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Angriffe auf den Dalai Lama Die Verblendeten von Peking

02.04.2008 ·  Jetzt soll der Dalai Lama, der seit Jahrzehnten eine Botschaft der Gewaltlosigkeit verkündet, sogar Selbstmordattentate planen. Es fehlt nur noch, dass Peking ihn mit Usama Bin Ladin gleichsetzt. Chinas Verhalten ist ein Gipfel der Infamie.

Von Peter Sturm
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Die chinesische Führung beansprucht für sich das Maß an Seriosität, das man Regierungen gemeinhin zubilligt. Nimmt man allerdings die Äußerungen zu Person und Umfeld des Dalai Lama zum Maßstab, fällt es zunehmend schwer, das auch nur annähernd ernst zu nehmen, was aus Peking herübertönt.

Jetzt soll der Friedensnobelpreisträger, der seit Jahrzehnten eine Botschaft der Gewaltlosigkeit verkündet, sogar Selbstmordattentate planen. Es fehlt eigentlich nur noch eine offene Gleichsetzung des geistlichen Oberhaupts der Tibeter mit Usama Bin Ladin.

Dieser Gipfel der Infamie ist leider nicht mehr auszuschließen, seit Peking in der vergangenen Woche Tibeter mit Uiguren in einem Atemzug nannte. Es sieht alles danach aus, als sei eine tief verunsicherte Führung darauf fixiert, eine Art Endkampf gegen die nationalen Minderheiten in China zu führen. Für das daraus mit ziemlicher Sicherheit resultierende Chaos wird dann das böse Ausland als Sündenbock herhalten müssen. Dieses Ausland sollte zumindest versuchen, die Verblendeten in Peking von ihrem Irrweg abzubringen.

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Jahrgang 1958, Redakteur in der Politik.

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