01.05.2009 · Die Reise des Außenministers nach Afghanistan war geheimgehalten worden, so wie neulich der Besuch der Kanzlerin. Und dann werden Raketenüberfälle verübt, Hinterhalte gelegt. Nur Zufall?
Von Klaus-Dieter FrankenbergerDie Reise des Außenministers nach Afghanistan war geheimgehalten worden, so wie neulich der Besuch der Kanzlerin. Und dann werden Raketenüberfälle verübt, Hinterhalte gelegt. Nur Zufall? Oder haben Spitzel deutsche Stellen so unterwandert, dass die Taliban mittlerweile immer im Bilde sind?
Es wäre verheerend, träfe das zu. Nicht weniger Anlass zur Sorge gibt die Feststellung, dass der Angriff, bei dem ein deutscher Soldat getötet wurde, eine „fast militärisch geplante Aktion“ war. Die Gegner, mit denen es die westlichen Truppen in Afghanistan zu tun haben, sind nicht irregeleitete Leute, die mit Milde und Dialogangeboten von ihrem Weg abgebracht werden könnten. Die Taliban sind entschlossen, wieder die Herrschaft in Afghanistan zu erringen.
Alle jene, die im Westen von Abzug reden und das eigene Engagement ständig madig machen, spielen ihnen in die Hände. An der Entschlossenheit auch Deutschlands, am Hindukusch zu bleiben, darf es keinen Zweifel geben. Desinteresse hat schon einmal dazu geführt, dass das Land zur Plattform des transnationalen Terrorismus wurde. Wir brauchen Geduld.
Danke Herr Frankenberger.
Alex Popa (apopa)
- 01.05.2009, 18:22 Uhr
'Milde und Dialogangebote'?
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 01.05.2009, 18:32 Uhr
@ Rolf Joachim Siegen
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 01.05.2009, 19:14 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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