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Afghanistan-Konferenz Karzai fordert weitere Unterstützung

Bundeskanzlerin Merkel hat den afghanischen Präsidenten Karzai aufgefordert, den Kampf gegen Korruption voranzubringen - ebenso wie den Versöhnungsprozess mit den Taliban.

© AFP Vergrößern Ringen um die Zukunft Afghanistans: Kanzlerin Merkel und Präsident Karzai

Trotz der Abzugspläne der internationalen Gemeinschaft hat Afghanistans Präsident Hamid Karzai eine Fortdauer der ausländischen Präsenz in seinem Land gefordert. „Das afghanische Volk will keine Belastung für die internationale Gemeinschaft sein“, sagte er auf der Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg. „Aber wir brauchen für ein weiteres Jahrzehnt Ihre nicht nachlassende Unterstützung.“

Zum Auftakt der Konferenz hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Land langfristige Hilfe zugesichert. „Afghanistan kann sich auch nach 2014 auf die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft verlassen“, sagte Merkel vor rund tausend Teilnehmern aus 85 Staaten.

Fehlen Pakistans überschattet Konferenz

Die eintägige Konferenz wird von der Absage Pakistans überschattet, dem eine Schlüsselrolle im Afghanistan-Konflikt zugeschrieben wird. Das Nachbarland bleibt dem Treffen fern, nachdem bei einem Nato-Angriff 24 pakistanische Soldaten ums Leben gekommen waren.

„Uns alle eint das Ziel eines sicheren und friedlichen Afghanistan in einer prosperierenden Region“, sagte Merkel. Von Afghanistan dürfe nie wieder eine terroristische Bedrohung für die ganze Welt ausgehen. Um das zu erreichen, müsse Afghanistan auch die Versöhnung und Machtaufteilung zwischen allen Bevölkerungsgruppen voranbringen. Dabei könne die Weltgemeinschaft helfen. Lösen könnten diese Probleme aber „nur die Afghanen selber“.

Afghanistan-Konferenz © dpa Vergrößern Freudiges Wiedersehen: Hillary Clinton und Spaniens Außenministerin Trinidad Jimenez

Karzai sicherte zu, im Gegenzug für die weitere Unterstützung durch die Weltgemeinschaft werde sein Land den Kampf gegen Korruption verstärken, den Rechtsstaat herstellen und die Institutionenreform voranbringen sowie freie und faire Wahlen sichern.

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UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte, der „Kreislauf des Leidens“ in Afghanistan sei noch nicht durchbrochen. Jetzt beginne eine neue Phase, in der die internationale Unterstützung sich zu einer nicht-militärischen Hilfe wandle. Der Friedensprozess könne aber nur gelingen, wenn er auch von den Nachbarn unterstützt werde, betonte der UN-Generalsekretär.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte, für Afghanistan gebe es keine militärische Lösung: „Es gibt nur eine politische Lösung.“ Von Afghanistan dürfe keine Gefahr mehr für die Welt ausgehen.

Quelle: dpa/epd

 
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