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Ackermann und das „Staatsgeld“ Hau den Josef

22.10.2008 ·  Regierung und Koalition bedienen niedrigste Instinkte, wenn sie Josef Ackermann ausgerechnet für dessen lobenswerte Absicht geißeln, in der Krise kein Staatsgeld anzunehmen. Wenn diese Einstellung des Bankmanagers von allen geteilt würde, wäre der Sozialstaat saniert.

Von Reinhard Müller
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Ich würde mich schämen, wenn ich in der Krise Staatsgeld annehmen würde.“ Wenn diese Einstellung Josef Ackermanns von allen geteilt würde, wäre der deutsche Sozialstaat saniert und am Ziel. Zwar haben die wirklich Hilfsbedürftigen zu Recht Ansprüche gegen den Staat. Nicht wenige brüsten sich aber geradezu damit, auch unberechtigt staatliche Gelder zu erhalten.

Wenn die anderen zu dumm sind: selbst schuld. Generationenübergreifenden Sozialhilfe-Adel gab es schon lange vor der Agenda 2010. Im Osten kommt die fortwirkende DDR-Erziehung hinzu. Der erfrischende Kommissar Sodann ist eins ihrer Opfer. Jetzt sagt er, seine Äußerung, gern würde er Ackermann verhaften, sei „eine Kabarett-Nummer“ gewesen. Aber angesichts der scharfen Kritik der Bundesregierung an Ackermann könne er „so falsch nicht gelegen haben“.

In der Tat: Regierung und Koalition, die - anders als Amerika und Britannien - ein marktwirtschaftliches Rettungspaket geschnürt haben, bedienen niedrigste Instinkte, wenn sie einen Manager ausgerechnet für diesen lobenswerten Satz geißeln. Armes Land.

Video: Ackermann in der Kritik

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Jahrgang 1968, Redakteur in der Politik, zuständig für „Staat und Recht“.

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