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Afghanistaneinsatz : Mehr Transparenz

Deutschlands Engagement am Hindukusch wird ziviler. Viele Deutsche finden das gut. Was nach 2014 geschieht, darüber hüllt sich die Regierung bislang in Schweigen. Das macht skeptisch.

          Das deutsche Engagement in Afghanistan bekomme ein immer zivileres Gesicht, meint Außenminister Guido Westerwelle. Mit den jüngsten Beschlüssen über die Verringerung der Zahl der Soldaten und die Aufsicht über den Aufbau durch das Auswärtige Amt entspricht die Bundesregierung sicher einem Wunsch, der in der Bevölkerung weitverbreitet ist. Das schlägt sich auch in der Ankündigung parlamentarischer Zustimmung nieder, zumindest durch die SPD.

          Einige Grüne äußern sich dagegen skeptisch. Und womöglich sind die Einwände gar nicht so falsch. Die Regierung solle endlich sagen, was sie in und mit Afghanistan nach 2014 - dem offiziellen Ende des Kampfeinsatzes der Bundeswehr - vorhabe, verlangt ein Abgeordneter. Die Bundesregierung versichert bei jeder Gelegenheit und in zahlreicher westlicher Gesellschaft, auch nach 2014 werde Afghanistan nicht alleine gelassen. Aber was das heißt, sagt niemand. Vielleicht kann man das auch noch nicht wissen. Wenn das so ist, wäre es keine Schande, das auch öffentlich zuzugeben. Davonlaufen ist keine Strategie, auch keine zivile.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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