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Amerika verärgert Snowden beantragt Asyl in Ecuador

 ·  Edward Snowden hat Asyl in Ecuador beantragt und soll bereits auf dem Weg in das südamerikanische Land sein. Der frühere Geheimdienstmitarbeiter war nach Enthüllungen über die massive Internet-Spionage westlicher Geheimdienste von Hongkong zunächst nach Moskau geflohen.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (117)
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Werner Guilleaume

Warum die Aufregung?

Mit der nach 9/11 erfolgten Gesetzgebung dürfen die US Behörden alles zur Terrorismusbekämpfung Mögliche einsetzen, was sie haben. Das machen sie ausgiebig. Die Briten haben sich als gefühlte Weltmacht angeschlossen.
Wenn ich mir die Manpower ansehe, die allein die NSA (über 100tausend) besitzt, ist es nicht verwunderlich, dass von denen wie auch den Briten ALLES überwacht wird.
Jeder sollte davon ausgehen, dass alles, was mit ComputerHardware und Software zu tun hat, mit mit nachrichtendienstlicher Komponente versehen ist, auch Verschlüsselungsprogramme.
Die Jagd auf "Lord Snowden" ist konsequent, nach ein paar Jahren Ruhe in Mittelamerika wird er selbige mit US behördlicher Hilfe für ewig finden.
Und weshalb? Weil er gesagt hat, was eigentlich jeder mündige Bürger seit zehn Jahren wissen sollte. Jeder Staat, auch der deutsche, wird solche Überwachungsmöglichkeiten anwenden (siehe Autobahnschütze). Zum Glück gibt es in Deutschland niemanden, der das groß aufziehen könnte!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 12:58 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 24.06.2013 12:58 Uhr

Sehr vorsichtig, Herr Guilleaume

Ausspionieren kann fas jeder und ueberall, haben wir doch schon erlebt, sieh Kanzler W. Brandt. Die DDR scheint doch die BRD uebernommen zu haben. Dabei gab es doch schon zuviele in der BRD, die darauf warteten.

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Robert Hoerner

Getroffener Hund bellt

so sagt man bei uns in der Pfalz.
Was können die abgreifen? Doch nur Daten, die wir ihnen zur Verfügung stellen. Sie können keine Daten abgreifen, die wir zB mit PGP und einem 2048 bit langem Public Key verschlüsselt versenden. Da glühen dann die Supercomputer und raus kommt nach langer Zeit, dass wir uns gute Nacht gewünscht haben.

Es ist mir ein Rätsel, nur durch tumbe Faulheit einigermassen erklärbar, warum Firmen ihne teuer entwickelten Geheimnisse (und zB die Kundenkontakte und Geschäftsprozesse) in offener, unverschlüsselter Kommunikation verschicken.

Es ist gutes Signal, dass es Leute wir Herrn Snowden gibt, die uns zeigen, wie blauäugig wir doch sind und wie selbst eine demokratische Verwaltung wie sie die USA und UK haben, faschistoide Paranoia entwickeln kann, wenn wir nicht jeden Tag auf sie aufpassen.

Ich bin der Meinung, die Bundesrepublik sollte Herrn Snowden Asyl anbieten. Er hat unser Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verteidigt und wird dafür verfolgt

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 12:17 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 24.06.2013 12:17 Uhr

Nein, Hoerner

Ein hund der wirklich getroffen wird bellt nicht. Der Schreit auf, zieht den Schwanz ein und haut ab, genau wie der Snowden!!

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Günter Düsterhus

Manchmal ist es einfach die Zeit

Die Lichtgeschwindigkeit beschränkt die Anzahl der Geschäftsprozesse.
Seekabel haben einen hohen Vorteil vor Sattelitenverbindungen! Ist
10 bis 20 mal schneller und ich kann den Hebel kippen oder eine Warteschleife
einbauen. Meine Nationalen Kunden haben dann sowohl beim Gewinn als auch bei
Risiken einen perversen Vorteil !

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Oliver Zweitausend

Welche Motive

Snowden auch immer gehabt haben mag - im Ergebnis hat er Polizeistaaten wie China eine willkommene Ausrede dafür gegeben, dort die Ideologiebezogene Ausspähung der eigenen Bevölkerung zu rechtfertigen. Wenn er glaubt, China, Russland oder Venezuela seien bessere Beispiele für gelebte Freiheit, ist er entweder naiv oder er folgt einem noch unbekannten Plan.
Die aufgedeckten Mängel im US-System haben ein klares Ziel: Terrorakte zu verhindern, und nicht die Reinheit einer verordneten Ideologie zu überwachen. Snowden's Flirt mit Ländern die letzteres tun macht sein gesamtes Unterfangen suspekt - er lässt sich als Botschafter missbrauchen für Systeme, die weitaus unheimlicher sind als amerikanische.

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joachim tarasenko

Schon recht arg wie wenig Einfluss die USA in manchen Ländern haben

Ist halt auch nicht besonders schlau von den USA Leute einzusperren deren Söhne dann Staatschefs werden in Südamerika. Assange und Snowden rein, US Botschafterin rausgeworfen.
Und Snowden soll nach dem Lebens und Demokratieverständnis der US Senatoren ein Verbrecher, ein Spion, der dann auch gleich im Iran und Nordkorea vorbeischauen sollte. Das könnte er sicher noch tun, vorher jedoch lässt er sich feiern unter dem Konfetti Regen. Dann packt er weiter munter aus, wir werden weiter erleuchtet werden über die Machenschaften unserer engsten Freunde. Derweil sie sich daran gewöhnen müssen dass der böse Putin sie auch noch in Syrien behindert.

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Günter Blümel

NTSB

Nein, das ist kein Geheimdienst. Das National Transportation Safety Board beschäftigt sich mit der Aufklärung von Verkehrsunfällen. Man geht nämlich davon aus, dass sich ab und zu ein Crash ereignet, wenn es reichlich Verkehr gibt. Nur bei Kernreaktoren geht bekanntlich höchstens alle paar tausend Jahre etwas schief. Wie viele Personen wussten seit wie vielen Jahren von den Spionage-Programmen? Selig sind die Armen im Geiste. Aber nicht die korrupten Idioten, die sollen in der Hölle schmoren! Oder in Regierungen sitzen?

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Ulrich Müller
Ulrich Müller (Steumue) - 24.06.2013 08:26 Uhr

Autobahnattentäter gefaßt

Und ausgerechnet heute melden alle Rundfunkmedien, daß der seit Jahren gesuchte Autobahnattentäter mit Hilfe der Analyse von Kennzeichendaten und der Auswertung von Mobilfunkdaten gefaßt wurde. Ein Schelm, der dabei Böses denkt.

Jeder Kritik an der Sammelwut der Sicherheitsorgane wird damit schon einmal vorgebeugt, wenn sich demnächst herausstellen sollte, daß auch deutsche Behörden es mit dem Datenschutz nicht so ernst nehmen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 17:43 Uhr
Gordian Hense
Gordian Hense (arjello) - 24.06.2013 17:43 Uhr

Ein grosser Unterschied

Es ist ja wohl ein grosser Unterschied, ob ein Staat zur Einhaltung seiner Gesetze und Verfolgung von wirklichen Kriminellen, "in seinem Land" aktuelle Werkzeuge einsetzt oder ob ein Staat ganze Länder ausspioniert, jeden einzelnen und gleich auch noch zu seinem eigenen finanziellen, militärischen und politischen Vorteil nutzt. Mit ihrem Kommentar wollen sie wohl das was die USA und UK macht verniedlichen. Das Gegenteil ist der Fall. Das was die USA und UK machen (Gegenwart) ist monströs, terroristisch und einer echten Diktatur würdig, aber hat null und nichts mit Verfolgung von Kriminellen zu tun, oder nur in ganz minimalistischem Massstab.

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Wilhelm Knigge
Wilhelm Knigge (pcleopa) - 24.06.2013 11:41 Uhr

@Müller Typisch oder

geradezu zynisch Ihre abgedroschene Phrase vom "Schelm der usw." Hätte dieser Psychopath (um so was muss es sich m.Eas. handeln anstatt danebenzuschiessen mal ein paarmal getroffen oder einen schweren Auffahrunfall mit diversen Toten verursacht, würden Sie da immer noch Kritik an der angeblich so übertriebenen Sammelwut der Behörden üben? z.B. wenn durch diesen jetzt durch Datenanalyse ermittelten Täter nähere Verwandte zu Schaden oder Tode gekommen wären? Der Gutmensch-Datenschutzwahn hierzulande treibt absurde Blüten...

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Botho Wollberg
Botho Wollberg (Samrong) - 24.06.2013 08:26 Uhr

Terrorismus?

Das ist doch alles eine abgekartete Sache. Die sogenannten Terroristen sind sozusagen Angestellte des Systems. Ob jetzt CIA oder KGB oder sonstiger Geheimdienste. Sie werden nie endgueltig zu fassen sein. UND DAS IST AUCH SO GEWOLLT. Damit haben die Staaten, besonders die sogenannte Demokratie USA alle Moeglichkeiten nach Belieben, die Menschenrechte fuer Ihr Volk immer weiter zu reduzieren.
Leute, das ist gewollt. Auf Grund des Patriots Act 1 + 2 ist nichts mehr ueberraschend. Es lohnt sich einmal sich ein Bild davon zu machen.
Es gibt hervorragende Dokumentationen in Youtube vfon Alex Jones. Zum Beispiel Polizei-Staat 3 und Police State 4.

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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 24.06.2013 07:46 Uhr

Glücklicher Snowden

Aus ungewöhnlich sicherer Quelle habe ich erfahren, daß Herr Snowden nicht nach Ecuador sondern nach Nordkorea geflohen sei. Man schätze dort seine exzellente Ausbildung und habe vor, ihn im Ministerium für Volksbeobachtung und Meinungsforschung zu beschäftigen. Außerdem solle er zum Großkoreanischen Großhelden ernannt werden mit dem Recht, jeden Tag ein halbes Pfund Reis aus amerikanischen Spenden zu vertilgen. Welch schöne Karriere!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 12:34 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 24.06.2013 12:34 Uhr

OH, Herr Raack, Sie haben Humor

und das den richtigen. Denn Snowden noch Assange haben ihre Freiheit verspield. Alle Befuerworter dieses Verates sollen doch selber denen folgen!!

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Günter Düsterhus

Gefahr für die Freiheit durch totale Kontrolle?

Sicher, aber der Haupteffekt ist doch die Wirtschaftsspionage und ein ungeheurer Schaden
an Eigentum, Abgeriffen von unseren angelsächsischen Freunden! Das ganze dient doch
in erster Linie den Banken , die in ihrem Handel immer einen zeitlichen Vorteil haben.
Uns werden dann ein paar Knochen zugeworfen! Im letzten Jahrhundert wären diese
Zentren als moderne Dienstleister des Raubrittertums in Grund und Boden gebombt und viele
Kabel zerschnitten worden. Aber unsere Bundestussi macht daraus noch ein
"Freihandelsabkommen"! Das ist auch die Erklärung für die Hilflosigkeit der Politik gegen die
Märkte! Die gesamte Terror Grimm Geschichte wird doch in Blut von Banken und Eignern
geschrieben, oder wer finanziert und bildet die übelsten Mörder , Halsabschneider und
Kannibalen in Jordanien zum Kampf gegen das syrische Volk aus?

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Horst-G. Willweber

Worüber regen wir uns eigentlich auf?

Zu Zeiten der rein analogen Briefkommunikation - zzgl. Kuvert + Postwertzeichen! - vertrauten wir recht und schlecht auf das weltweit über internationale Postgesetze verbürgte Postgeheimnis. Zu dieser 'guten alten' Zeit kam uns zugute, dass der Massenversand von Briefsendungen die Geheimdienste vor das im Prinzip unlösbare Auswahlproblem stellte, wenn schon nicht alle, so doch welche der mrd.-fachen Briefe er zur Erkenntisgewinnung öffnen sollte. Im Prinzip ein hoffnungsloses Unterfangen!

Und jetzt, in digitalen Zeiten der sog. EMail- + SMS-Kultur, geben wir unsere bislang verschlossenen Briefinhalte völlig unbekümmert 'offen' kund, da problemlos abfangbar. Ein jeder weiss es, und wir regen uns dennoch auf?

Kritisieren wir doch unser Eigenverhalten! Solange es einen effektiven, internationalen Datenschutz nicht gibt, seien wir kritisch uns selbst gegenüber; will heißen:

Im Zweifel: Verwendung des ‚guten, alten’ Postbriefs; so einfach!

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Gordian Hense
Gordian Hense (arjello) - 24.06.2013 00:17 Uhr

Wer Hass sät, wird Sturm ernten

Die USA haben seit hunderten von Jahren auf der ganzen Welt so was von ausgeteilt und Hass gesät, dass ich jetzt wirklich bald Angst um sie habe, wenn sie den Sturm ernten, der daraus entsteht. Denn den werden sie bekommen, ob sie wollen oder nicht. So lange das in Form von Enthüllungen, a la Assange und Snowden geschieht bin ich beruhigt, denn das ist friedlich. Man kann sich aber sicher sein, dass es dabei in Zukunft nicht bleiben wird, ohne das beschwören zu wollen. Es ist nur meine Ansicht, dass es im Leben und auf der Welt für alles eine Waage gibt. Irgendwann wird das Pendel in die andere Richtung ausschlagen. Und, je schwächer die USA werden um so mehr weckt das die Lust der Gepeinigten zurück zu schlagen. Die USA täte gut daran, eine Deeskalationspolitik zu betreiben, anstatt weiter den Cowboy zu spielen.

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Richard Schütte

'Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen'

'Auch wenn man nicht wählt, wählt man die Falschen. Die aufrichtigen und einigermaßen klugen Menschen sind nicht so häufig, und wenn sie miteinander in Konflikte kommen, so sollten sie sich womöglich daran steigern und läutern. Das private, das individuelle Leben in seiner Bedrohtheit durch die Mechanisierung, durch den Krieg, durch den Staat, durch die Massenideale war es - das ich zu verteidigen hatte. Auch war mir nicht unbekannt geblieben, daß nicht selten mehr Mut dazu gehört, unheroisch und einfach menschlich statt heldisch zu sein. Die an Tragik und Größe berauschte Jugend war einst, als sie mit Rucksack und Gitarre herumzog, halb drollig, halb liebenswürdig, eignete sich aber bald darauf vorzüglich zum Kriegführen, Erobern und Foltern. Die ganze Welt ist militant und gerüstet und zum Einsperren oder Totschlagen der Gegner bereit - nur wenn irgendwo einer von Verträglichkeit, Duldung und Brüderlichkeit spricht, hat er sofort alle Fronten der Welt gegen sich' Hesse Späte Prosa

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Thomas Philippi
Thomas Philippi (mot2) - 23.06.2013 23:05 Uhr

Ganz offensichtlich hat der Präsident des "Yes, we can" dabei etwas zu gründlich

nachgedacht, er meinte Oelsardinen.

Nur die dummen Schafe meinten, sie würden in die Dosen nicht hineinpassen, ein Irrtum, sie werden passend gemacht.

Platon wäre geeignet etwas Licht in den "war of opinons" zu bringen, denn darum handelt es sich, wer führt welche Funktionen in dem Regelkreis aus, dem die Gesellschaften unterliegen.

Weshalb werden die Fragen der Währungen, der Kommunikation, und der Energieversorgung so sträflich in den Bereich der Wahrscheinlichkeiten expediert, dafür
Gummiwaren wie Menschenrechte, sexuelle Freiheit und Meinungsfreiheit so in den Vordergrund geschoben, dass "Schwarze Schwäne" zu goutierter Massenware wird.

Diese sollen bereits in Grossanlagen, sorgsam gezüchtet und gepäppelt, auf ihren erfolgreichen Auftritt warten.

zum Grusse

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 09:46 Uhr
Hans Winter
Hans Winter (Tell590) - 24.06.2013 09:46 Uhr

Er ist von "Yes, we can" zu "Yes, we scan" übergegangen.

Es geht nichts über Weiterentwicklung.

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Gerhard Rohlfs

Und was aus den USA geworden ist: so ziemlich das Gegenteil der Staatsgründung von 1776

Weiter Abraham Lincoln: "Und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern, bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik vernichtet ist."
Ende des 19. Jh. waren die USA noch ein freies Land.
Dann, 1913, ist genau das passiert, wovor Jefferson gewarnt hatte: die Kontrolle über das Ausstellen des Geldes wurde in die Hände der privaten Bank Fed gelegt.
Dann der Griff nach der Weltherrschaft: Zerstörung des Deutschen Reiches und Auflösung des Britischen Empire. Nur die Einnahme der Sowjetunion gelang nicht, weder 1945 noch 1991. Und auch China war ab 1949 wieder unabhängig.
Dann kam der Finanzkapitalismus und die eigene Deindustrialisierung,
wodurch man sich selbst die wirtschaftliche Basis ruinierte, was seit 2008 sichtbar ist, seitdem lebt man von Rettungsgeldern.
Zusammengehalten wird kann das Ganze durch Totalüberwachung.
Statt der Freiheit hat man nun ein totalitäres System, d.i. ziemlich das Gegenteil der Staatsgründung von 1776.

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Jaq Buchholz

Watergate

ist das richtige Stichwort! :D

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Thomas Goldstein

Was passiert hier gegenwärtig eigentlich?

Fast schon eine Live-Berichterstattung über diesen Herrn Snowden aus allen Portalen... ein Bericht pro Tag gehört schon zum guten Ton. Persönlich vermisse ich hingegen Berichte und den Aufschrei über die neue Regelung der innerdeutschen Bestandsdatenauskunft in SH, NRW und Mecklenburg-Vorpommern - im letzten Bundesland kann zukünftig jeder Polizist sensible Daten (ohne richterliche Genehmigung!) abfragen.

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Jaq Buchholz

Ist Snowden kriminell oder die aufgedeckte Stasi2.0?

Snowden ist kriminell, da er das Hoheitsrecht des Staates auf Verteidigung untergräbt und Geheimnisse verrät. Der Staat ist kriminell, da er konstitutionell garantierte Rechte aushebelt und sich hinter fadenscheinigen Informationsschutzbedürfnissen versteckt. Die Tatsache, dass Obama mächtiger ist als Snowden und - wie bei Manning zu erwarten - die Gerichte der Regierungspropaganda folgen werden und nicht geltendem Gesetz, darf bei der Abwägung keine Rolle spielen. Sonst wäre jeder Diktator rechtens.

Snowden hat für sich entschieden, dass der Verrat des Staates an den garantierten Bürgerrechten schwerer wiegt, als der Verrat unzureichend geschützter Staatsgeheimnisse, deren grundsätzliches Wissen nicht etwa Terroristen einen Vorsprung gibt, sondern nur das Geheimnis krimineller Staatsbeamter nicht weiter schützt.

Wer sich wie ein Diktator gebärdet, hat keine Legitimation. Bisher konnte Prism nicht als notwendig argumentiert werden. Tote Soldaten sind nicht zu befürchten.

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Thomas Detlefson

Assange, Snowden,... und schon sehr bald ist Maximilian Müller dran!

Wacht endlich auf! Es wird Zeit, dass wir den Terrorwahn als solchen erkennen und seinem Missbrauch zur Rechtfertigung der Beschneidung unserer Bürgerrechte Einhalt gebieten. Durch Terror in Europa sterben weit weniger Menschen als durch Autounfälle. Jetzt sagt nicht das liegt an der tollen Terrorabwehr! Terror ist eine Mücke und wir schmeißen Bomben drauf, ohne dabei zu merken, dass wir die Hochzeitsgesellschaft vernichten, aber die Mücke nicht. Diese labt sich frohlockend an den vielen Leichen und legt Eier in die Pfützen aus Blut die die Bomben schufen. Der Terror bleibt, solange Ungerechtigkeit und Scheinheiligkeit die Welt beherrschen, also für immer?! Terror ist nur machtlose Wut. Richtig gefährlich ist unsere Reaktion darauf. Gebt nicht den Bombenwerfern Friedenstitel, sondern denen die ihnen die Stirn bieten, bevor Maximilian Müller und seine Rechte auf der Abschussliste stehen.

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Joachim Solcher

Vor ein paar Jahren noch hätte Boris Jeltzin

den pöhsen Veräter für eine Flasche Wodka den US-Behörden ausgeliefert.

So einfach ist es bei Putin offensichtlich nicht mehr.

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Jan Grensemann

Pfeifenaugust

Die FAZ sollte einen Kriminellen nicht mit der albernen Bezeichnung "Wistleblower" verharmlosen, auch wenn die Vokabel gerade cool ist

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Antworten (9) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 08:55 Uhr
Günter Düsterhus

Björn Merten

Es ist die Welt eines Juristen , der es sich mit seinem englisch sprechenden Klientel
nicht verderben will und sein Ranking für einen CSU Listenplatz pflegt!
Ein typischer Heinrich Mann Mann, ein Untertan par excellance!
Nichts daran ist kriminell und nichts ist in Ordnung in Afghanistan!

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Andrzej Wiencek

Zum Thema "kriminell"

Kriminell ist der Umstand, dass jemand verfolgt wird, der für demokratische Legitimation eintritt. Vielleicht haben Sie ja darüber abgestimmt, die Privatsphäre offenzulegen, ich kann mich nicht daran erinnern. Kriminell ist auch die reine Betrachtung Snowdens als Krimineller, denn sie zeigt, wo wir geistig schon angekommen sind.

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Rolf Oetinger
Rolf Oetinger (Rrolf) - 24.06.2013 00:16 Uhr

...upps, was bedeutet das?

...upps, was bedeutet das? Der Mann ist als kriminell einzuordnen??

Doch nicht, oder?

Ist es nicht vielmehr so, dass ein Land, das sich Demokratie, Meinungsfreiheit, Verfassung, Menschenrechte, Völkerrechte etc etc auf die Fahnen geschrieben hat diesem Herrn dankbar - ja dankbar - sein sollte.

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Dr. Bjoern Merten

Was ist das größere Verbrechen?

Ein geheimes Verbrechen auf illegalem Wege aufzudecken oder das Verbrechen selber?

Ich würde gerne einen Blick auf ihre moralische Landkarte werfen.

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Closed via SSO
vera schmidt (vera-s) - 23.06.2013 23:21 Uhr

so?

aber dass die amis die ganze welt und somit auch Sie ausspionieren, stört Sie offenbar nicht...

krimineller?

es geht hier um rechte, für die unsere vorfahren hart gekämpft haben, und die heute von den amis und diversen anderen auch mit füßen getreten werden... wer also ist hie kriminell?

aber vielleicht gehören Sie ja zu denjenigen, die nichts zu verbergen haben? ;-)

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Weitere Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Joachim Mense
Joachim Mense (JMense) - 23.06.2013 23:05 Uhr

Die Gedanken des Lakaien

Diejenigen, welche Missstände aufdecken und sich dagegen auflehnen, sind schon immer von den Erwischten als Kriminelle, als Defätisten, als Verrückte, als Aufwiegler und Nestbeschmutzer verunglimpft worden. Das ist ein Reflex, welchen man verstehen kann. Aber dann gibt es noch die Lakaien dieser Herrn, welche in das gleiche Horn stoßen und ähnliche Vokabeln im Munde führen und manchmal noch wütender belfern. Warum eigentlich? Was haben die Lakaien davon?

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Marcel Bandilla

Die Kunstfigur Robin Hood

War auch ein Krimineller. Desswegen war er noch lange kein schlechter Mensch.

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André Gedigk

Herr Grensemann

Wenn Sie Ed Snowden als Kriminellen bezeichen, was sind dann Ihrer Meinung nach die Abhöraktionen Großbritanniens und der USA?

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Jean-Paul van de Mortyr

Kriminell

Was nützen die tollsten Gesetze, wenn das Volk nahezu geschlossen genau das Gegenteil denkt und fühlt? Dann sind diese Gesetze in einer Demokratie nunmal überflüssig - ob es dem Gesetzgeber passt oder nicht.

Wenn nun jemand im "Namen des Volkes" ein Gesetz bricht und damit den Bürgern einer Demokratie eine Wohltat tut, ist er dann ein Krimineller? Ich denke nicht.

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23.06.2013, 19:26 Uhr

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Algerischer Verdruss

Von Christoph Ehrhardt

Die Hoffnung auf Reformen in Algerien ist nach dem abermaligen Wahlsieg Bouteflikas zerronnen. Bald dürften wieder Machtkämpfe in der Führung ausbrechen, um einen Nachfolger für den gebrechlichen Präsidenten zu bestimmen. Mehr 1 3

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