10.02.2003 · Bei einem Angriff auf das Bundeswehr-Lager in Kabul ist offenbar niemand verletzt worden. Verteidigungsminister Struck, der sich zur Zeit in Kabul aufhält, brachte sich zusammen mit den Soldaten im Bunker in Sicherheit.
Auf das Quartier der Bundeswehr in Kabul ist am Montag offenbar ein Anschlag verworden. Zwei Raketen wurden auf das Gelände abgefeuert und schlugen in der Nähe ein, wie ein Sprecher der internationalen Schutztruppe ISAF mitteilte. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam.
Struck habe zusammen mit den Soldaten in einem Bunker Schutz gesucht. Die Raketen seien gegen 15.00 Uhr rund 400 Meter und etwa 1000 Meter südlich des „Camp Warehouse“ genannten Lagers der Bundeswehr niedergegangen. Struck hatte zu der Zeit mit Bundeswehrsoldaten in einer Betreuungseinrichtung des Camps gesprochen.
Struck besucht derzeit die deutsche Truppe in Afghanistan, die am Montag gemeinsam mit den Niederlanden das Kommando über die ISAF übernommen hatte. Der Minister hatte kurz vor dem Beschuss Meldungen über unmittelbar bevorstehende oder geplante Anschläge als übertrieben bezeichnet. Die Lage in Afghanistan sei zwar „nicht ruhig und stabil“. Er sehe aber „keinerlei Grund, anzunehmen, dass die Soldaten und ich besonders gefährdet wären“, betonte Struck.