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Amerikanische Außenpolitik Plant das Pentagon einen Propagandakrieg?

19.02.2002 ·  Das amerikanische Verteidigungsministerium bereitet angeblich eine publizistische Offensive im Ausland vor - notfalls auch mit Falschmeldungen.

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Das amerikanische Verteidigungsministerium erwägt offenbar, Medien im Ausland gezielt mit Falschmeldungen zu füttern, um negativer Berichterstattung über die USA entgegenzutreten. Die Vorschläge seien innerhalb der Regierung heftig umstritten, berichtete die „New York Times“ am Dienstag.

Dabei sollten ausländische Medien sowohl in befreundeten als auch in feindlich gesinnten Ländern mit echten und falschen Nachrichten versorgt werden. Die Quelle solle immer so verschleiert werden, dass nicht ersichtlich sei, dass das Material vom amerikanischen Militär komme, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Pentagonbeamte.

Rumsfeld lässt Vorschläge prüfen

Die konkreten Vorschläge seien von dem „Büro für strategische Information“ erarbeitet worden. Das Büro war nach den Terroranschlägen vom 11. September eingerichtet worden. Damit wollte die amerikanische Regierung Tendenzen zu einem negativen USA-Bild in aller Welt entgegentreten. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld lasse die Vorschläge gerade von einen Justiziar prüfen, schrieb die Zeitung.

Kritiker befürchteten, dass die Glaubwürdigkeit des Pentagon mit einer solchen Propagandaoffensive schwer geschädigt würde. Das neue Büro hole „alle möglichen Instrumente innerhalb des Verteidigungsministeriums hervor, um ausländisches Publikum zu beeinflussen“, erklärte der frühere Armeeoberst Thomas Timmes nach Angaben der Zeitung vor kurzem auf einer Konferenz.

Andere Vorschläge seien, einflussreichen Politikern und Journalisten E-Mails mit dem Standpunkt der Regierung zu schicken. Auch dabei solle der Absender zumindest nicht auf den ersten Blick erkenntlich sein.

Vorschläge gebe es auch zu verdeckten Einsätzen im Ausland, um Falschinformationen zu produzieren. Das ist dem Pentagon und dem Geheimdienst CIA eigentlich verboten. Die Gesetze wurden in den 70er Jahren entsprechend geändert, als sich herausstellte, dass solche gezielten Falschinformationen über Korrespondenten auch den Weg in amerikanische Zeitungen fanden.

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