11.11.2009 · Gut, dass der neue Verteidigungsminister das Thema Afghanistan nicht mehr „verdruckst“ darstellen will und eine „Sankt-Nimmerleins-Haltung“ ablehnt. Aber was will Guttenberg Obama antworten, wenn der um mehr Unterstützung bittet?
Von Klaus-Dieter FrankenbergerEs ist zu begrüßen, dass der neue Verteidigungsminister Guttenberg das Thema Afghanistan gegenüber der deutschen Bevölkerung nicht mehr „verdruckst“ darstellen will. Gerade weil die Mehrheit den Einsatz der Bundeswehr skeptisch beurteilt oder gar ablehnt, müssen die jeweiligen Argumente mit größerer Klarheit und Redlichkeit vertreten werden als bisher.
Es ist auch vernünftig, dass Guttenberg eine „Sankt-Nimmerleins-Haltung“ ablehnt, was die Dauer des Einsatzes anbelangt. Ewig können deutsche und andere ausländische Soldaten die Kastanien nicht aus dem afghanischen Feuer holen und die Defizite der Regierung ausgleichen. (Obschon es doch um unsere Sicherheit dort geht.)
Aber bei der „Exit-Strategie“ wird es schon komplizierter: Sie suggeriert nämlich, es könne ein festes (und relativ nahes) Abzugsdatum festgelegt werden. Der amerikanische Präsident wird vermutlich mehrere zehntausend Soldaten zusätzlich nach Afghanistan entsenden. Die werden nicht übermorgen wieder abziehen. Und: Obama wird die Nato-Partner um Unterstützung bitten. Was wird Guttenberg ihm antworten?
Die Wächter über die Mohnfelder
norbert doerre (ndoerre)
- 11.11.2009, 21:16 Uhr
Eine Farce
Martin Enzinger (FlorianGeyer)
- 12.11.2009, 01:22 Uhr
Antwort an Obama?
Wolfgang G. Runte (Wolluc)
- 12.11.2009, 03:43 Uhr
Er kann ja mal das Parlament befragen
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 12.11.2009, 05:35 Uhr
Wirklich Mehrheit?
Josef Bujtor (Mramorak)
- 12.11.2009, 12:32 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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