09.01.2011 · Außenminister Westerwelle hat kleine Geschenke mit nach Afghanistan gebracht: den Erlass von 13 Millionen Euro Schulden und eine langfristige Unterstützung. Eine neue Mission, wie der Awacs-Einsatz, soll aber nicht mehr in Frage kommen.
Von Horst BaciaZu seinem Besuch am Hindukusch hat Außenminister Westerwelle kleine Geschenke mitgebracht: Schulden von 13 Millionen Euro werden erlassen. Außerdem hat er versprochen, Deutschland werde auch nach 2014 — wenn die Verantwortung für die Sicherheit des Landes auf die einheimische Armee und Polizei übergehen soll — „an der Seite Afghanistans“ stehen.
An der Heimatfront dagegen dringt Westerwelle wie kein anderer in der Regierung auf einen möglichst frühen Abzug deutscher Soldaten, beginnend noch in diesem Jahr. Es darf aber nicht nur um einen gesichtswahrenden Rückzug gehen. Wenn eine Stabilisierung Afghanistans nicht gelingt und alle mit Leib und Leben erbrachten Opfer vergeblich gewesen sein sollten, wäre das für die Nato und für Deutschland ein Debakel.
Ins Bild passt allerdings, dass Radarflugzeuge der Nato (Awacs) dort nun ohne die deutschen Besatzungsmitglieder eingesetzt werden müssen. Das neue, vom Bundestag zu beschließende Mandat steht schon im Zeichen des Abzugs. Eine neue Mission soll daher nicht mehr in Frage kommen.
Der bevorstehende Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan ist folgerichtig!
Jann Berghaus (Jann.Berghaus)
- 09.01.2011, 19:08 Uhr
gesichtswahrender Rückzug?
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 09.01.2011, 20:32 Uhr
Die deutsche Rüstungsindustrie soll endlich ohne uneinsichtige Afghanen planen
Konstantin Schneider (bundesboy)
- 09.01.2011, 21:03 Uhr
Kleine Geschenke von Westerwelle?
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 09.01.2011, 21:07 Uhr
Es kann nur um eine ehrenhafte Uebergabe der Macht an die Taliban
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 10.01.2011, 01:04 Uhr