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Nach Trumps Reform : Spahn befürwortet Steuersenkung für Unternehmen

  • Aktualisiert am

Noch ist Jens Spahn Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. Bild: Reuters

Ist die Belastung für deutsche Unternehmen im Wettlauf mit anderen Ländern zu hoch? Kurz vor seinem Abgang aus dem Finanzministerium bekräftigt Jens Spahn Forderungen aus der Wirtschaft. Deren Spitzenvertreter treffen heute die Kanzlerin.

          Die Steuersätze für Unternehmen in Deutschland sollen nach Vorstellung der Industrie sinken. Das Finanzministerium schlägt dazu eine abgestimmte Prüfung mit internationalen Partnern vor. „Wenn wichtige Länder wie die Vereinigten Staaten und Großbritannien die Steuersätze senken, sollten wir darauf eine Antwort finden“, sagte der scheidende Parlamentarische Staatssekretär Jens Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dies müsse „idealerweise mit Frankreich zusammen“ geschehen, so der CDU-Politiker, der in der neuen großen Koalition für das Amt des Bundesgesundheitsministers gesetzt ist.

          Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaft forderten vor einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Steuersenkungen für Unternehmen. Im Vergleich mit anderen Staaten bestehe die Gefahr, „dass sich Deutschland zum Hochsteuerland entwickelt“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, plädierte für eine Zielgröße bei der Gesamtbelastung der Firmen von 25 Prozent. Andere Länder zeigten, dass dies möglich sein sollte.“

          Amerikas Präsident Donald Trump hatte die Unternehmenssteuern zuletzt von 35 auf 21 Prozent verringert, um die Vereinigten Staaten auch attraktiver für internationale Investoren zu machen. Eine Angleichung der Bemessungsgrundlage für Unternehmenssteuern ist ein gemeinsames Ziel von Deutschland und Frankreich. Die Gesamtbelastung für Unternehmen in Deutschland durch Körperschafts- und Gewerbesteuer liegt derzeit bei etwa 30 Prozent.

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          Bei dem Gespräch Kanzlerin Merkel soll es um die Erwartungen der Wirtschaft an die große Koalition gehen, aber wohl auch um die amerikanischen Schutzzölle auf Stahl und Aluminium.

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