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Passivhäuser im Hochgebirge Mehr Shuttle als urige Hütte

 ·  Im Hochgebirge entstehen neuerdings Unterkünfte im Passivhausstandard. Ein Schritt in die Zukunft oder guter Wille am falschen Platz?

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (6)
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Gert Muz
Gert Muz (HerrOber) - 11.01.2013 14:32 Uhr

Würde gut nach Frankfurt passen

...

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Joachim Schroeder

Schimmelpilzburgen!

Bis heute konnte der Baustoff Holz in seinen Eigenschaften und seiner
Kostengünstigkeit von keinem anderen Baumaterial, gerade in diesen Re-
gionen, geschlagen werden. Mit diesen ''Passivhäusern'' hat man sich
wunderbare Schimmelpilzburgen hingesetzt, die in einigen Jahren, für
teures Geld, grundsaniert werden müssen!

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Horst Ziegler

Raumschiffe in Bergen?

In den Polgebieten der Erde sind Passivbauten sinnvoll.

In den Bergen auf Höhen über den Wolken brauchen wir keine Quartiere für die Reichen. Ich halte viel von Verwurzelung und zwar im wörtlichen Sinne des Wortes und deshalb lehne ich diese Passivbauten -quasi Raumschiffe- ab.

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Heinz Kunz
Heinz Kunz (omgakawtf) - 09.01.2013 08:12 Uhr

1968: "Futuro Haus", das ist das Ei des Hochalpinismus

Der finnische Architekt Matti Suronen designete und realisierte im Auftrag eines Freundes eine Skihütte, das war 1968. Das Resultat war ein Ufo auf Metallfüßen mit dem bezeichnenden Namen "Futuro Haus". Es besteht hauptsächlich aus GFK und hat einen Durchmesser von acht und eine Höhe von vier Metern. Mit kompletter Innenausstattung wiegt es gerade einmal vier Tonnen. Gefertigt im Tal und dann mit einem einzigen Heli-Hub transportiert auch ökonomischer. Wenn man diese Idee wieder aufgegriffen hätte, mit neusten Werkstoffen ergänzt um Kollektoren etc. wären bestimmt keine 2, 4,2 oder 6,5 Mio. € fällig geworden, sondern wesentlich weniger, die sogar höhere Energieaufwandskosten im Verhältnis zur Nutzungsdauer nicht hätten kompensieren können. Ökologie hat dort seine Grenzen wo der Aufwand dafür nicht mehr ökonomisch ist. Wenn ich die Möglichkeit hätte, ein Futuro Haus zu bekommen, liebend gerne und sofort! Wer mehr dazu wissen möchte, einfach mal in eine Suchmaschine eingeben!

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Jochen Dümas
Jochen Dümas (eding07) - 08.01.2013 15:32 Uhr

sinnvoll und in manchen Fällen auch schön

Was "der überall präsente Dreck anderer Gäste", die ein Leser hier moniert, mit der neuen Hüttenbauweise zu tun hat, weiß ich nicht so richtig. Schlecht gelüftet (weil verschwitzte Hüttenbenutzer stinken und dies in den Bergen auch dürfen, trotzdem ein nachts geöffnetes Fenster vielen Mitschläfern im Schlaflager ein Gräuel ist) sind im übrigen auch viele konventionelle Hütten.
Ich schlafe im Winter oft in (meist ungeheizten) Winterräumen, wenn die Hütte nicht bewirtschaftet ist. Je besser eine Hütte isoliert ist, desto angenehmer ist es und desto weniger Probleme mit Schimmel und Feuchtigkeit. Moderne Konstruktionen sind diesbezüglich meist besser.
Wer in hochalpinen Hütten nächtigt, betreibt im übrigen Heli-Tourismus, weil alles (Verpflegung u. Energie) mit dem Helikopter nach oben geflogen werden muss. Wenn so weniger Energie transportiert werden, entlastet das die Natur.
Architektonisch interessant sind diese Hütten, gut auch für A. zum Profilieren, da in den Medien wahrgenommen.

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Closed via SSO
Björn Hiemer (bhiemer) - 08.01.2013 02:38 Uhr

Getrübter James Bond

Wer schon mal auf so einer Hitech-"Insel" genächtigt hat, weiß, dass das Hitech-Flair oft durch banale Dinge getrübt wird: Die Unmöglichkeit, einmal ordentlich zu lüften, der überall präsente Dreck anderer Gäste und allmählich versagende technische Systeme zerstören den Nimbus einer die Natur besiegenden Technik. Was man in einer klassischen Hütte romantisch gefunden hätte, wird in einer Hitech-Herberge zum intolerablen, ja bedrohlichen Störfall. Einzig gerettet wird die Situation durch den Umstand, dass beispielsweise am Mont Blanc kaum eine andere Bauweise sinnvoll denkbar gewesen wäre.

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07.01.2013, 09:48 Uhr

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