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Afghanistan Zivilisten bei Selbstmordanschlag getötet

20.06.2008 ·  Bei einem Selbstmordanschlag in der südafghanischen Provinz Helmand sind mehrere Zivilisten getötet worden. Die Rede war von fünf bis zehn Todesopfern, unter ihnen zwei Kinder. Möglicherweise kam auch ein Soldat der internationalen Truppen ums Leben.

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Bei einem Selbstmordanschlag auf ausländische Truppen in der südafghanischen Provinz Helmand sind am Freitag mehrere Zivilisten getötet und sechs weitere verletzt worden. In unterschiedlichen Quellen war von fünf bis zehn Todesopfern die Rede, unter ihnen auch zwei Kinder. Der Tat bezichtigten sich die Taliban. Der Helmander Polizeichef Hussein Andiwal sagte, der Attentäter habe einen Nato-Konvoi angegriffen; er sei zu Fuß unterwegs gewesen und habe sich in die Luft gesprengt, als der Konvoi durch die Stadt fuhr.

Es gebe bisher aber keine Hinweise auf Opfer unter den ausländischen Soldaten, sagte Andiwal weiter. Ein Militärsprecher dagegen berichtete von einem getöteten Soldaten. Seine Nationalität wurde nicht bekanntgegeben.

Taliban geben höhere Opferzahlen an

In einer Mitteilung auf der Internetseite der Aufständischen hieß es, der Anschlag habe den amerikanischen Truppen gegolten. Zehn amerikanische Soldaten seien getötet worden. Angaben der Taliban über Opferzahlen bei Anschlägen sind meist stark übertrieben.
Die amerikanisch geführten Koalitionstruppen teilten mit, bei Gefechten in Helmand am Vorabend seien zwei Soldaten getötet und einer verletzt worden.

In Helmands Nachbarprovinz Kandahar waren bei einer Offensive am Mittwoch und Donnerstag nach Regierungsangaben mindestens 57 Taliban-Kämpfer und zwei afghanische Soldaten getötet worden. Bei der gemeinsamen Operation der afghanischen Armee und der internationalen Truppen wurden die Aufständischen aus dem Distrikt Arghandab vertrieben, wo Hunderte Rebellen zuvor mehrere Dörfer überrannt hatten.

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