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Libyen : Sohn von Gaddafi freigelassen

  • Aktualisiert am

Saif al Islam war einer der mächtigsten Männer in Libyen. Bild: EPA

Milizen haben den zum Tode verurteilten Sohn Muammar Gaddafis aus der Haft entlassen. Der Internationale Strafgerichtshof forderte vergeblich Saif al Islams Auslieferung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

          Eine bewaffnete Gruppe in Libyen hat die Freilassung des einst einflussreichsten Sohnes von Muammar al Gaddafi, Saif al Islam, bekannt gegeben. Die Brigade Abu Bakr al Sadik, die neben weiteren Milizen die westlibysche Stadt Sintan kontrolliert, teilte am Samstag im Online-Netzwerk Facebook mit, Seif al Islam freigelassen worden. „Er ist ab jetzt frei und hat die Stadt verlassen“, hieß es weiter.

          Die Freilassung des seit 2011 inhaftierten Gaddafi-Sohnes erfolgte auf der Grundlage eines Amnestie-Gesetzes, welches das Parlament in Tobruk erlassen hatte. Im ölreichen Libyen konkurrieren seit dem Sturz von Machthaber Gaddafi 2011 zahlreiche Milizen, Clans und konkurrierende Regierungen um die Macht. Die bewaffneten Gruppen in Sintan lehnen die von der internationalen Gemeinschaft anerkannte, in der Hauptstadt Tripolis ansässige Einheitsregierung ab.

          Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hatte im Jahr 2011 gegen Saif al Islam einen Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausgestellt. Das Gericht wirft ihm vor, die brutale Niederschlagung des im Februar 2011 begonnenen Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Gaddafi maßgeblich mitgeplant zu haben. Die Auslieferung des Gaddafi-Sohnes forderte der IStGH bislang vergeblich

          .

          Im November 2011 wurde Saif al Islam von Milizen, die aus früheren Rebellengruppen hervorgegangen waren, festgenommen und später in einem von der Vereinten Nationen und von Menschenrechtsorganisationen kritisierten Verfahren in Sintan zum Tode verurteilt.

          Quelle: AFP

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