21.11.2012 · Der ägyptische Außenminister Amr hat eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt verkündet. Hillary Clinton begrüßte die Einigung in Kairo. Israels Ministerpräsident Netanjahu will der Waffenruhe eine Chance geben. Die Einwohner Gazas feiern ausgelassen.
Von Hans-Christian Rößler, JerusalemRichtlinien für Lesermeinungen
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Was gibt's da eigentlich zu jubeln:
Ist im Gespraech mit Israel eigentlich noch irgendein
politischer+militaerischer Ausgang denkbar,
den die Palaestinenser nicht in einen Sieg umdeuten?
Antwort: Solange die NGO's+der westliche Mainstream weiter das Geschaeft
Palaestinas betreiben ist keine Besserung in Sicht!
@ Nikolaus Hesse:
Ich weiß, dass es auch in Israel Menschen gibt, die die
Angelegenheit im Stillen und ohne Zeugen beerdingen möchten - im
wahrsten Wortsinn.
Zu den Bildern: Im allgemeinen freuen sich Menschen, wenn sie nicht mehr
damit rechnen müssen, von Bomben in Stücke gerissen zu werden,
oder Zeuge davon werden zu müssen, wie Menschen von Bomben in
Stücke gerissen werden müssen.
Aufgeschoben, nicht aufgehoben
Man möchte Ruhe im Nahen Osten.
Im Falle Ägyptens hat die USA einen vordergründigen Teilerfolg
erzieht.
Die Geldhilfen als Druckmittel werden aber auf Dauer die
grundsätzliche
Einstellung der Menschen gegenüber Israel nicht ändern.
Das Hauptproblem bleibt der Iran.
Und das schon seit Jahrzehnten.
Dieser agiert im Hintergrund und füttert radikale Richtungen und
unterstützt Terroristen, wie die Hamas.
Gaza feiert den Sieg über die verhassten Juden. Allahu akbar und Hamas-Fahnen sind auf allen Videos zu hören und zu sehen. Dieser Waffenstillstand ist ein Sieg für Hamas, die sich sammeln und dann neu beginnen wird. Milliarden an Fördergeldern fließen an die Terroristen , die so überhaupt keinen Grund haben von ihrem Ziel abzugehen: der Vernichtung der Juden. Und der naive Westen freut sich über den Sieg der Hamas.
UFF! 2Staatenlösung, Siedlungspolitik, Terror,...
Menschen sollen nicht sterben müssen, für das kollektive
Versagen der UN. Clinton kommt Jahre zu spät, Erdogan´s
Türkei ziemlich Selbstbewußt und Westerwelle ein Botenjunge
"unter Freunden".
Dieser Konflikt geht nun über, von Generation zu Generation. Ein
dauerhafter Frieden wäre für diese leidenschaftlichen Feinde
so fremd und doch so wünschenswert.
Der Iran hat offen zugegeben die Hamas zu finanzieren und auszurüsten - das kann so nicht bleiben.
Der Iran hat heute klar Position bezogen:Er rüstet die Hamas oder andere Terror-Einheiten im Gaza Streifen aus und finanziert diesen Haufen. Die Weltgemeinschaft darf das nicht länger hinnehmen.Frieden im Nahen Osten wird es nur geben, wenn die gesamte arabische Welt die Existenz Israels akzeptiert.Ändern können sie es sowieso nicht,es wäre also nur ein Akt der Klugheit.Es gibt in Israel 1 Million Araber mit israelischem Pass die dort alle Rechte und Vorteile genießen - ähnlich wie die Mohammedaner hier bei uns. Das wird aber von arabischer Seite nicht anerkannt, der Hass auf Israel scheint geradezu pathologisch zu sein. Die Palästinenser werden es nie auf die Reihe kriegen einen eigenen Staat aufzubauen, wenn sie ständig ihre Schrott-Raketen über die Grenzen schießen - ist das eigentlich so schwer zu begreifen? Immer wenn ein arabischer Führer mal vernünftig wird, wird er von seinesgleichen umgebracht - wie etwa Assad oder jetzt Mubarak. Hat das alles nicht doch mit dem Islam zu tun?
Die ersten Raketen aus Gaza sind also schon wieder geflogen. Mal sehen, wie lange es den
Terroristen und ihren Gesellen gelingt, die Finger vom Abzug zu lassen.
Nicht umsonst steht in der Gründungscharta der Hamas, dass
Verhandlungen Zeitverschwendung seien und die einzige Lösung
für "Palästina" der Dschihad sei. An dieses Wort
haben sich die Hamas und andere Terroristen noch immer gehalten.
Könnte ja sein, Herr Ficher,
dass es einige noch nicht mitgekriegt haben, weil die TV-Versorgung kaputtgebombt wurde. Ist aber nur eine Vermutung.
Besser als jede „Eiserne Kuppel“ sind gute Beziehungen zu den "Nachbarn"/Nachbarstaaten,
als Schutz, versteht sich. Um "gute Beziehungen" muss mann
sich bemühen. Jedenfalls kann diese Waffenruhe nur ein erster
Schritt sein. An der Verwirklichung einer
"Zwei-Staaten-Lösung" muss weiter hart gearbeitet weden.
Es wäre sinnvoll, dass auch die Europäer mal aktiv werden.
Reine Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr aus.
@Ballestrem: Na ja, der ist halt da, so gesehen kostenneutraler Auftritt. Ansonsten reiht er ...
... sich ein in die lange Liste der sich selbst referenzierenden Schwafelelite. W. War ja gerade auch auf der Tour "in achtzig Stunden um Welt" mit Exotenflugroute Deutschland-Singapur-New York über die Arktis, und wurde leider durch "Sandy" am Erreichen dieser historischen Marke gehindert. Was hat er da eigentlich gemacht, oder ist jemandem aufgefallen, dass der weg war? Aber schön, dass Sie so optimistisch sind, da überhaupt etwas zu erwarten, die Hoffnung stirbt zuletzt ...
ist die Zeit in der die Hamas neue Raketen organisiert. Die größte Bedrohung für die Existenz der Hamas ist der Frieden.
Was bedeutet das nun praktisch?
Werden die Terroristen keine Raketen mehr auf Israel schießen?
Oder bedeutet "Waffenruhe" das, was die Israelis sarkastisch
so kommentieren
Cease fire: we caese - they fire
denn die Hamas hat ihr Handvest nicht geändert und schwört ja ständig "immer weiter machen zu wollen". Nur mal eben die Arsenale auffüllen, wenn's nicht über Land via Rafah gehen darf, dann eben durch die Tunnel. Denn davon gibt es noch genug.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.11.2012 07:22 UhrLiebe Fr. van der Cremer.
Immer wieder sagt Barak, der israelische Verteidigungsminister, dass man im nahen Osten sich nicht leisten kann, schwach zu sein. Das gilt nicht nur fuer Israel, sondern fuer alle Nahostakteure, darunter auch Hamas.
Westerwelle's Gaza-Konflikt-Mnagement
Mich würde eine Nutzen-/Kostenalyse unseres Aktionismus-hungrigen
Außenminister Guido Westerwelle interessieren.
a) Welche praktischen Lösungsvorschläge hatte er in seinem
Gepäck?
b) Wer hat ihn und seine Lösungsvorschläge ernst genommen bzw.
wen interessierte das?
c) Mit welchen Konfliktparteien hat er nicht direkt gesprochen?
d) War sein Vorstoß mit der Europäschn Union abgesprochen?
e) Was hat Westerwelle konkret erreicht?
f) Was kostet den Steuerzahler sein Ausflug insgesamt?
Die deutsche Aussenpolitik....
....war, ist und wird so bleiben, naemlich, eine Geldkofferpolitik.
Herr Westewelle, genau wie Herr Abbas, hat keinen Einfluss auf Hamas und
noch weniger auf Israel. Manche Beobachter sagen, dass er, Westerwelle,
gar ein Vorsprecher Israels sei.
Die einzigen, die einen gewissen Einfluss auf Hamas haben, sind die
Aegypter, die wiederum von den Amerikanern teils abhaengig sind und
daher auch entsprechend beeinflussbar.
Fazit: Die Amerikaner regieren die Welt.
Sorry, aber so können Sie vielleicht eine Spedition führen, aber doch bitte kein Krisenmanagement
betreiben.
In den Stunden des Waffenstillstandes wären anderenfalls zig
Menschen ums Leben gekommen und Kausalzusammenhänge lassen sich
ohnehin nicht definieren. Was soll diese kaltherzige Technokratie? Oder
ist Ihnen Israel das alles nicht wert? Dann aber sagen Sie es doch ganz
offen.
Ich mag und schätze Guido W. allerdings auch nicht.
@Kosten? Dieser Krieg hat jedenfalls sehr viel Geld gekostet:
ausgefallene Arbeitszeit durch Einberufungen und Raketenalarme,
verbrauchte Militärgüter
wie Bomben und Flugzeugbenzin, Schäden an Gebäuden, etc.
Erste Schätzungen gegen von 600 Millionen bis 1 Milliarde Dollar
aus. Viel Geld.
Und da kommt Hr.Westerwelle ins Spiel. Es liegt auf der Hand, was er
seinen Freunden
dort zugesagt hat.
Zynismus pur
Ihre Durchlaucht, wie zynisch muß man sein, um Friedensbemühungen mit Kosten-Nutzen Analysen bewerten zu wollen. Ich bin froh über jeden, der sich um den Waffenstillstand bemüht!
Viele junge Männer im Gaza-Streifen haben nie ein ziviles Leben geführt.
Ähnlich den orientierungslosen ehemaligen Frontsoldaten der
Weimarer Republik würden sie für sich wohl kaum einen Platz in
einer friedlichen Gesellschaft sehen. Das einzige Ziel ihres Lebens war
es, g e g e n Israel zu kämpfen, ein Leben f ü r etwas kennen
sie ja gar nicht. Im Frieden wüssten sie wohl nichts mit sich
anzufangen. Ein geregeltes Berufsleben z. B. wäre für sie undenkbar.
Eine dauerhafte Lösung kann es wohl nur geben, wenn Ägypten
seine Grenzen für die Palästinenser öffnet. Die
amerikanischen und europäischen Zahlungen an Ägypten sollten
von der Bereitschaft abhängig gemacht werden, die
Palästinenser aufzunehmen. Die Enge des Gazastreifens fördert
natürlich die Aggression der Bevölkerung. (Allerdings muss
auch klar sein, dass kein Land der Welt eine Verdoppelung der
Bevölkerungszahlen alle 10 Jahre aushalten kann.) - Ob Israels
Sicherheit bedroht ist, wenn es das Westjordanland räumt, kann ich
nicht beurteilen.
@cornelia holtmann. Das Argument zieht,
aber vielleicht könnte man den "die vielen junden Männern
aus Gaza, die nie ein ziviles Leben geführt haben",
(möglicherweise auch nicht führen durften/konnten,) nach
erfolgter Einwanderung endlich einmal an ein ziviles Leben
heranführen; beispielgebend.
Barenboim zeigt doch wie es gehen könnte, aber seine
"Landsleute" sträuben sich mit Händen und
Füßen dagegen. Beispielgebend war doch wohl auch der
palästinensche Vater, der der Organentnahme aus dem Körper
seines kleinen Sohnes zugestimmt hat, wohlwissend dass das Organ (wenn
ich nicht täusche: das Herz) einem i s r a e l i s c h en Kind
(hier: Mädchen) das Leben r e t t e t.
Warum kommen solche Aspekte in Ihren Kommentaren so s e l t e n vor?,
wo sie doch einen Ausweg, e. gangbaren Weg, aus diesem ganzen Dilemma
aufzeigen. Sie sind doch eine intelligente und gebildete Frau.
Versöhnung, statt Kulturkampf. Einem Kulturkampf in ausgetreten
Pfaden, die mittlerweile so tief eingetreten sind, dass die Parteien
sich nicht mehr sehen.
@ Herrn Kern
Die Tatsache, dass sich die Hamas - die einen starken Rückhalt in der Bevölkerung hat - sich die Vernichtung Israels auf die Fahnen geschrieben hat.
Die ständigen Wiederholungen machen Ihre Behauptungen nicht richtiger, Herr Younis.
Die Palästinenser sind nicht vertrieben worden, sondern vor den Kampfhandlungen des arabischen Angriffskriegs geflohen. Warum leben denn noch Palästinenser - bei vollem Bürgerrecht - in Israel?
Ein wenig Kreativitaet darf man wohl erwarten.
Ihr "Loesungsansatz", die Palaestinenser auf der aegyptischen
Halbinsel Sinai anzusiedeln, ist nicht nur unkreativ, sondern sehr
schwachsinnig auch. Viele der Einwohner des Gazastreifens sind
Nachkommen derer, die im Jahre 1948 aus ihren Doerfern und Staedten von
den Zionisten gewaltsam vertriebenen Palaestinensern ud es waere nur
gerecht, sie zu ihren ehemaligen Doerfern und Staedten, die in der nah
gelegenen Negev-Wueste liegen, zurueck zu bringen.
Die Raeumung des Westbanks wuerde die Sicherheit Israel in keinster
Weise gefaehrden. Was Isrel wirklich gefaehrdet, sind die Siedler, die
immer mehr werden und darueber hinaus eine entartete Ideologie mit sich fuehren.
Was spricht eigentlich gegen eine
Einwanderung nach Israel?
@Cornelia Holtmann:
Mir fällt auch kein Grund ein, warum man die Grenze zum Sinai nicht
öffnen sollte. Schreiben Sie doch mal der israelischen Regierung,
was sie veranlasst, alle ihr möglichen politischen Druck
aufzubauen, um das zu verhindern. Es wurde ja schon mit den Zähnen
geknirscht, als nach Mubarak der Grenzübergang Rafah nicht mehr
ganz so dicht war.
Zu den Studienplätzen & Ausreiseverboten: Lesen Sie den Blog
"Life must go on in Gaza and Sderot", der beim letzten
Gaza-Krieg begonnen wurde.
Frau Holtmann,
"Die einzigen modernen industriellen Kleinbetriebe oder auch die
größeren Treibhäuser im Gazastreifen, die Ihrer Meinung
die Israelis aufgebaut haben," sind doch längst durch
israelische Bomben zerstört.
.
Übrigens: eine Öffnung der Grenze zu Ägypten wird von
Israel und den USA vehement
abgelehnt. Ägypten wird seit Jahren unter Druck gesetzt, dies nicht
zu tun. Ägypten ist
wirtschaftlich von den USA und der EU abhängig, das ist der Hebel.
.
Natürlich kann man die Frage stellen, warum Israel keine
Grenzöffnung will.
Die Antwort ist nicht schwer.
Meeresentsalzungsanlage
Israel wollte eine solche Anlage bauen, aber Hamas meint, das
können wir schon selbst. Na denn an die Arbeit. Und studieren kann
man auch dort, nur dann sollte die Führung für Ruhe sorgen.
Die Mittel sind da, Geld genug von überall her. Es gibt sogar
Millionäre und sehr reiche Scheichs die investieren wollen,
wenn..das Hamas Handvest abgeändert und dann eingehalten wird: ja,
es gibt einen palästinensisch-jüdischen Staat, den wir
anerkennen, der uns bereits geholfen hat und as weiterhin tun will.
Krankenhausbehandlungen, Kurse für Bio Erdbeeren Bauern. Das echte
problem ist wie in Aegypten: alle 30 jahre, oder noch eher, eine
Verdoppelung der Bevölkerung.. In 2045 kann Ägypten dann 160
Millionen (!) Einwohner haben..Zwischen Rafah und Alexandria entlang der
Küste ist noch Platz, aber auch Ägypten bekommt schon jetzt
Finanzprobleme. Die Golfstaaten und KSA (die Saudis) können da aber aushelfen.
Wenn Palästinenser daran gehindert wurden, einen Studienplatz im Ausland anzutreten, Herr Busse,
ist das wirklich bedauerlich. Ich wäre an den genauen
Umständen interessiert. Im Internet habe ich keine Informationen
über dieses Ausreiseverbot gefunden (es wäre nett, wenn Sie
mir Ihre Informationsquelle nennen könnten).
Darüber hinaus aber gilt es festzuhalten: Die einzigen modernen
industriellen Kleinbetriebe oder auch die größeren
Treibhäuser im Gazastreifen haben die Israelis aufgebaut. Eine
Bevölkerungsexplosion wie im Gazastreifen verkraftet kein Land. Die
sozialen Spannungen haben eben auch hier ihre Ursache. - Und was spricht
eigentlich gegen eine Öffnung der Grenze zum Sinai?
Was ist gegen eine Ãffnung zum Sinai einzuwenden, Herr Hinderer?
...
@ Cornelia Holtmann:
EIne dauerhafte Lösung kann es nur geben, wenn die Krawallrhetoriken und Unterstellungen auf beiden Seiten aufhören.
Viele junge Leute aus Gaza hatten einen Studienplatz im Ausland.
Den sie aber nicht antreten konnten, weil Israel sie nicht ausreisen liess.
In Gaza gibt es auch keine Arbeit, weil Israel a) den Export von
sämtlichen Produkten aus Gaza nicht zugelassen hat und b) Israel
gezielt sämtliche Industrie- und Handwerksbestriebe in Gaza beim
letzten Gazakrieg geplant zerbombt hat.
Übrigens auch die Wasseraufbereitungs- und Abwasseranlagen.
Wundert sich da jemand über Hass auf Israel?
Hans-Christian Rößler Jahrgang 1967, politischer Korrespondent für Israel und die Palästinensergebiete mit Sitz in Jerusalem.
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