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Abhörsystem : EU warnt vor Echelon

  • Aktualisiert am

Abhören auf britischem Boden Bild: dpa

Was Experten lange schon vermutet haben, hat ein Ausschuss der Europäischen Union bestätigt. Das Abhörsystem Echelon gibt es. Mehr im FAZ.NET-Dossier mit Video.

          Echelon gibt es. Das bestätigte am Mittwoch ein Ausschuss des EU-Parlaments in Brüssel die Existenz. Unter Experten ist die Existenz des internationalen Abhörsystems schon lange Gewissheit. Dazu mehr im FAZ.NET-Dossier und Video.

          Der Ausschuss empfahl Unternehmen in der EU, bei wichtigen Geschäftsverhandlungen über Internet, Telefon oder Telefax Verschlüsselungstechniken anzuwenden. Der Berichtsentwurf des Ausschusses sammelt nochmals bekannte Fakten: Es gibt ein globales Abhörsystem für Unternehmensinformationen, dieser nachrichtendienstlichen Verbund heißt Echelon und darin kooperieren die Auslandsgeheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands. Es gebe ausreichend Indizien dafür, dass diese gemeinsam private und geschäftliche Kommunikation abhören.

          „Kein Zweifel“

          „Wir können den Nachweis führen, dass dies zutrifft, ohne wenn und aber und ohne jeden Zweifel“, sagte Ausschussmitglied Gerhard Schmid bei der Vorstellung des Berichts, an dem die Parlamentarier ein Jahr lang gearbeitet hatten. Bei den Belegen handele es sich um Fotos, Stellungnahmen von verantwortlichen Geheimdienstleuten oder auch Internet-Recherchen.

          Der Parlamentsausschuss war im vergangenen Jahr eingesetzt worden, nachdem es Meldungen gegeben hatte, dass mit Echelon routinemäßig Telefongespräche und E-Mails überwacht würden. Die USA bestreiten, über das auch in Großbritannien betriebene Abhörsystem illegale Industriespionage in Europa zu betreiben.

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