agentur Reuters einen namentlich nicht genannten „Mitarbeiter der Vollzugsbehörden“. Noch am Dienstag sollte Shahzad in New York einem Bundeshaftrichter vorgeführt werden.

Shahzad will allein gehandelt haben

Der 30 Jahre alte, im Bundesstaat Connecticut gemeldete Mann wurde am New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen in einem Flugzeug mit Ziel Dubai festgenommen. Es hatte bereits seine Parkposition verlassen, als es auf Anweisung des FBI zurückbeordert wurde. Shahzad soll auf dem Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gewesen sein. Nach pakistanischen Medienberichten war er voriges Jahr im Juli über Dubai nach Karachi geflogen und hatte sich dort einen Monat lang aufgehalten. Der Sender CNN zitierte den pakistanischen Innenminister Rehman Malik mit der Angabe, der Festgenommene sei in Karachi gemeldet und seine Familie stamme aus dem Nordwesten des Landes.

Im Nordwesten Pakistans, im Grenzgebiet zu Afghanistan, kämpft die pakistanische Armee gegen islamistische Aufständische. Innenminister Malik versprach, Amerika zu helfen, „diesen Verdächtigen und seine Komplizen zur Rechenschaft zu ziehen“. Nach Medienberichten beteuerte Shahzad aber in ersten Verhören, er habe allein gehandelt. Trotz einer Selbstbezichtigung und eines entsprechenden Drohvideos herrscht in Amerika weiterhin Skepsis, ob wirklich pakistanische Taliban den Anschlag geplant haben. Ein weißer Mann, den Überwachungskameras am Samstag am Times Square beim Ausziehen seines Oberhemdes gefilmt hatten, wurde am Dienstag zwar weiterhin gesucht, galt aber nicht mehr als dringend verdächtig. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg lobte den Ermittlungserfolg und versprach, es werde nicht zur Diskriminierung von Pakistanern oder anderen Muslimen kommen.

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