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Mobilität Akademiker ziehen häufig für den Job ins Ausland

Jeder siebte Akademiker hat schon für einen Arbeitsplatzwechsel schon einmal den Schritt ins Ausland gewagt. Das Gehalt spielt dabei für die Grenzgänger angeblich keine entscheidende Rolle.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (45)

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Harald Sulzmann

Es sollte fuer eine Exportnation wie Deutschland...

eigentlich selbstverstaendlich sein, dass Fachkraefte ins Ausland gehen. Ziel muss sein, dass dies zeitlich befristet erfolgt und nach Rueckkehr die Erfahrungen eingebracht bzw. werden koennen. Insoweit ist die "Aufregung" ueber deutsche Akademiker und ob es nun hier oder da besser ist eigentlich unnoetig. Leider ist es in Deutschland so, dass sowohl beim Staat als auch in der Wirtschaft diejenigen belohnt werden, die ihren Hintern auf dem selben Platz jahrelang wohlig abgesessen haben und ihr Netzwerk gepflegt haben. Dazu die in den letzten Jahren wiedergekehrte "wilhelminische" Einstellung der deutschen Gesellschaft hinsichtlich vorauseilendem Gehorsams und der sadomasoschistischen Lust von Politik und Gesellschaft die individuellen Lebensentwuerfe jedes Einzelnen zu kanalisieren und vorzuschreiben. Gerade aber unter Fachkraeften findet man eben Leute die selbstbewusst ihre Zunkunft in die eigene Hand nehmen wollen und es gibt eben Laender in denen dies eher moeglich ist.

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Clara West

Gruß nach Deutschland

Es lebe die Freiheit und die Freizügigkeit.

Es glich einem Freudenfeuer, als wir vor unserem Umzug die Aktenordner mit den Bewerbungen schreddern konnten. Akademiker (Ingenieur) mit einschlägiger Berufserfahrung bzw. Karriere, flexibel, mehrsprachig - allerdings jenseits der 45 aber unter 50.

Ich denke immer noch an diesen armen Tropf mit seiner Münzsammlung, der im letzten Jahr durch die Medien ging. Er (Bauingenieur), mittlerweile über 50, hatte vor ein paar Jahren seinen Job verloren und - dummerweise - beim Amt seine Münzsammlung angegeben, die er nun gefälligst zu verscherbeln hat. Heute hat der Mann wieder Arbeit - als Lagerarbeiter. Ist das nicht toll? Es herrscht Fachkräftemangel.

Ich erinnere mich an Jobangebote, in denen für einen ausgebildeten Ingenieur Gehälter von 1700 Euro brutto angeboten wurden. Dafür durfte der Bewerber dann auch "gern älter" sein.

Wir werden nicht zurückgehen - unsere Kinder auch nicht. Sie werden sich das Land ihrer Träume aussuchen können.

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 06.01.2013 10:35 Uhr

Deutschland schafft sich ab...


.. (diesen provokanten Titel musste ich hier verwenden).

Deutschland galt mal als Land der Dichter und Denker, dann als Land der Ingenieure. Das ist Vergangenheit.

Als Diplombiologin habe nach dem Studium auch nicht gleich etwas gefunden, musste mich auf eigene Kosten noch zusatzausbilden, ich war vom Amt abhängig. Was ich dort so erlebt habe ist zum Fremdschämen, man bot mir ein Umschulung zum Callcenter-Agenten (wie es Neudeutsch heisst) an, gemeinsam mit Schulabbrechern. Meiner Arbeitsvermittlerin musste ich erklären, was der Untschied von Lehramt-Biologen und Diplom-Biologen ist. Der Weg zur Arbeit ging nur über Selbstinitiative, Praktika und sogar Mini-Jobs.

In Deutschland herrscht ein widerlicher Sozial- und Bildungsneid, es gibt viele Firmen, in den völlig inkompetente Personaler sitzen, was die wollen sind nützliche Idioten, keine selbständig Denkenden. Und die gutbezahlten Pöstchen werden sich gegenseitig zugeschanzt.

Da hilft nur noch Auswandern.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 18:34 Uhr
Wolfgang von der Beeck

Das weiss Herr Fischer vermutlich selber nicht

Der Mann hat ein so schwaches Konzentrationsvermögen,das er meinen Namen jedes Mal anders falsch schreibt,obwohl er ihn vor der Nase hat.
Dann schreibt er auch noch,das die Guten (wer immer das in seinen Augen ist) Deutschland verlassen und die weniger ! Guten zurueck bleiben.
Also wir sind schon lange weg und er ist noch da.
Was soll man davon halten.
Herr Fischer möchte sich offenbar nicht informieren,sich nicht austauschen,nicht helfen und auch nicht klueger werden.
Vermutlich möchte der Mann nur seinen Frust los werden und provuzieren.

so long

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 06.01.2013 17:08 Uhr

Was wollen Sie eigentlich, Herr Fischer?


Die Mitverantwortung ist die, dass ich einen Beruf habe. Oder was meinen Sie hören zu wollen. Hier mosert keiner rum, hier werden Erfahrungen geschrieben.

Wenn Ihnen das nicht passt ist das nicht mein Problem. Wir können gerne über das Thema diskutieren, aber nicht irgendwelche Ressentiments breittreten, auch wenn Sie welche lesen wo gar keine sind.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 06.01.2013 15:06 Uhr

Danke für Ihren Bericht! Sie haben (leider) völlig recht Frau Hoffmann!

"In Deutschland herrscht ein widerlicher Sozial- und Bildungsneid, es gibt viele Firmen, in den völlig inkompetente Personaler sitzen, was die wollen sind nützliche Idioten, keine selbständig Denkenden. Und die gutbezahlten Pöstchen werden sich gegenseitig zugeschanzt." Deckt sich komplett mit meinen Erfahrungen!

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Wolfgang von der Beeck

Jedermanns ureigene Sache ?

Abgesehen davon,das ich mir in meinem Leben meine Arbeit immer ! selbst gesucht habe,könnte man ja einmal darueber nachdenken warum es diese teure Behörde namens Arbeitsagentur ueberhaupt gibt.
Frau Nadine Hoffmann ist Steuerzahler/Sozialabgabenzahler und finanziert somit die gut bezahlten, beamteten Planstellen der Arbeitsagentur.
Meinen sie nicht auch das sie hier dann mit Recht auch etwas erwarten kann ?

so long

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 06.01.2013 12:28 Uhr

Haben Sie überhaupt richtig gelesen?


Ich weiß nicht, warum Sie hier (sozialneidische) Pfeile abschiessen, ich jammer nicht rum, ich schildere meine Erfahrungen. Die müssen Sie nicht teilen, deswegen sind es ja auch meine.

Dass Sie keine Ahnung vom Markt der Biologen haben zeigt mir der Hinweis mit der Selbständigkeit.

Haben Sie sich mal überlegt, warum jeder einen Deutschkurs nachgeworfen bekommt, ich meiner Arbeitsvermittlerin aber erst einmal erklären muss, was ein Diplombiologe ist. Oder warum Akademiker durch Monate mit Praktika und Mini-Jobs gehen müssen, während uns hier etwas vom Fachkräftemangel erzählt wird? Das meine ich, und das hätten Sie auch rauslesen können.

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Wolfgang von der Beeck

Natuerlich ist es das Geld !

Hier in Schweden und Norwegen,aber auch in der Schweiz,AUS,USA und Kanada habe ich noch keinen Deutschen getroffen,der nicht wegen des Geldes das deutsche Multikulti-Niedriglohnparadies verlassen hat.
Natuerlich gibt es auch noch andere Gruende,wie den deutschen Nationalmasochismus,verordneter ewiger Schuldkomplex,ständiger Verrat der Interessen der eigenen, deutschen Bevölkerung,ständig wachsende Gängelei durch deutsche Behörden,usw.. Wer möchte schon in einem Land leben,was sich abschafft ?
Allein Kohl´s € nicht in der Tasche haben zu muessen ist schon Grund genug Deutschland zu verlassen.
Gerne tut man das natuerlich nicht und wir fuehlen uns auch ,genau wie viele Andere auch, aus D. vertrieben,was ueber die Jahre einen gewissen Zorn auf die deutsche Finanz-und Buerokratenoligarchie wachsen lässt.
Eines Tages,wer weiss.... .

so long

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 18:14 Uhr
Wolfgang von der Beeck

Wollen sie lediglich provozieren ?

Woraus schliessen sie ihre Aussage,Herr Hans-Peter Fischer, oder wollen sie nur provozieren ?
Ich kann ihnen versichern,das eine gute Qualifikation plus umfangreicher Sprachkenntnisse und finazieller Mittel Voraussetzung fuer eine Auswanderung ist.
Lediglich in Deutschland kann jeder kommen und die Hand aufhalten.
Meine Frau und ich haben unsere Arbeitsverhältnisse in Deutschland vor knapp 10 Jahren gekuendigt,als wir nach Skandinavien gegangen sind.
Arbeit in Deutschland hat sich fuer uns einfach nicht mehr gelohnt.

so long

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Wolfgang von der Beeck

Von welcher Geisteshaltung sprechen sie

Herr Hans-Peter Fischer?
Können sie hier auch konkret werden,oder ziehen sie es vor nur zu schwadronieren ?
Langweilen sie die Leser hier aber bitte nicht wieder mit der ueblichen deutschen Propaganda,nach der Menschen die in Deutschland berechtigte Kritik an unerfreulichen Entwicklungen ueben
natuerlich niedrig qualifizierte Aussenseiter vom Lande sind,die nur jammern,neidisch und natuerlich Nazis sind,kleine Kinder beissen,usw..

so long

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Wolfgang von der Beeck

Gerade erst angefangen zu studieren ?

Dann warten sie einmal ab bis sie anfangen in Deutschland Geld verdienen zu muessen.
Wenn sie sich irgendwann einmal nach einem letzten Mal bei Mama Näschenputzen gut bezahlt,ueberversorgt mit fragwuerdigen Nutzen auf einer der vielen ueberfluessigen Behörden in D. zur Ruhe setzen können, oder auf Grund von hoher Geburt gleich ein ueberbezahltes Vorstandmitglied werden,am Besten in der Finanzwirtschaft,bei der Bahn,oder irgend einem DAX-Unternehmen,dann ! werden sie garantiert nicht auswandern und bestimmt nicht aus finanziellen Gruenden.
Normalerweise ist dies aber nicht der Fall.
Fragen sie nur einmal einen der 300000 Deutschen,die in die Schweiz ausgewandert sind,warum sie sich zu diesen Schritt entschlossen haben.
Von meinen Geschwistern lebt nur noch einer in Deutschland.
Sie sind noch nicht einmal ins Berufsleben eingetreten,mussten am Ende noch nie auch nur einen € verdienen und kommen hier mit Garantien !!!!?????

so long

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Frederic Bloch

Garantiert NICHT

Ich bin zwar gerade erst Student geworden, aber Ihre Meinung dazu ist doch wohl mehr als Zweifelhaft. An der Schule, Universität und auch sonst überall, bekommt man eingeredet, dass man doch ins Ausland gehen soll, zumindest für ein paar Monate. Und das hat hier nur in so fern was mit Geld zu tun, dass man bessere Stellen bekommt, wenn man schon ein wenig durch die Welt gereist ist! Das wollen Unternehmen nun einmal heutzutage. Die Statistik ist nämlich reichlich blöd gemacht. Hätten lieber einmal fragen sollen, wer das war und für wie lange, bevor sie wieder zurück kamen! Und vor allem - aus welchen Gründen!

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Hermann Rampf

Rund 77 Prozent der Befragten gaben an,...

...den Wohnort noch nie aus beruflichen Gründen gewechselt zu haben.
Das ist nicht aussagekräftig! Ich habe fast 10 Jahre lang als Servicetechniker - überall - in der westlichen Welt gearbeitet, ohne meinen Wohnsitz zu wechseln.

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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 06.01.2013 09:14 Uhr

Für Wissenschaftler gehört es zum guten Ton

ins Ausland gegangen zu sein. Umgekehrt gilt auch für ihre Arbeitgeber, dass sie offen für Ausländer sind. "Diversity" gilt als Wettbewerbsvorteil in Forschungslabors. In vielen Ländern sind dort die Einheimischen in der Minderheit. Dass Hochqualifizierte ihr Heimatland verlassen ist wohl einfach eine Folge der Globalisierung des Arbeitsmarktes für diese Berufsgruppe.

Überraschend ist nur, dass diese Züge an Deutschland vorbeizugehen scheinen. Hier sind die Labors und Entwicklungsabteilungen oft ethnisch weitgehend homogen. Mit Geld hat das wohl wenig zu tuen. Eher mit einer informellen Auswahlpraxis und der Bequemlichkeit, zB der fehlenden Bereitschaft durchgehend Englisch zu sprechen. Die skandinavischen Länder und die Schweiz sind hier wohl auch wegen ihrer Grösse sehr viel weiter.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 13:12 Uhr
Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 06.01.2013 13:12 Uhr

Wirklich?

Hängt vielleicht von der Branche ab. Zumindest für die Labors eines grossen schwedischen Pharamaunternehmens galt das früher nicht. Internationale Schulen für die ausländischen Mitarbeiter und in der Firma alles auf Englisch.

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Wolfgang von der Beeck

Sie träumen!

Hier in Schweden hat man ohne brauchbare Schwedischkenntnisse kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt,und das obwohl eigentlich jeder Schwede deutlich besser englisch spricht wie der grösste Teil der ueberbezahlten Vorstände in Deutschland.
Gerade die kleinen Länder haben so etwas wie einen Komplex,weil kaum Jemand ihre Sprache spricht.
Auf der anderen Seite wird man gefeiert wenn man mit guten Sprachkenntnissen ins Land kommt.
Die fuehlen sich dann gewertschätzt.

so long

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heide schweizer
heide schweizer (HHJL) - 06.01.2013 09:30 Uhr

Austausch

In Frankreich wird ausschliesslich franzoesisch gesprochen! und es geht.

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nikolaus hesse

...am Beispiel des Jesco von Puttkammer..........


Die sog. "Forscher" + Naturwissenschaftler, sollen sie doch in U.S.A., Russland, Israel, Iran, Indien

und inzwischen sicher auch schon Tuerkei bleiben, wir wollen sie nicht!!!!!
Die von den grossen deutschen Geisteswissenschaftlern+Humanisten Trittin, Roth, Kuenast, Altmeier, Gabriel und

Westerwelle auf den Weg gebrachte Energiewende hat den Beweis erbracht, dass Deutschland keine Forschung braucht. Die sogenannte Forschung ist ein Irrweg, sozial ungerecht und direkt am Menschen vorbei.
Wenn Puttkammer meinte, "dass durch ein solch „friedliches Rüstungsprogramm“,(Anm. space-
shuttle), Mittel gebunden wären, die„andernfalls in den militärischen Bereich gesteckt würden“,
dann frage ich:
Wieviel gute Taten haette man mit den von Puttkammer so bezeichneten"Mitteln" stemmen koennen: Wieviel migrantisches Leid haetten wir lindern koennen?
Welch' grossartige Willkommenskultur haetten wir mit diesen "Mitteln" aufbauen koennen?

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Sven Mueller

Auch ich kann nur jedem (jungen, maennlichen) Akademiker raten ...

... ins Ausland zu gehen. Als ich 2008 nach 8 Jahren in den USA wieder nach Chemnitz kam, musste ich HIV beantragen und fand nach 4 Monaten eine Sprachschule, die bereit war, mich statistisch 10 h/Woche als Freiberufler für Englischunterricht zu beschäftigen. Zusätzlich arbeitete ich ich als Übersetzer und Korrekturleser. 2009 verdiente ich 963,- Eu/ Monat. 04 und 05/2010 waren's dann nur noch 820,-. Man ziehe davon 211,- Eu KV/PV und 345,- Warmmiete ab. Im Mai 2010 'fand' ich - durch Zufall - eine befristete Stelle an der TU Chemnitz (Schwangerschaftvertretung). Natürlich habe ich mich während dieser Zeit weltweit auf alle möglichen Stellen beworben.
Ich habe an der FU Berlin Linguistik studiert (Abschluss 1,1; MA-arbeit, veröffentlicht 2000). In den USA habe ich in 'Philosophie of Education' promoviert und während dieser Zeit weltweit auf alle möglichen Stellen beworben. Seit Januar 2011 arbeitet ich am College of Micronesia in der Suedsee in der Lehrerausblidung.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2013 07:49 Uhr
Sven Mueller

Quark

Hallo, Herr Bloch,
bitte kommen Sie von Ihrem hohen Ross wieder runter. Erstens koennen selbst Sie nicht in die Zukunft sehen, und, zweitens, mit meinem Magister in Linguistik und dem PhD in "Philosophy of Education" mache ich seit ueber zehn Jahren Lehrerausbildung. Sie wollen mir doch nicht erzaehlen, dass das nutzlos ist (was sollte man denn dafuer sonst studieren?). Ausserdem halte ich es fuer Unsinn zu behaupten, man haette mit einem Studium in den MINT-Faechern (und meinetwegen noch Medizin und Jura) eine Jobgarantie.

Sie muessen mich uebrigens auch nicht bemitleiden; es ist ja noch mal gutgegangen. Ich lebe auf einer tropischen Insel im Pazifik. Wieviel Grad sind's gerade in Deutschland? Kucken sie sich mal Pohnpei bei "Google-Earth" an; wenn Sie moechten, schick' ich Ihnen noch Fotos von den schoenen Frauen hier ...

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Sven Mueller

Schlaumeierei

Nichts fuer ungut, aber die Schlaumeierei, dass sich es generell--und nicht nur fuer Akademiker--aus vielen Gruenden lohnen kann, ins Ausland zu gehen, ist ueberfluessig. Das ist mir schon klar. Es ging im Artikel um Akademiker; deshalb bezog ich mich auch nur auf diese ...

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Sven Mueller

Danke,

Frau West. Die Schlaumeierei, dass man alles haette vorher wissen koennen, geht auch mir maechtig auf den Sender ;-). Ausserdem: Es gibt ja wohl genuegend arbeitslose Ingenieure (oder auch ander, die MINT-Faecher studiert haben), oder?

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Clara West

Wer sowas studiert....

und wenn nun alle MINT-Fächer studieren würden, hätten wir keine Probleme?

Das wäre ebenso absurd, wie die Idee, ganz Deutschland müsse sich nur aufmachen, um in Bayern, BW oder Hessen zu arbeiten. Mal abgesehen davon, dass die sich das schon in der Stellenanzeige vom Hals halten, indem sie explizit sagen, dass nur Bewerber aus dem Umkreis von 20 oder 50 km angenommen werden. Umzugswillige von der anderen Seite der Republik können also gleich da bleiben, wo sie sind.

Sind Sie mal auf einer deutschen Ingenieursmesse gewesen und haben die "Aussteller" besucht? Der größte Teil sind Personaldienstleister, die sich auf Ingenieurwesen verlagert haben. Echte Firmen finden Sie dort kaum.

Wenn es einen Fachkräftemangel gäbe, dann hätte Deutschland exorbitante Gehaltssteigerungen zu verzeichnen, unabhängig von jeder Lohnrunde. Firmen würden sich um gute Mitarbeiter überbieten. Davon kann nicht einmal ansatzweise die Rede sein.

Der Fachkräftemangel ist und bleibt ein Hoax!

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Frederic Bloch

Selbst Schuld

Es tut mir ja herzlicih Leid, dass Sie da solche Probleme hatten - aber wer heutzutage sowas studiert, muss auch damit rechnen. Es wird schon vor Studienantritt klar gemacht, dass man nicht gerade tolle Aussichten auf einen Job hat. Wer es trotzdem macht, darf sich nicht beschweren.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Karin Gossmann-Walter

Ja, auch für "normale" Leute empfehlenswert

bin keine Akademikerin, und nicht nur für die berufliche andere Erfahrung im Ausland ist es empfehlenswert, bereichert nicht nur beruflich - auch und besonders im privaten Bereich !

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Hermann Rampf

keineswegs nur..

.. für Akademiker sind berufliche Erfahrungen im Ausland empfehlenswert, sondern auch für "normale" Leute

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Frank Geiser

Es gibt kein schoeneres Land ...

... als Deutschland. Basta.

Was Politik und Grosskonzerne anstellen mag auf einem anderen Blatt stehen. Die unten angesprochenen "Praktika" und Heere der Leiharbeit sind mehr oder minder legale Sklaverei um die Lohnkosten zu druecken. Ohne waeren die deutschen Karossen noch teurer als sie es ohnehin schon sind.
Bin seit 15 Jahren in den USA und muss ehrlich eingestehen das ich die BRD oft vermisse.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 10:25 Uhr
George Rauscher

Na dann

kommen Sie mal flugs zurück und sehen sich den Saustall an, den "unsere" Politiker hier angerichtet haben. Ich wette das Heimweh vergeht Ihnen ganz schnell.

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Peter-Paul Gansen

Vielleicht bleibt mal kein andere Wahl

Ich selbst war bis jetzt nur aus Neugierde und "Abenteuerlust" für längere aber begrenzte Aufenthalte im Ausland tätig gewesen. In den letzten Jahren zweifle ich allerdings immer stärker an der positiven Zukunft dieses Landes und befürchte, dass ich irgendwann gezwungen werden könnte, hier endgültig wegzugehen. Die hiesige Entwicklung verläuft gar nicht nach meinen Wünschen. Die Ausrichtung stimmt einfach nicht mehr. Dem wirtschaftlichen Erfolg traue ich auch nicht weit. Vor allem habe ich kein Vertrauen in die Politik, wenn es darum geht, die Interessen von Menschen in meiner Situation zu vertreten, weder als Akademiker noch als Mensch jenseits der 50.
Eines ist klar. Ich setze in meiner Zukunftsplanung nicht mehr komplett auf dieses Land.

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John Doe
John Doe (daffy99) - 05.01.2013 22:10 Uhr

... aber das ist doch normal?

Jeder Akademiker mit ein paar Jahren Berufserfahrung ist hochspezialisiert und teuer - und muss einfach in regional erweitertem Umfeld suchen. Ist der Akademiker nicht hochspezialisiert, ist er auch nicht teuer. Ist er Feld-Wald-Wiese und kann - so die anderen Statistiken zur Arbeitslosigkeit unter Akademikern - am Wohnort in der guten Stube hocken bleiben.

Was erwartet denn der Spezialist für Load Management von Elektrizität? Dass die Jobs in Deutschland vor seiner Nase wachsen?! Bei dieser (sicherlich sinnvollen) Spezialisierung ist doch der Markt so eng, dass man das Netz viel weiter werfen muss. Also ab in die (überwiegend deutschsprachige) Schweiz! Oder: Spezialisierung über den Haufen werfen, Einkommenseinbussen hinnehmen aber dafür an seinem angestammten Sitz bleiben.

Offen gesprochen nervt mich die populistische Anbiederung in den bisherigen Kommentaren. Leistung zählt, die Partizipation an dem Gesellschaftssystem, das man sicht wählt. Nichts ist umsonst.

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Jan Höper

Stimmt, das Gehalt ist nicht entscheidend!

Ich möchte gerne den Bericht und die anderen Kommentare aus erster Hand bekräftigen. Es ist nicht das Geld, noch nicht mal ein fester Job, der uns nach Norwegen gelockt hat. Es sind die Rahmenbedingungen! Wir haben zwei Kinder und müssen nicht um Kindergartenplätze bangen, oder Angst davor haben, auf der "falschen" Schule zu landen, selbstverständlich gehen die Arbeitgeber davon aus, dass man Kinder bekommen möchte und entsprechend mindestens einer rechtzeitig zum Kindergarten muss...abgesehen von phantastischer Natur vor der Haustür.

Es erscheint manchmal unbegreiflich, wie ein Hochtechnologieland wie Deutschland so dumm sein kann, seine eigenen schlauen und motivierten Leute zu vergraulen, indem es z. B. nicht mal ein einheitliches Bildungssystem zu Stande bringt. Die Leute hier halten uns für verrückt, wenn wir von der Bildungshoheit der Länder erzählen.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 05.01.2013 16:09 Uhr

es gibt unzählige anektdotische Beweise für die Dysfunktionalität des deutschen Arbeitsmarktes!

Das von Frau Müller-Schmidt ist ein Beispiel. Meine Söhne begaben sich monatelang auf Jobsuche in Deutschland. Beide haben gute Uniabschlüsse und sind zweissprachig aufgewachsen. Festanstellung? Fehlanzeige! Was angeboten wurde war z.T. unverschämt ("Praktikantenposten" und MacJobs zum Hungerlohn). Trainee- oder Einarbeitung? Fehlanzeige! Einer arbeitet jetzt in Dubai im Controling eines Multis, der andere promoviert in Oxford. Ich kenne Beispiele Freunden mit s.g. "Teilzeitverträgen" in denen eine 20 Stundenwoche vorgegaukelt wird, aber 45 erwartet werden. Eine Umverschämtheit und - nebenbei bemerkt - Sozialversicherungsbetrug. Auch kenne ich jede Menge hochqualifizierte über 50-jährige, die händeringend eine Festanstellung suchen. Sie sind chancenlos in Deutschland, egal wie qualifiziert. Einer von Ihnen hat die Konsequenz gezogen und ist mit seiner Frau nach Singapur gezogen als leitetnder Angestellter eines australischen Logistikkonzerns. Ich könnte die Beispiele fortführen...

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Walpurga Müller-Schmidt

Tausche promovierten Ingenieur gegen analphabetischen Religionsfanatiker

Wer würde den Tausch eingehen? Bevor alle "Nein, auf keinen Fall" schreien: Liebe Deutsche, ihr seid eine der wenigen Nationen, die das im grossen Stil abwickeln. Gerade so, als würden Analphabeten das BIP massiv steigern und Ingenieure nur Erstgenannten die wertvolle Luft wegatmen.

Allein im Kanton Zürich (Zahlen der dt. Botschaft in der Schweiz) leben inzwischen über 80.000 Deutsche. Davon haben mehr als die Hälfte ein abgeschl. Studium, 40% sind aus der Altersgruppe 20-35 (Hallo Rentenversicherung!) und weniger als 10% haben KEIN Abitur.

Bestes Beispiel ist ein Bekannter von mir: 31 Jahre "alt", promovierter Informatiker, zweisprachig aufgewachsen (Engl.+Deutsch), Super-Spezialist für Load Management in Stromnnetzen. Beim Pflichtterim beim Arbeitsamt hat man ihm mitgeteilt, dass man für ihn wohl "nichts tun kann". Der kriegt locker 200k CHF im Jahr und sagt ganz klar: "In Deutschland arbeit ich nicht, das Steuersystem ist faktisch Enteignung."

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 09:40 Uhr
Winfried Schneider

Frau Müller-Schmidt

Ich sage nicht, dass das System gut ist, aber wenn ich als MINT-Absolvent zum AA ginge würden weder ich noch einer meiner früheren Kommilitonen tatsächliche Unterstützung erwarten die über den Rat "schauen Sie sich die Stellenanzeigen an" hinausgeht. Als Akademiker gehe ich leider davon aus, dass ich mir selbst helfen muss.

Das Amt ist überhaupt nicht in der Lage jedem Hochqualifizierten einen geeigneten Job zu vermitteln, denn dazu bräuchte es für jede Situation Spezialisten die am besten selbst in der Branche gearbeitet haben. Wenn ich zu der Dame beim Amt gehe und sage, dass ich Super-Spezialist für Load-Management in Stromnetzen bin, wird mich diese mit großen Augen ansehen und fragen wie man das schreibt. Wenn 5min später ein Pharmazeut kommt der Spezialist für xy ist wird sie die gleichen großen Augen machen. Sehen Sie meine Punkt?

Wohingegen der Analphabet zwingend auf die Unterstützung des Amtes angewiesen ist, da er nicht einmal in der Lage ist Stellenanzeigen zu lesen.

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Walpurga Müller-Schmidt

Herr Schneider, ist es richtig, wenn...

dass Arbeitsamt zwar für jeden Analphabeten einen Vermittlungsversucht macht, aber für promovierte Informatiker nicht? Ist das ihr Meinung? Das wäre gut angelegtes Geld, denn die Leute sind sonst ruck-zuck weg, für immer.

Nur bevor das Missverständnisse auftreten: Der Herr hatte während der Promotion einen befristeten Vertrag an der Uni. Immer wenn der Vertrag auslief musste er von Gesetz wegen sich arbeitslos melden, auch wenn sein Vertrag dann weiter verlängert wurde. Und jedes Mal wenn eine solche Meldung gemacht wurde, dann musste er dort antraben.

200k CHF ist für einen 31 Jahre alten Menschen sehr viel. Ich lebe selber in Zürich und komme auch mit weniger noch sehr gut zu Recht. Und die 80.000 (!!) Leute sind eben nicht ihre 0815 Verdiener, sondern das wären in Deutschland alles super Verdiener für die EInkommenssteuer. Deutschland schafft sich ab...

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Winfried Schneider

Werte Frau Müller-Schmidt,

a) Wenn ein Informatiker in D Arbeitslosengeld bezieht hat die Person grundsätzlich etwas falsch gemacht. Und dass eine Sachbearbeiterin beim Amt mit einem Promovierten überfordert ist, dürfte auch niemanden ernsthaft in Erstaunen versetzen.

b) Wenn Deutsche sich entschließen in die Schweiz zu gehen, dann in den meisten Fällen nach Zürich. Ergo sind ~50.000 Akademiker aus Dt. keine große Zahl bei 1.40 Mio Einwohnern im Kanton. Allein München und Köln zusammen haben über 120.000 Studenten. Von Abwicklung kann also keine Rede sein.

c) 200k CHF ist nicht viel wenn man die Lebenshaltungskosten und das Durchschnittseinkommen von Zürich kennt.

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Dieter Weber

Mein Neffe

hat bereits seine Facharztausbildung in der Schweiz absolviert und ist danach dort geblieben. Grund: Mehr netto vom brutto - dabei ist das höhere Preisniveau der Schweiz bereits einkalkuliert - und vor allem bessere Arbeits- & Forschungsbedingungen, wobei sich Letzteres nicht nur auf die finanziellen Aspekte bezieht, sondern auch auf die Wertschätzung seiner Arbeit durch seine Vorgesetzten. Viele deutsche Arbeitgeber haben immer noch nicht begriffen, dass auch sie sich dem Wettbewerb um die besten Köpfe stellen und entsprechend verhalten müssen, denn Deutschland ist bei hochqualifizierten Menschen aus aller Welt beileibe nicht mehr ein attraktives Immigrationsland der ersten Wahl.

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Ellen Ramcke
Ellen Ramcke (ellenR) - 05.01.2013 12:20 Uhr

Ich kann jedem jungen Akademiker nur empfehlen ...

ins Ausland zu gehen. Ich kenne einen Kollegen, Jngenieur,
Junggeselle, Lohnsteuerklasse 1. Von dem stolzen
Bruttogehalt 5000 € bleiben nach Abzug der Steuern und
Sozialabgaben nur noch schlappe 2500 netto.

Mit der Forschung ist das auch nicht mehr so doll in D.
Gestern hat sich in unserem TV der Spitzenkandidat der Grünen
Stefan Wenzel präsentiert. Im Kuhstall mit einer Mistgabel.
Das ist die Richtung in welche D gehen wird.

Mein Rat an junge Ings. Macht hier die Biege.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 16:57 Uhr
Christian Dossmann

Reichen 2500 EUR?

Sehr geehrter Herr Lyck,

wenn wir eine Diskussion darüber führen wollen, was jedem reichen soll, dann müssten wir den Betrag noch viel geringer ansetzen. Die Gesellschaft definiert hier ca. 1000 EUR. Ich will diese Diskussion aber gar nicht führen. Die Frage geht vielmehr in die Richtung, was wir verlangen können sollten. Und ich finde eben, dass 2500 EUR Netto für eine einzelne Person (oder meinetwegen auch mit Kind) wirklich sehr viel Geld sind und es wenig Gründe gibt noch erheblich mehr zu verlangen. Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen beträgt in Deutschland ca. 2900 EUR. Haushalt!

Realitätsverlust nenne ich solche Forderungen, weil man noch mehr verlangt, obwohl es einem schon besser geht als 2/3 aller Deutschen. Und all das viele Geld, das Akademiker an Steuern zahlen bekommen übrigens die armen Würstchen, die sich 40h pro Woche für 8,50 EUR/h und weniger den Rücken krumm arbeiten und ab 45 Jahren nur noch dem Gesundheitssystem auf der Tasche liegen können.

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Christian Dossmann

Blick in die Tabellen

Ihre Tabellen sind veraltet. Steuern liegen bei 1.194,34 EUR, RV+AV bei 536,55 EUR und KV+PV bei 373,08 EUR. Da bleiben am Ende 2.896,03 EUR bei 5000 EUR Brutto, Lohnsteuerklasse 1, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Jahr 2013. Es gibt ganz viele ganz aktuelle Brutto-Netto-Rechner im Internet, u.a. auch vom Bundesministerium für Finanzen. Die haben bis jetzt immer auf den Cent genau gestimmt.

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Carsten Lyck
Carsten Lyck (clyck) - 06.01.2013 14:56 Uhr

Gier-Mentalität???

Darf ich Ihrem Text entnehmen, dass 2500 reichen sollten, unabhängig davon, was man für eine Ausbildung hat und was man leistet?
Das kann doch nicht Ihr Ernst sein?

Es hat doch nicht mit Gier zu tun, wenn man nach Jahren der Uni-Ausbildung, in denen man nicht verdient hat, ggf. Schulden aufgenommen hat, nun mehr verdienen will als jemand, der seit der Schule Geld verdient hat?

Definieren Sie dann, was genug ist?
Welche und wessen Realität ist hier verloren gegangen?

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Ellen Ramcke
Ellen Ramcke (ellenR) - 06.01.2013 13:00 Uhr

Herr Dossmann

Ein Blick in die Tabellen:
5000 brutto - 1300 Steuer - 600 RV+AV - 450 KV = 2650 !

ABzüglich Beitrag Berufsverband (Zwangsmitgliedschaft)
Und mein Kol hat wohl noch ein Darlehen laufen.

Die Abgaben sind zu hoch! Wie sagt hier ein anderer Forist: Enteignung durch den Staat.
Finde ich auch.
Die Hälfte vom Brutto weg. Und jenseits von 5000 wird das noch schlimmer.

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Christian Dossmann

bleiben nur noch schlappe 2500 netto

Was ist denn daran schlapp? Von 2500 EUR kann eine vierköpfige Familie in Deutschland problemlos leben. Nun ist es ja in Akademikerhaushalten meist so, dass es zwei Gutverdiener gibt. Ein Nettohaushaltseinkommen von 4000 EUR und mehr ist da nicht ungewöhnlich. Ich verstehe diese Gier-Mentalität irgendwie nicht. Uns geht es so gut und vielen fällt nichts besseres ein als noch mehr Geld zu wollen. Vielleicht ist das Problem nicht das Geld sondern der hohe persönliche Anspruch. So etwas nenne ich Realitätsverlust.

Übrigens bleiben bei 5000 EUR Brutto nach Abzug aller Abgaben ca. 2900 EUR übrig, aber was sind schon 400 EUR!?

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heide schweizer
heide schweizer (HHJL) - 06.01.2013 08:18 Uhr

Ausland

Ich kann Ihnen zu fast allem beipflichten, besonders was unsere Grünen u.a. Politiker angeht. Ihre Empfehlung an Jungakademiker ins Ausland zu gehen, ich war selbst mehr als 40 Jahre im Ausland, habe aber kein Studium hinter mir und meine Steuern immer hier bezahlt, wuerde meiner Meinung nach Studiengebuehren hier in Deutshland rechtfertigen. Andererseits, woanders ist es anders aber nicht immer besser - eigene Erfahrung!

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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