http://www.faz.net/-gpc-6yclf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Veröffentlicht: 11.03.2012, 11:08 Uhr

Kenia Tote und Verletzte bei Anschlag in Nairobi

Bei einem Anschlag auf einen Busbahnhof in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind mindestens vier Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Die Polizei verdächtigt die islamistische Al Shabaab, den Anschlag verübt zu haben.

© AFP Polizisten sichern den Ort des Anschlags in Nairobi

Bei einem Anschlag mit Handgranaten in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind am Samstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Etwa 40 wurden verletzt, als unbekannte Täter am Samstagabend mehrere Sprengkörper aus einem Auto heraus in eine Menschenmenge an der „Country Bus Station“ warfen, berichtete die Zeitung „The Standard“. Etwa zwölf von ihnen liegen auf der Intensivstation, mehrere seien in einem äußerst kritischen Zustand. „Es gibt Befürchtungen, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte“, hieß es.

Die Polizei verdächtigt die islamistische Al-Shabaab-Miliz aus dem Nachbarland Somalia. Jedoch bekannte sich bis zum Sonntag niemand offiziell zu der Tat. „Das sind keine einfachen Kriminellen. Die Attacke war gut geplant, und den Waffen und der Taktik nach zu urteilen, war das wahrscheinlich eine ausgebildete Terrorgruppe“, sagte ein Polizeioffizier. Es ist der erste Anschlag dieser Art seit vergangenem Oktober. Damals waren bei Angriffen mit Granaten in Nairobi und an der somalischen Grenze mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden.

Mehr zum Thema

Die Anschläge wurden ebenfalls der Al-Shabaab-Miliz zugeschrieben und als Reaktion auf die Entsendung kenianischer Truppen in das Nachbarland gewertet. Kenia hatte in Somalia eingegriffen, nachdem mehrere europäische Touristen und Entwicklungshelfer von kenianischem Boden aus in das Nachbarland verschleppt worden waren. Nairobi befürchtete wegen der Entführungen negative Auswirkungen auf den für das Land wichtigen Tourismus.

Die Al-Shabaab-Miliz in Somalia kämpft seit fünf Jahren gegen die von der internationalen Gemeinschaft unterstützte Übergangsregierung in Mogadischu. Sie hat sich zu zahlreichen Anschlägen bekannt. Bereits vor Monaten sind die Rebellen weitgehend aus der Hauptstadt vertrieben worden. Jedoch sind sie nach wie vor im Zentrum und Süden des Landes aktiv.

Politik mit Urlaubern

Von Friederike Haupt

Ein verschärfter Ton gegenüber dem türkischen Präsident Erdogan ist angemessen – und dringend notwendig. Aber warum trägt Sigmar Gabriel den Konflikt auf dem Rücken von Urlaubern aus? Mehr 19 11

Abonnieren Sie kostenfrei die Newsletter der F.A.Z.

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen

Zur Homepage