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Mark Mobius Aktien aus Schwellenländern

05.09.2006 ·  Urlaub oder freie Wochenenden kennt er nicht, Weihnachten verbringt er in Tokio, weil dort keine Feiertage sind: Mark Mobius arbeitet hart für seinen Erfolg. Der 70jährige verdient sein Geld als Emerging-Markets-Chef von Templeton.

Von Thomas Schmitt
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Urlaub oder freie Wochenenden kennt er nicht, Weihnachten verbringt er in Tokio, weil dort keine Feiertage sind: Mark Mobius arbeitet hart für seinen Erfolg. Der 70jährige verdient sein Geld als Emerging-Markets-Chef von Templeton.

Der Mensch

Sein Vater war ein deutscher Bäcker, der nach Amerika auswanderte. Mark Mobius, der bereits 70 Jahre alt ist, studierte in Boston und ging 1969 nach Hongkong. Dort eröffnete er ein Büro für regionale Marktforschung. 1987 stieß er zur Fondsgesellschaft Templeton und übernahm die gesamten Aktivitäten in den aufstrebenden Schwellenländern, den Emerging Markets. Er leitet ein Team mit 50 Leuten, die er aber nur selten sieht. Denn 200 Tage im Jahr reist er von Land zu Land, um in afrikanischen Goldminen zu schürfen oder in türkischen Zementwerken zu wühlen. Urlaub oder freie Wochenenden kennt er nicht, Weihnachten verbringt er in Tokio, weil dort keine Feiertage sind. Schon morgens früh um sechs auf dem Hometrainer liest er Bilanzen. „Dieses Leben ist gnadenlos einsam - du überlebst nur mit Disziplin“, sagt er.

Das Konzept

Aktien aus Schwellenländern kaufen, die sonst niemand haben möchte und die daher extrem billig sind. Ob sie auch gut sind, muß er rausfinden. Er beobachtet 17.000 Unternehmen, aber nur 100 davon findet er wirklich interessant. Zu den besten Zeiten des Neuen Marktes ging sein Konzept nicht auf, weil er sich weigerte, teure Telekom- und Technologieaktien zu kaufen. Wie Warren Buffett geriet er unter Druck, weil die Performance seiner Fonds nicht stimmte.

Die Lehre

Wer in Asien investiert, also seine Fonds kauft, muß mindestens vier Jahre Geduld mitbringen. Wenn alle verkaufen wollen, sollte man ihnen helfen und kaufen, findet Mobius. Trotz der Scham über eigene Fehleinschätzungen macht er nach Verlusten weiter: Darunter dürfe das eigene Selbstbewußtsein nicht leiden. Zwölf Länder werden aus seiner Sicht die Emerging Markets dominieren: Indien, China, Brasilien und Rußland gehören dazu. Aber auch Indonesien, Mexiko, Argentinien, Südafrika, Nigeria, Ägypten, die Türkei und Polen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
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