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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Afghanistan Viele Tote und Verletze bei Anschlägen

 ·  Zwei Selbstmordattentäter haben nahe einem Nato-Stützpunkt im Osten Afghanistans am Samstag mindestens zwölf Menschen getötet und 59 weitere verletzt. Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen.

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© dpa Fahrzeugkontrolle in Ghazni, Afghanistan

Bei zwei Selbstmordanschlägen sind am Samstag in der Nähe eines Nato-Stützpunktes in Afghanistan mindestens zwölf Menschen getötet worden. Weitere 59 Menschen seien bei den Explosionen in Sajedabad in der zentralafghanischen Provinz Wardak verletzt worden, teilten die Behörden dort mit. Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen. In der Provinz Ghazni starben zwei amerikanische Soldaten, als sie von Aufständischen angegriffen wurden, wie die Nato mitteilte.

In Wardak habe ein Selbstmordattentäter zunächst seine Sprengstoffweste gezündet, dann habe ein zweiter seinen mit Sprengstoff gefüllten Lastwagen in die Luft gejagt, teilte die Provinzregierung mit. „Acht Zivilisten, darunter eine Frau, sowie vier Polizisten wurden bei dem Vorfall getötet.“ Unter den Verletzten seien vor allem Zivilisten, aber auch Polizisten und Soldaten der Nato-geführten Schutztruppe, hieß es weiter.

Die Nato bestätigte den Angriff, bestritt jedoch Opfer in den eigenen Reihen. „Obwohl der Vorfall nahe der Militärbasis im Distrikt Sajedabad geschah, gibt es keine Berichte über Todesfälle oder Verletzte bei der Nato“, sagte Major Adam Wojack der Nachrichtenagentur dpa. Die Taliban übernahmen die Verantwortung für die Anschläge in Wardak.

Derweil bestätigte die Nato am Samstag den Tod des saudischen Al-Qaida-Mitgliedes Abu Walid, auch bekannt als Amru Mastur al-Ghamrawi, am 3. August in der Provinz Kunar. Der Sprengstoffexperte sei an zahlreichen Anschlägen auf Afghanen und die internationalen Truppen beteiligt gewesen, hieß es.

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der Toten in diesem Jahr in Afghanistan gestiegen. So sollen in den ersten sechs Monaten mindestens 1145 Zivilisten getötet und 1954 verletzt worden sein. Für 80 Prozent der Todesfälle seien demnach die Rebellen verantwortlich.
 

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