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Hendrik Leber Mit Sorge und Schrecken

Iris Origo schildert in ihrem Buch das Leben eines faszinierenden Unternehmers. Und es flößt einem Respekt ein vor Leistungen, die Menschen vor mehr als 600 Jahren vollbracht haben.

© Wagenbach Vergrößern

„Ich bin in so großer Besorgnis über so viele Dinge, daß es ein Wunder ist, daß ich nicht den Verstand verliere." So schreibt der Unternehmer Francesco di Marco Datini an seine Frau - vor mehr als 600 Jahren.

Datini handelt mit Luxusgütern aus aller Welt. Die Zeiten sind unsicher. Er weiß nicht, ob die Waren ankommen und ob die Versicherung im Verlustfall zahlt. Datini ist reich, doch der Staat greift dem Kaufmann und Bankier unerbittlich in die Tasche. Er lebt in ständiger Sorge um den Erfolg seiner Geschäfte und voller Mißtrauen, betrogen zu werden. Einzig seine Frau ist ihm ein Trost.

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Mit 75 Jahren stirbt Datini in Prato in der Toskana. Es ist das Jahr 1410. Iris Origo schildert in ihrem Buch das Leben dieses faszinierenden Unternehmers. Und es flößt einem Respekt ein vor den Leistungen, die Menschen vor langer Zeit vollbracht haben.

Hendrik Leber © F.A.Z.-Wolfgang Eilmes Vergrößern Hendrik Leber

Iris Origo: Im Namen Gottes und des Geschäfts, Klaus Wagenbach, 1997, ISBN 3803122902, 475 Seiten, 13,50 Euro.

Hendrik Leber ist Geschäftsführer der Acatis Anlageberatung für Investmentfonds in Frankfurt/M.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 09.01.2005, Nr. 1 / Seite 45

 
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