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Harte Bretter Abgabe für Kinderlose?

16.02.2012 ·  Gegen die Abgabe für Kinderlose wird der „Lebensentwurf“ ins Feld geführt, der nicht bestraft werden dürfe. Kinder sind offenbar Strafe genug.

Von Jasper von Altenbockum
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© kum.

Die soziale Ingenieurskunst hat schon viele Konstruktionen für Ehe, Kinder und Familie ersonnen. Warum also nicht auch das: eine Abgabe für kinderlose Paare, wie sie junge Abgeordnete aus CDU und CSU vorschlagen.

Ist das ein Ausweg aus der Demographie-Falle? Bislang wurde ein anderer Weg eingeschlagen. Familien mit Kindern wurden in der Kranken- und Sozialversicherung gegenüber Familien ohne Kinder entlastet, gefördert, jedenfalls besser gestellt wurden.

Nur beim Ehegattensplitting ergab sich daraus ein Dilemma, weil auch Ehen, die kinderlos sind (warum auch immer, und sei es, weil die Kinder schon aus dem Haus sind), einen Vorteil daraus ziehen. Das wollen SPD (und auch Teile der CDU) durch ein Familiensplitting ändern - obgleich es dabei doch nicht um den Schutz der Kinder, sondern der Ehe geht.

Doch „Lebensentwürfe“ werden nur dann als schützenswert ins Feld geführt, wenn es die emanzipatorischen sind. So wird gegen die Kinderlosen-Abgabe angebracht, dass ein Leben ohne Kinder nicht „bestraft“ werden dürfe. So wirkt die Förderung der Familien mit Kindern wie eine Kompensation für ein Leben, das schon Strafe genug ist. Vielleicht gibt es deshalb so wenig Kinder.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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