15.09.2012 · Radikalislamische Rebellen attackierten in der Nacht zum Samstag ein das Isaf-Camp Bastion in der südafghanischen Provinz Helmand. Zwei Soldaten starben bei den Gefechten. In dem Feldlager ist seit zwei Wochen auch Prinz Harry stationiert.
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Was soll eigentlich dieses ständige implizite "Argument",
dass viele der 9/11-Attentäter saudische Staatsbürger waren?
Mohammed Atta, Ziad Jarrah, Ramzi Binalshibh u.v.a. lebten lange Zeit in
Hamburg. Hätten Sie deswegen lieber Hamburg angegriffen oder was
genau soll ich Ihrem Beitrag entnehmen?
Und seit wann entscheiden eigentlich Sie, wann etwas ein wirklicher
Arabischer Frühling ist und wann nicht?
Haben Sie eine Vorstellung davon, wieviele afghanischen Zivilisten
täglich durch die US-Besatzer umkommen?
Warum sind Taliban bzw. slamistzische Extremsten in Afghanistan
Terroristen und die gleiche Art von Kämpfern in Libyen, Syrien
etc. Helden und Freiheitskämpfer, gute Rebellen, und warum helfen
die westlichen neokolonianistischen Länder denen auch noch mit Abermilliarden?
Warum haben die USA die afghanischen Extremisten gegen die UDSSR erst
hochgerüstet und mit High-tech-Ausrüstung erst selbstbewusst
zur Gefahr gemacht ?
Warum sind die USA und ihre verbündeten überhaupt in
Afghanistan? der überwiegende teil der Terroristen des Anschlags
vom 11.9. 2001 kamen aus Saudi Arabien, der heimat der Sippe Bin LAdens
- eine üble Diktatur, die bisher sämtliche islamistischen
Terroristen nach Kr#äften unterstützte.
Und die in Bahrein einen WIRKLICHEN arabischen Frühling mit
FRIEDLICHEN Demonstrationen mit vielen Hundert Toten niedergeworfen hat
- darüber sollte man mal nachdenken...
Herr Lehmann, fragen Sie lieber mal danach wie viele Zivilisten, vor allem Moslems,
radikalislamische Aktivisten schon getötet haben; das ist mehr als eine Größenordnung mehr als durch alle Angriffe der von Ihnen sogenannten "Neokolonialisten" in den vergangenen 10 Jahren. Lesen Sie einfach mal gründlich die Zeitung. Ob die Politik der USA klug war, darüber kann man sich trefflich streiten. Hätten sie die "Arabellion" oder früher die Mudschaheddin nicht unterstützt, würden Sie die USA auch kritisieren, weil die USA nichts gegen Diktatoren oder Usurpatoren unternähmen. Wie man es auch dreht, man kann es je nach Standpunkt immer falsch machen. Sind die islamischen Länder dann ein hoffnungsloser Fall? Und wer ist neokolonialistisch? Wird der Ölpreis nicht hauptsächlich durch die OPEC bestimmt und damit auch indirekt die Lebensmittelpreise, z. B. über Transportkosten, Düngemittelherstellung. Wer kolonisiert dann wen? Was Bahrein betrifft, den wirklichen Frühlings erhoffte man auch Libyen.
Sie erinnern sich vielleicht daran
dass die Taliban vor 2001 Al-Qaida Unterschlupf gewährten und die
Auslieferung Osama-bin-Ladins verweigerten ?
Sie sind sich vielleicht der Tatsache bewußt, dass die Mehrzahl
der afghanischen Opfer von den Taliban getötet wird ?
Sie können eventuell nachvollziehen, dass ein Abzug der USA nicht
zum Frieden, sondern zu einem Bürgerkrieg zwischen Taliban und
Nord-Allianz führen wird ?
Sie denken eventuell über ihre Gleichsetzung des libyischen
Widerstandes mit den Steinzeit-Islamisten nochmal nach ? Sie fragen
sich möglicherweise, warum die Taliban nicht einfach an Wahlen
teilnehmen, wenn sie soviel Rückhalt haben?
Mit Bahrein allerdings haben Sie recht. Hat aber weniger mit den USA zu
tun, als damit, dass Saudi-Arabien aufgrund seines Ölreichtums und
Mekkas und Medina unangreifbar ist.
Dass wird den USA nicht schmecken, aber ich sehe keine Möglichkeit,
Saudi-Arabien zur Räson zu bringen, ohne einige Erdbeben
auszulösen. Das Öl ist die Fessel um unseren Hals.
Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwelche islamistischen Rebellen irgendwo auf der Welt irgendwen attackieren, töten, verletzen. Allerdings bin ich schon froh, dass diesmal nicht das Video Schuld sein soll. Wie soll das nur weiter gehen? Und wir verurteilen diese Angriffe "aufs Schärfste" und wieder doch immer wieder andere Entschuldigungen für diesen Terror. Es kommt der Tag, da wird uns dieser Terror überholen .... und dann?