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Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Piraten & Urheberrecht Ein notwendiger Protest

 ·  Georg Diez nennt auf „Spiegel Online“ den Urheberrechts-Aufruf einen „aufgeblasenen Protest“. Das sieht ein prominenter Pirat ganz anders: Diese Debatte ist gut und sinnvoll.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (79)

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Frank Otto
Frank Otto (FrankOtto) - 14.05.2012 16:31 Uhr

Handreichung verstanden...

...tatsächlich schauen wir aus unterschiedlichen Perspektiven auf ein und dasselbe Problem. Aus der Nutzerperspektive seht ihr auf die Abmahnungen, auf ein Symtom des derzeitigen Zustands. Aus Verwerterperspektive steht die, teilweise mit krimineller Energie betriebene, Wertschöpfung ohne Vergütung der Urheber und deren Partner im Vordergrund. Nur durch Änderung des Urheberrechts wird sich der Konflikt nicht lösen lassen, es gilt den Rahmen zu bestimmen, innerhalb dessen sich alle wiederfinden können.

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Ulf J. Froitzheim

Die Botschaft les ich wohl, allein...

..mir fehlt der Glaube, dass Herr Lauer bei seinem Gesprächsangebot seine Wähler hinter sich hat. Allein schon, was hier in den Kommentaren steht, macht mich pessimistisch, dass die Dialogbereitschaft von seiner Klientel goutiert wird.

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Norbert Sacher
Norbert Sacher (NoSac) - 13.05.2012 14:23 Uhr

Die "Kust"PRIVAT-Polizei mit angeschlossenem Standgericht ist UNRECHT!

Das Gewaltmonopol liegt beim Staat....

Nur - der Staat hat das "RECHT" an Abmahnanwälte, die in windigen (selbstangerichteten?) Tauschbörsen ihrer dubiosen Tätigkeit nachgehen, VERKAUFT!

Die Herausgabe von Userdaten OHNE Richterlichen Beschluss ist UNRECHT!

Warum werden Autokennzeichen besser geschützt - als die Userdaten im Netz?

Wenn JEDER SEINEM Recht - genau wie "Kunst" verfolgen kann - ist die HEIMWEHR nicht weit.

(Falschparkern werden die Autos weggenommen, 10.000 Eu Strafe auf Privatparkplatz - Strafhöhe wie in der Schweiz.... - davon kann "MAN" leben..)

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 13.05.2012 12:14 Uhr

Umsonstinternet

Von den 4.000 "Kulturschaffenden" wird wohl ein großer Prozentsatz, wenn nicht gar die Mehrheit erst durch das Internet außerhalb ihres Bekanntenkreises wahrgenommen. Sollte nicht für sie die Intenetnutzung kostenpflichtig werden?

Beiträge aus öffentlich-rechtlich finanzierten Institutionen müssen kostenfrei bleiben, denn sie sind bereits bezahlt.

Die GEMA-Abgabe auf Drucker, Scanner usw sind nicht mehr gerechtfertigt.

Die Buchpreisbindung ist angesichts weitreichender Schutzzäune um das Verlagswesen nicht mehr gerechtfertigt.

Wenn ein Grass glaubt, dass ohne Internet die Auflage seiner Bücher steigen würde, hat er die Mechanismen nicht verstanden. Ich glaube ihm aber die Unterschrift nicht, sondern halte sie für einen Akt der Scheinheiligkeit. Er weiß, wie man im Web *umsonst* Reklame macht. Hier sitzen die wahren Profiteure des 'Umsonstinternets'.

Aber was solls: Der Weberaufstand hat auch nicht den Siegeszug der Maschinen stoppen können.

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Heiko Schmidt

Eigentum muß respektiert werden

Soll doch jeder das Eigentum anderer Menschen respektieren - und schon wären sehr viele Probleme gelöst. Manchmal sind die einfachsten Vorschläge die Besten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 10:59 Uhr
Michael Posthoff

Aber wer bestimmt, was Eigentum ist..

..so einfach ist das eben nicht: wie ich letztens von Matussek lernen konnte, geht unser Eigentumsbegriff auf Thomas von Aquin zurück und stammt somit aus einer Zeit, als noch ein Christenmensch den anderen besitzen konnte, und Ungläubige sowieso.
Somit ist das, was als Eigentum respektiert wird, immer eine Frage der staatlichen Durchsetzung und einer gesellschaftlichen Übereinkunft. Und diese wird gerade neu verhandelt. Nicht weniger und nicht mehr.

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Andreas Schütze

Kein Urheberrecht im Non-Profit-Sektor

Im Non-Profit-Sektor hat das Urheberrecht nichts zu suchen. Die derzeitige Diskussion verschleiert, dass aus Pseudoverlusten Realgewinne gemacht werden sollen. Nicht jeder Klick, nicht jede Kopie kann auch als Kaufinteresse gewertet werden. Würde man sich das Internet wegdenken, blieben viele "geistige" Erzeugnisse wie Blei in den Läden, weil man sich entweder für den Autor, oder den Musiker nicht interessieren würde. Im Gegenteil. Durch die kostenlose Weitergabe im Non-Profit-Sektor werden viele "Künstler" bekannt und somit können sie über ihre Shows und Vorlesungen, die ja auch nicht kostenlos sind, Einnahmen generieren. Sofern der Endverbraucher mit einem „Fremdwerk“ kein eigenes Einkommen erzielen will, sollte dieser über das Urheberrecht nicht als Gelddruckmaschine missbraucht werden. Viele Künstler sollten auch bedenken, dass sie Ansprüche anmelden, so als seien sie eine systemrelevante Berufsgruppe. Das sind sie in der heutigen Zeit nicht mehr.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 14:36 Uhr
Norbert Sacher
Norbert Sacher (NoSac) - 13.05.2012 14:36 Uhr

Bezahlst Du "Eintritt" für JEDEN privaten Weg?

Zahlst Du für das Bad im See ? ...oder die Erholung im Wald?

PRIVATEIGENTUM - meistens....

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Werner Grunewald

Mir fehlt eine plausible Erklärung - Kostenloskultur?

Herr Schütze, mir fehlt eine plausible Erklärung, weshalb das Urheberrecht im "Non-Profit-Sektor" nichts zu suchen haben soll. Was ist Ihr eigenes Interesse daran? Ich lese aus Ihrem Beitrag heraus, daß Sie nicht als "Gelddruckmaschine missbraucht" werden wollen. Aber Sie entscheiden doch selbst, ob sie etwas kaufen oder nicht. Geht es also auch hier wieder letzten Endes nur darum, daß man möglichst wenig oder gar nichts für die Inhalte bezahlen will, die man nutzt?

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Heiko Schmidt

Eigentum muß respektiert werden

Und wie wollen Sie zwischen nicht-gewerblichen und gewerblichen Sachen unterscheiden?
Respaktieren Sie doch einfach fremdes Eigentum und fertig.

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Florian Adler

NL Studie „Ups and Downs“: Filesharing fördert Gemeinwohl

Eine im Auftrag des Forschungsministeriums durchgeführte niederländische Untersuchung zu Filesharing (2008) hat ergeben, dass allein im Musiksektor 100 Mio. Euro Einbußen für die Industrie p.a. ein Mehrwert für die Verbraucher von 200 Mio. gegenüber steht. P2P-Netze fungieren als Umverteilungsmaschinerie gesellschaftlichen Wohlergehens. Die Verbraucherbudgets wurden umgeschichtet: Der Verkauf von DVD und Konsolenspielen wächst weiter deutlich, die Zahl der Kinogänger (1999-2007) ist gestiegen. Der gesamte Unterhaltungsmarkt ist konstant geblieben. Filesharing habe „den Zugang zu einer weiten und großen Bandbreite an Produkten signifikant erhöht", auch wenn dies nicht immer die Zustimmung der Rechteinhaber finde. Die Zahl der Käufer geschützter Werke übertrifft die Zahl derer, die sich als Filesharer betätigenden User. 68% der Musiksauger zahlen für Songs/CDs genauso viel wie Filesharing-Abstinenzler, sie geben auch überdurchschnittlich viel Geld für Konzerte + Fan-Artikel aus. (heise)

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beate geibel
beate geibel (emmapeel) - 13.05.2012 02:16 Uhr

Jeder gegen jeden, alle durcheinander und keiner weiss Bescheid

Interessant, wie schwer es gerade der deutschen Entertainment-Industrie fällt, sich auf verändertes Konsumverhalten der Menschen einzustellen. Legale Streaming Seiten für Filme & Serien ala Hulu & Netflix, Fehlanzeige.
Anscheinend haben die Herrschaften in ihren Elfenbeintürmen immer noch nicht begriffen, das ich als Konsument entscheide, wann, wo und wie ich Medieninhalte konsumiere. Und anstatt sich genau darauf einzustellen und endlich zuzuhören, WAS Konsumenten wollen und die Angebote dementsprechend zu gestalten, machen sie grad die gleichen Fehler noch einmal, die die Musikbranche an den Rand des Ruins gebracht haben.
Ich respektiere Kunst und ich bezahle auch gerne dafür, wenn man mich denn lässt.
Wieso werden z.B. Filme, TV Serien und auch Alben neuer Bands nicht zeitgleich veröffentlicht?

Ach und ich entschuldige mich dafür, das ich jeden Tag auf meiner FB-Seite kostenlose Werbung für Bands, TV- Serien, Filme, Bücher mache, ich böser böser Konsument.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 11:40 Uhr
Werner Grunewald

Es gibt auch in Deutschland Streamingseiten

USA, USA, USA ... Es gibt auch in Deutschland legale Streamingseiten für Filme. Maxdome, Videoload, MSN-Video, MyVideo ... Natürlich können Sie sich auf den Standpunkt stellen, daß es da nicht alles gibt oder Ihnen persönlich die Modalitäten nicht gefallen, aber was soll's? Ungeduld ist keine Tugend.

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martin fehlig

gez wärmestube

tja, das geschrei der kulturschaffenden, tolles wort, dient doch nur der vorbeugung. wenn die piraten, toller name, mal bis zum ende denken, dann werden sie schnell bei der gez sein. und das zb. tatort-schreiber nicht aus der gez wärmestube vertrieben werden möchten, logisch. alle, aber auch alle gez finanzierten produktionen gehören dauerhaft ins netz, in top-qualität. das ganze zeug gehört nämlich der deutschen bevölkerung. denknotwendigerweise.
mal von der frage abgesehen, was ist kulturell wertvoll: florinan silbereisen oder die 10000de hochsubventionierte la traviata für einen mikro-interessentenkreis auf 3 sat.
die hoheit gehört denjenigen, die bezahlen, wem das nicht paßt, der darf nicht verkaufen.
grüße

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 12.05.2012 14:32 Uhr

Der Autor eines Buches bekommt in Deutschland in der Regel höchstens 10% des Endverkaufspreises.

Den kümmerlichen Rest von 90% teilen sich die Verlage und der Buchhandel. Das ist der wunderbare Vorteil unseres Urheberrechtes.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 09:36 Uhr
Heiko Schmidt

Und bei den Piraten bekäme er gar nichts

Und wenn es nach den Piraten gehen würde, bekäme er gar nichts - weil das Buch auf Tauschbörsen umsonst angeboten wird.
Deshalb schreibt der Autor in Zukunft gar keine Bücher mehr - und so gibt es auch keine neuen Fachbücher mehr. So bekomme ich auch kein neues Wissen mehr ... .

Das sollten wir es lieber so lassen wie es jetzt ist. Auch wenn diese Lösung nicht perfekt ist.

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alexander leblanc

Das hat rein gar nichts

mit dem Urheberrecht zu tun.

Das ist ganz einfach Verhandlungssache zwischen Verlag und Autor.

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alexander leblanc

Ihre Argumentation ist in keiner Weise nachvollziehbar

da sie auf einer groben Tatsachenverdrehung beruht.

Sie schreiben:

"...Wir müssen an einen Punkt kommen, an dem ein Nutzer, der ein Werk konsumieren möchte, die Möglichkeit hat, es auf einem Weg zu tun, der legal ist und dabei sowohl dem Urheber als auch den an der Produktion beteiligten Menschen eine angemessene Entschädigung zukommen lässt."

Und suggerieren damit, dass wir an einem anderen Punkt wären. Das ist perfide, denn, was sie fordern hier existiert längst und vielfältig. Es gibt heute zahlreiche legale und preiswerte Angebote der verschiedensten Art im Internet.

Niemand leidet unter Verknappung oder der Überteuerung von Kultur.

Der 'dringende Reformbedarf', den die Piraten so penetrant einfordern, beruht allein auf der dreisten Forderung, 'wir möchten bitte nicht dafür belangt werden, wenn wir für unseren privaten Konsum ( gibt es etwas Anderes? ) diese angebotenen legalen Geschäftsmodelle unterlaufen.

Pures Anspruchsdenken. Sonst nichts. Leider.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2012 22:26 Uhr
Alexander Neumann

Nur die halbe Wahrheit

Das ganze ist nicht nur ein Frage dessen was das heutige Recht im Sinne von Urheber und Konsumenten zulässt und was nicht sondern auch was gegen deren Interessen zulässt.

Die Enteignung des Urhebers durch Verträge der Verwerter mit denen diese dann auch die Preise und die Distributionskanäle diktieren sind so ein Fall.

Man könnte dem Urheber etwas bei Werbung und Distribution helfen und das als Dienstleistung berechnen, man muss aber nicht, das Recht gibt die gägnige Praxis her gegen Pauschalgebühren die Rechte im vollen Umfang bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers vertraglich zu übernehmen und dafmit völlig frei erfundene Beträge abzukassieren.

Da der Mensch nicht freiwillig auf seine Gier verzichtet muss hier also wohl im Urheberrecht klargestellt werden dass der Urheber und nicht der Verwerter der Chef ist und dass der Konsument sein "König-Kunde" ist.

Andere Punkte wären zB von der Gemeinschaft finanzierte Leistungen (GEZ, wissenschaftliche Arbeit mit Mitteln der Uni)

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alexander leblanc

Ich denke,

der Grund ist ganz einfach, dass es sich für die entsprechenden Anbieter nicht lohnt, diese Produkte in EU anzubieten.

Weiter nichts.

Mit dem Urheberrecht hat das vermutlich nicht das Geringste zu tun.

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Georg Bauhaus
Georg Bauhaus (gras) - 12.05.2012 17:06 Uhr

Real existierender Protektionismus

Sehr interessante Produktionen der BBC werden nur im Vereinigten Königreich online zum Kauf angeboten. Ich kann amerikanische Produktionen weder zum Anschauen im Internet kaufen, noch für's Bezahlfernsehen erwerben. Man lässt uns nicht. Im freien, globalen Markt können wir Europäer kaum etwas den USA für's digitale Fernsehen kaufen. Nur regionalisierte DVDs, für die der zahlungswillige Zuschauer immerhin ein Zweitabspielgerät erwerben kann. Technische Gründe gibt es dafür nicht. Hinter allem steht offensichtlicher Protektionismus. Die organisierten Distributoren medialer Kunst teilen die Welt in Regionen auf, in denen sie sich Marktwillkür anmaßen dürfen, mit fadenscheinigen Begründungen und Verträgen. Ich wäre gern bereit, Anteile am Kaufpreis in lokale Standesorganisationen der Künstler fließen zu lassen. Warum wird meinem Geld trotzdem der Zugang zu Produkten aus einer "Fremdregion" versperrt?

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Reinhardt Hierl

Legalisierung von Filesharing?

Hallo Herr Lauer,

es würde mich doch sehr wundern, wenn Filesharing an sich illegal wäre. Sollte das der Fall sein, dann dürfte zum Beispiel der Anbieter eines Online-Spiels die neue Version seines eigenen Game-Clients auch nicht über ein p2p-Netzwerk verteilen. Denken Sie, dass ein Startup Unternehmen mit einer unsicheren Zukunft in der Lage ist für ausreichend Server-Kapazität zu sorgen, dass ihr mehrere hundert MB großer Client hundertfach an ein und demselben Tag ausgeliefert werden kann? Es gibt sicherlich noch viele andere gute Beispiele für die legale Nutzung von Filesharing.

Mir ist natürlich klar, dass der massenhafte Missbrauch Filesharing in Verruf bringt. Dennoch möchte ich Sie bitten klarzustellen, dass Filesharing an sich nicht illegal ist und somit auch keiner Legalisierung bedarf.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2012 17:10 Uhr
alexander leblanc

Richtig !

Und auch das 'sharen' urheberrechtlich geschützter Werke kann heute absolut legal sein, wenn der Urheber ( und seine VG ) das so haben wollen.

Es gibt in Wirklichkeit also NICHTS zu tun. Die Gesetze sind gut und richtig, so wie sie sind.

Die Piraten haben ein Problem fingiert, das es gar nicht gibt...

...es sei man leugnet das Recht auf geistiges Eigentum per se.

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Uwe Elligsen
Uwe Elligsen (booter55) - 12.05.2012 11:47 Uhr

geistiger Diebstahl

Die Piraten, bzw. Herr Lauer lädt zu einer sachlichen Diskussion ein, die aus einer Sackgasse führen kann. Sonst endet es vielleicht so:
Wenn mir mal ein Dieb etwas klaut, dann sammle ich auch mindestens 4000 Unterschriften von ebenfalls Betroffnen und verlange dann von der Politik ein Gesetz, welches der Polizei, oder mir selbst ermöglicht alle Häuser in ganz Deutschland nach dem Diebesgut zu durchsuchen. Ein Gesetz ist auch deshalb von Vorteil, weil mir dann keine Kosten entstehen. Die trägt ja bekanntlich bei staatlichen Aufgaben der Bürger. D.h. ich werde von ihm bezahlt, damit ich sein Haus durchsuche und evtl. mein Eigentum bei ihm finde.
Hat der Dieb für den Abtransport der Beute ein Auto genutzt, dann werden per Gesetz auch alle Autohersteller verpflichtet sich an der Suche zu beteiligen, natürlich auf eigene Kosten, denn sie haben es ja erst ermöglicht, dass der Dieb das Beutegut auf diese Art transportieren konnte.
Ist der Dieb überführt, müssen sie sich verpflichten ih

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 12.05.2012 11:43 Uhr

Piratenpartei ist infantil.

Die Piraten besetzen Themen, die populär sind (BGE, kostenloser ÖPNV usw.), ohne sich darüber Gedanken zu machen, was das kostet. Die schwadronieren von "Basisdemokratie", "Transparenz", "Bürgerbeteiligung" und "weg von den Hinterzimmern". Die schwätzen einfach, Hauptsache es hört sich gut an, und dabei wird dann übersehen, welche Entwicklung wir in den letzten 20 Jahren hatten. Oder täusche ich mich etwa, wenn ich behaupte, viele Bundesländer hätten ihre Landesverfassung den in letzten 20 Jahren dahingehend geändert, dass mehr Elemente der direkten Demokratie existieren. Sogar die konservativen in CDU/CSU haben längst erkannt, dass man um so etwas nicht herumkommt.

Und beschäftigt man sich inhaltlich mit den Piraten und wirft ihnen ihre Naivität und ihre Unwissenheit vor, dann jammern die herum. Wer so wenig Kritik abkann, hat in der Politik nichts zu suchen. Die disqualifzieren sich ja schon für normale Erwerbsarbeit.

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Andreas Schlegel

@Kernproblem piratenmäßig umschifft

Stimmt, er sagt nichts dazu. Aber kennen Sie eine Position in der aktuellen Debatte, die keine Fragen offen läßt? Ich nicht.

Umschifft die Gegenseite nicht auch alle heiklen Aspekte ihrer Position? Was nützt ein Recht, das nicht durchsetzbar ist? Durchsetzbar wird es nur, indem eine verdachtslose und langfristige Vorratsdatenspeicherung der Kommunikationsdaten eingerichtet wird. Warum steht nichts dazu in dem Urheber-Aufruf? Vermutlich, weil es nicht vermittelbar ist, dass 80 Millionen Bürger eine Einschränkung ihrer Bürgerrechte im Interesse einer Minderheit von wenigen Tausend in Kauf nehmen sollen.

Rechte, die technisch und/oder gesellschaftlich nicht durchgesetzt werden können, sollten dringend reformiert werden. Sonst beschädigt sich der Rechtsstaat selbst. Und das ist schlimmer, als die Rechte einer jetzt schon durch Abgaben und Subventionen priviligierten Minderheit zu beschneiden.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 15:28 Uhr
Andreas Schlegel

Sie überzeugen mich nicht

Wenn laut zahlreicher Leserbeiträge in den Foren zur Urheberrechtsproblematik die Rede davon ist, dass es in bestimmten Altergruppen jeder macht (das Filesharing, kinto.to, ...) und auch gesagt wird, dass dies völlig legitim sei (bereits bezahlt, nehme niemanden etwas weg etc.), dann würde ich nicht mehr davon sprechen, dass das Recht durchgesetzt wird.

Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: wenn beinahe jeder betrügt und mordet, aber nur einige wenige Fälle aufgeklärt werden, dann würden sie davon sprechen, dass das Recht durchgesetzt wird - ?

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Werner Grunewald

Warum das Recht sehr wohl durchsetzbar ist

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Ich meinte natürlich nicht ausschließlich gewerbliche illegale Angebote, sondern selbstverständlich auch die nicht-gewerblichen. Nicht umsonst ist unter Piratenpartei-Freunden oft die Rede von einer "Abmahn-Industrie". Schon alleine daran kann man sehen, daß das Recht sehr wohl durchsetzbar ist und auch durchgesetzt wird. Natürlich kommen danach immer ausgetüfteltere Methoden, um Rechtsbrüche zu begehen. Aber das ist in allen Bereichen so und war auch schon immer so. Und da wären wir wieder beim Betrug und Mord. Haben Sie mitbekommen, daß solche Straftaten immer wieder begangen werden? Nach Ihrer Logik müßte das bedeuten, daß das Recht "nicht durchsetzbar" ist.

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Andreas Schlegel

Warum das Recht nicht durchsetzbar ist

Weil es in dem ursprünglichen Beitrag nur um das "nicht-kommerzielle Filesharing" geht. Das hat mit kino.to nichts zu tun.
Betrug, Mord etc. können sie auch ohne einen "totalen Überwachungsapparat" verfolgen. Die Spuren der P2P-User lassen sich ohne Vorratsdatenspeicherung nicht sichern. Diese ist derzeit politisch nicht durchsetzbar, mithin ist das Urheberrecht im nicht-kommerziellen Bereich nicht ...

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Werner Grunewald

Wieso bitte soll das Recht nicht durchsetzbar sein?

Wieso bitte soll das Recht nicht durchsetzbar sein? Daß es durchsetzbar ist, sieht man doch regelmäßig an Schließungen von kino.to, Sperrungen von Pirate Bay durch niederländische Provider usw. sowie an Verfolgungen illegaler Uploader. Natürlich hört das nie auf, aber andere Straftaten hören ja auch nie auf: Es wird auch weiterhin Vergewaltigungen, Betrug und Morde geben. Richtig "durchsetzbar" wird das Strafgesetzbuch auch nur durch totale Kontrolle. Wieso hängt man sich also ausgerechnet am Urheberrecht auf?

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Sabine Heimer
Sabine Heimer (SabHeim) - 12.05.2012 11:15 Uhr

wissenschaftliche Publikationen

Was mich freuen würde, wäre, wenn sich einmal jemand um tatsächliche Fortschrittsbehinderung kümmern würde. Ich rede von wissenschaftlichen Publikationen. Für Laien:
1. (Natur)Wissenschaftler publizieren in Wissenschafts-Journalen (es gibt hunderte pro Fachrichtung).
.
2. Nahezu jede wissenschaftliche Arbeit wird direkt oder indirekt durch Steuern der Allgemeinheit finanziert (auch industrielle, da absetzbar).
.
3. Um publizieren zu dürfen, müssen Wissenschaftler dafüer BEZAHLEN (500-2500 Euro pro Artikel)! (+ Copyright abgeben!).
.
4. Um Artikel lesen zu dürfen, müssen Wissenschaftler dafür AUCH bezahlen (20-50 Euro pro Artikel, wenn kein Abo besteht, man bekommt häufig nur schlechte Kopien mit unkenntlichen Grafiken).
.
5. HIER!! benötigen wir ENDLICH eine KOSTENLOSKULTUR!! Denn was Verlage hier seit Jahrzehnten abziehen, ist eine bodenlose Frechheit. Nebenbei: das Gegenlesen/Beurteilen von Artikeln wird auch von Wissenschaftlern betrieben, die dafür nicht vom Verlag bezahlt werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2012 18:49 Uhr
Jan Haubrich

@Alex Zunker: Publikation in Fachzeitschriften ist teuer, aber das basiert auf freiwillig...

Das ist nicht ganz richtig. Es gibt in den Wissenschaften eine Art indirekten Zwang. Ich kann hier insbesondere für die "Hard Sciences" sprechen, Chemie, Physik etc.

Durch die Universitäten, Forschungsinstitute und die zwischengeschalteten Fördereinrichtungen (DFG etc) gibt der dt. Steuerzahler viel Geld aus, damit Akademiker (on- und offline) Zugang zu Fachjournalen haben. Bei dt. Wissenschaftler erkennt man vermehrt einen Trend zu kostenlosen OpenAccess-Journalen wie xArchives. Ein Problem hierbei ist das mangelnde Reviewing, dass kommerzielle Verlage organisieren um Richtigkeit zu kontrollieren. Das erledigen wir Wiss. nebenbei "ohne Bezahlung" .

Wir Wissensschaftler konkurieren international, und da ist der Leistungsstandard die Anzahl der Publikation mit hohen "Impact Faktoren". Hohe IF haben hauptsächlich die US Journale. Daher geht um diese Journale kein Weg vorbei. Das dt. System erledigen auch den Inhalt letzterer, zahlt also mehrfach.

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 12.05.2012 13:49 Uhr

Abschreibung

Sei wissen offensichtlich nicht, was eine Abschreibung ist. Wieso werden Publikationen von der Allgemeinheit finanziert, weil sie absetzbar sind? Solche Kosten muss man bei der Steuerermittlung berücksichtigen, sobald man den Gewinn besteuert. Der Gewinn ist grob gesagt die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben. Um den Gewinn zu ermitteln, muss man festlegen, was zulässige Ausgaben im Zuge der Gewinnermittlung und dazu gehören wissenschaftliche Publikationen einfach dazu. Der Staat muss nicht begründen können, was eine zulässige Ausgabe, sondern er muss begründen können, was als unzulässige Ausgabe angesehen wird.

Die Publikation in Fachzeitschriften ist teuer, aber das basiert auf freiwillig geschlossenen Verträgen, genauso wie die Nutzung als Leser.

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Konstantin Schneider

Kulturinfarkt und Kulturrevolution gehen Hand in Hand

Natürlich brauchen wir Kampfbegriffe. Und natürlich lassen sich die Unterzeichner des Urheber-Rechts-Aufrufes vor den falschen Karren spannen. Denn sie blockieren die Wege in eine bessere Welt. Sie verstopfen das System dadurch mit "altem Wissen", das uns immer wieder nur zurück zu irgendetwas führt anstatt endlich mehr Zukunft zu wagen.

Die Unterzeichner hängen also überholten Vorstellungen an, tragen damit zum Kulturinfarkt bei und werden dennoch nichts daran ändern können, dass das Wissen von morgen sie überflüssig machen könnte. Denn wir im Westen dürfen uns nicht länger in unsere Schneckenhäuser zurückziehen.

Es braucht also Kompromisse und es braucht internationale Vereinbarungen, damit das Weltwissen endlich besser genutzt werden kann. Die Re-Monopolisierung von Bildung, wie sie im UK und in den USA bereits Gang und Gäbe ist, stürzt die Welt in ein von Eliten provoziertes Chaos zur Sicherung des eigenen Machterhaltes.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2012 12:27 Uhr
alexander leblanc

Was für eine bodenlose Respektlosigkeit und Fehleinschätzung



Die Urheber sind es, die die Welt maßgeblich voran bringen, die sie 'besser' machen.

Durch echte Substanz und Kreativität.

Durch Denkanstöße intellektueller und ästhetischer Art.

Durch künstlerische Durchdringung profaner Lebenswelten, die es oft erst möglich macht, 'neu' zu sehen und neu zu denken.

So ist das.

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Werner Grunewald

Mit "Wissen" hat das nur wenig zu tun

Diese Diskussion hat nur am Rande etwas mit Wissen zu tun. Noch nie stand uns so viel Wissen zur Verfügung wie heute. Was Sie meinen, ist Wissensvermittlung, und die darf und soll meiner Meinung nach von staatlicher Seite (also Schulen und Universitäten) gerne kostenlos sein. Das hat aber nichts damit zu tun, daß Fritzchen Pfeifer von nebenan seine gesamte Festplatte mit Filmen, Musik und E-Büchern ins Netz stellen dürfen soll, wie die Piratenpartei es fordert.

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Peter Nümann

p2p Filesharing und die Geschädigten

Hallo Herr Lauer,

dass Sie sich vorwagen, Verständnis und Kompromiss zu suchen, finde ich gut und der Weg der Piraten als Partei kann auch nur so aussehen. Wenn man sich den Shitstorm anschaut, dem Kreative im Netz ausgesetzt sind, wenn sie nicht mehr als ihr (geltendes) Recht einfordern, muss man schon die Behauptung wagen dürfen, dass deren massives Vorgehen nicht ganz unberechtigt ist, weil die Piraten dieser Verachtung eine moralische Grunlage bieten. Ich glaube gerne, dass Sie das beenden wollen, aber warum verbinden Sie das gleich wieder mit einem neuen Kampfbegriff, dem der "Abmahnindustrie"? Dabei handelt es sich um die Ermittler und Anwälte, die vor allem in p2p - Netzen im Auftrag der Urheber und deren Vermarkter gegen die Rechtsverletzungen vorgehen, die dort leider massenhaft und ohne einen "Veranstalter" stattfinden, den man a la Kim Schmitz wegen der gewerblichen Ausnutzung des Kopier-Netzwerks zur Rechenschaft ziehen könnte. Was ist denn Ihr Vorschlag für p2p?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.05.2012 19:44 Uhr
Carsten Schröder

Abmahnindustrie

Abmahnindustrie ist (für den deutschsprachigen Raum) sicher ein zu großes Wort, aber gewerbliche Abmahnungen sind ein durchaus lukratives Geschäftsmodell, bei dem moralische Grundsätze und Legalität dem Profit geopfert werden.
Vor einiger Zeit z.B. ist ein lokaler Anwalt in meiner Umgebung wegen massenhafter unberechtigter Abmahnungen angeklagt worden (der Prozess dürfte sich noch einige Zeit hinziehen), ein älterer Herr in meiner Verwandtschaft wurde Opfer einer sehr zweifelhaften Abmahnung wegen P2P-Urheberrechtsverstoß. Obwohl er selbst keinerlei P2P Netzwerke nutzt, riet ihm sein Anwalt trotzdem zu einem Vergleich, da die Rechtslage eindeutig den Kläger bevorzugt und die Kosten eines Verfahrens selbst bei günstigem Ausgang wesentlich höher ausfallen könnten, als die des Vergleichs. Die abmahnende Kanzlei verschickt offenbar mehrere dutzend (vielleicht hundert) Abmahnungen täglich, wenn nur 10% der abgemahnten aus dem gleichen Grund zahlen, ist der Profit enorm.

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Paul Rabe

In einer transparenten Gesellschaft gibt es kein "Geistiges Eigentum"

Geistiges Eigentum setzt vorraus, daß dieses ein Knappheitsgut ist.
Nur in einer Gesellschaft in der man viele Mitglieder von diesem ausschließt behält geistiges Eigentum seinen Wert, denn nur was knapp ist, hat in der Marktwirtschaft auch einen Wert.

In einer transparenten Gesellschaft in der Informationen aller Art über das Internet allen Mitgliedern zur Verfügung stehen, kann es aber keine Knappheit an genau diesen Informationen geben (auch künstlerische Werke sind nur Informationen in digitaler Form)
In dieser Gesellschaft gibt es keinen Preis für Information, so wie es heute keinen Preis für Luft gibt.

Genau hier liegt ein grundsätzlicher Wiederspruch in der "Ideologie" der Piraten, bei dem diese sich irgendwann entscheiden müssen.

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Bandas Naike

Ihr Versuch, Herr Lauer, die Wogen ein wenig glätten zu wollen, in allen Ehren,...

- wie der Nutzer legal an ein Werk kommt, das er konsumieren will: Wie wär's mal mit dem Versuch, das betreffende Werk käuflich zu erwerben?
-"Markt statt Mäzenatentum": Da stimme ich Ihnen zu; nur besteht der Markt nicht allein aus der Nachfrageseite.
- "das Internet, Wiege unserer Sozialisation": Das ist Pathos in reinster Form! und nebenbei ist ihre Aussage Schwachsinn! Die "Wiege der Sozialisation" sind für alle Menschen in aller 1. Linie die Eltern u.a., die einem Neugeborenem die Welt, wie sie sie sehen, vermitteln.

@Saerdna/Geissler: Ist das so schlimm, wenn man etwas nicht sofort bekommt? Wenn US-Serien in D nicht sofort gratis heruntergeladen werden können, können sie D nicht dafür verantwortlich machen. Das ist Sache der USA. Und wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, wirds teurer. Den Anbieter kann man nicht dazu zwingen, wegen der hohen Nachfrage, sein Angebot zu erhöhen und die Preise zu senken!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 02:27 Uhr
beate geibel
beate geibel (emmapeel) - 13.05.2012 02:27 Uhr

Territoriale Rechte in Zeiten des Internets, ich lach mich schlapp

Es liegt sehr wohl an den nicht vorhandenen Angeboten. Die Musikbranche hats vorgemacht, wie man es NICHT machen soll und die Nachfrage im Netz für digitale Musik komplett unterschätzt und ignoriert. Die Film- und Tv Branche macht genau den gleichen Fehler noch einmal.
Die Nachfrage an digitalen Inhalten, Streaming Servicen ist rießengross, gerade was Tv Serien angeht, denn bezüglich genau diesen Inhalten leben wir hier in Deutschland im Fernseh-Niemandsland.
Aber anzunehmen, jeder Mensch sei erst mal potentiell ein Dieb, wenn er im Netz unterwegs wird, ist eine Frechheit. Zumal wir "Diebe" jeden Tag dafür sorgen das Medieninhalte in allen sozialen Netzen geteilt werden. Sprich wir alle machen jeden Tag kostenloses Marketing für alle Arten von Medieninhalten. Wir erreichen wesentlich mehr potentielle Käufer als Anzeigen, Flyer, Radio- oder TV Werbung. Obendrauf kommt noch, das Kaufentscheidungen heute sowieso fast ausschlieslich aufgrund von Empfehlungen im Freundeskreis passieren.

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