http://www.faz.net/-gpc-93kmw

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

In Thüringen : Gnadenfrist für junge Mischlingswölfe

  • Aktualisiert am

Die Bild einer Fotofalle zeigt Anfang Oktober sechs junge Wolfsmischlinge in Thüringen Bild: dpa

Bis zum Frühjahr soll versucht werden, die sechs jungen Wolfsmischlinge in Thüringen lebend einzufangen. Sollte das nicht gelingen, gibt es wohl keine Gnade mehr.

          Die sechs jungen Wolfsmischlinge auf dem Thüringer Truppenübungsplatz Ohrdruf (Landkreis Gotha) bekommen eine letzte Gnadenfrist. Die Nachkommen von Thüringens einziger bisher bekannter Wölfin und einem freilaufenden Hund sollen lebend eingefangen und in den Alternativen Bärenpark Worbis im Eichsfeld gebracht werden, kündigte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Mittwoch in Erfurt an. Dort steht nach Angaben des gemeinnützigen Tierschutzprojektes den sechs Hybriden ein etwa 1,5 Hektar großes Gehege zur Verfügung.

          Die Diskussion um die Mischlingswelpen war nach wiederholten Rissen von Schafen und Ziegen in unmittelbarer Nähe des Truppenübungsplatzes entbrannt. Seit Juli sind nach Angaben des Ministeriums 82 Herdentiere nächtlichen Angriffen zum Opfer gefallen, die der Wölfin und ihren Jungen zugeschrieben werden. Seit der Nachweis des Rudels mit Hilfe von Fotofallen gelang, wird zum Teil sehr emotional über seine Zukunft gestritten.

          Es gebe zur „Entnahme“ der Hybriden aus dem Naturraum aus rechtlichen wie Artenschutzgründen keine Alternative, betonte die Ministerin. In intensiven Gesprächen mit Schäfern, Natur- und Tierschützern, der Bundeswehr sowie Forstleuten und Wolfsexperten habe man sich nun dazu entschlossen, die Tiere lebend einzufangen. Solle das bis zum Frühjahr – dann beginnen die Nachkommen sich eigene Reviere zu suchen – nicht gelingen, sei ein Abschuss nicht ausgeschlossen, so die Grünen-Politikerin.

          Für das Aufspüren der Ruhezonen des Rudels und das Einfangen der Wölfin sowie der sechs Welpen ist das Lupus Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland im sächsischen Spreewitz zuständig. Das Einfangen soll mit Hilfe von sogenannten Schlingenfallen erfolgen, erklärte die Ministerin. Im Anschluss würden die Jungtiere in den Bärenpark gebracht. Die Wölfin erhalte im Erfolgsfall einen Funksender und werde wieder in ihrem angestammten Revier ausgesetzt. Dort wurde sie 2014 zum ersten Mal nachgewiesen.

          In dem Alternativen Bärenpark leben den Angaben zufolge aktuell fünf Wölfe und acht Bären, darunter viele frühere Zirkusbären. Ministerium und Parks strebten nun eine Kooperationsvereinbarung an. Der Bärenpark könnte so künftig in Thüringen zur offiziellen Auffangstation für Wildtiere werden.

          Weitere Themen

          Wut-Sozis und Brexit-Gemurkse

          FAZ.NET-Sprinter : Wut-Sozis und Brexit-Gemurkse

          Wohnen ist zur neuen sozialen Frage geworden, deswegen macht Angela Merkel das Thema heute zur Chefsache. Welche Fragen Andrea Nahles und Theresa May beantworten müssen, lesen Sie im FAZ.NET-Sprinter.

          Sprachenwirrwarr in der Pressekonferenz Video-Seite öffnen

          BVB : Sprachenwirrwarr in der Pressekonferenz

          Lucien Favres Muttersprache ist Französisch. Dennoch wird der Schweizer Trainer des BVB aus dem Deutschen ins Französische übersetzt. Und das zu seiner Verwunderung.

          Topmeldungen

          Kommentar zur SPD : Morsche Knochen, bloße Nerven

          Im Fall Maaßen steht die Regierungskoalition am Rande des Nervenzusammenbruchs – vier Sätzen eines Beamten halber. In der SPD lodert die Sehnsucht nach der Opposition. Doch es steht mehr auf dem Spiel als ihr Seelenheil.

          Brexit-Verhandlungen : Schlichtweg inakzeptabel

          Die Zurückweisung auf dem EU-Treffen in Salzburg hat die Briten schockiert. Premierministerin Theresa May reagiert trotzig. Die Gegner ihres Plans im Land sehen sich aber bestätigt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.