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Online-Filmgeschäft Die Videothek von morgen

16.09.2006 ·  Für Filmfreunde ist das Internet zu einer Fundgrube geworden. Serien und Filme holen sich die Fans aus dem Netz. Noch steckt das Online-Filmgeschäft in den Kinderschuhen. Doch immer mehr Anbieter buhlen um die Kunden. Die DVD wird überflüssig.

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Brandneue Kinofilme und aktuelle Fernsehserien: Das Internet ist für Filmfreunde zu einer Fundgrube geworden. Sie holen sich ihren Lieblingsfilm aus dem Netz ins Heimkino - statt in die Videothek zu gehen oder eine DVD zu kaufen. Was so verführerisch klingt, steckt noch in den Anfängen. Bislang ist das Angebot recht überschaubar. Und die Filmstudios machen den größten Teil ihres Geschäfts noch immer mit DVDs. Doch das könnte sich bald ändern.

Apple steigt ins Online-Filmgeschäft ein. Nach dem Siegeszug des digitalen Musikabspielgeräts iPod bietet der Computerhersteller ab sofort ganze Spielfilme zum Herunterladen über seinen Internetdienst iTunes an. Die Übertragung vom Computer zum Fernseher soll im digitalen Zuhause der Apple-Gemeinde über eine drahtlose Box „iTV“ laufen, die Anfang kommendes Jahres auf den Markt kommen dürfte. Zunächst ist das Angebot allerdings schmal: Lediglich 75 Filme aus Disney-Studios werden zeitgleich mit den DVD-Veröffentlichungen angeboten. Sie sollen ein wenig günstiger sein als die DVDs und zwischen 9,99 und 14,99 Dollar kosten. Das Filmangebot gilt bislang nur in Amerika.

Die Konkurrenz wird größer

Apple ist kein Pionier. In den Vereinigten Staaten hat sich mit Amazon, Cinemanow und Movielink bereits Konkurrenz etabliert. In Deutschland bieten beispielsweise Arcor, one4movie, in2movies, maxdome und T-Online Vision Filme zum Herunterladen an, das sogenannte Video on Demand. Der Online-Händler Amazon startete erst vor wenigen Tagen mit einem Film- und TV-Angebot auf dem amerikanischen Markt. Bald sollen Filme von mehr als 30 Studios und Fernsehsendern im Angebot sein. Die meisten Streifen kosten zwischen 7,99 und 14,99 Dollar.

Quelle: chf., Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17.09.2006
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Von Rainer Hank

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