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Handball-Pokal : Kein Platz für Tiere

  • Aktualisiert am

Einzug ins Finale geschafft: Michael Haaß (vorne) und Fabian van Olphen vom SC Magdeburg Bild: dpa

Die Löwen scheitern in letzter Sekunde. Und auch den Füchsen geht es nicht besser. Flensburg und Magdeburg drehen die Halbfinalspiele beim Final Four im Handball-Pokal.

          Der Jubel kannte keine Grenzen. Erstmals seit 2002 spielt der SC Magdeburg wieder um den DHB-Pokal. Das Team von Trainer Geir Sveinsson gewann am Samstag beim Endrundenturnier Final Four in Hamburg sein Halbfinale gegen Cupverteidiger Füchse Berlin mit 27:26 (12:15). Für Magdeburg trafen vor 13.300 Zuschauern in der ausverkauften Arena Jure Natek und Marko Bezjak je fünfmal. Petar Nenadic warf neun Tore für Berlin.

          Gegner im Endspiel an diesem Sonntag ist die SG Flensburg-Handewitt, die zuvor dank eines Last-Second-Treffers von Jim Gottfridsson die Rhein-Neckar Löwen mit 24:23 (10:10) bezwungen hatte. Die Mannheimer gingen damit auch bei ihrer achten Final-Four-Teilnahme leer aus. Johan Jakobsson warf sieben Tore für Flensburg. Auf Seiten der Mannheimer traf Uwe Gensheimer elfmal.

          „Das Halbfinale war die erste Halbzeit, das Finale ist die zweite Halbzeit. Ich will das Finale gewinnen“, sagte Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes. Fast mit der Schlusssirene warf Gottfridsson gegen Niklas Landin ins Tor der Löwen und krönte den starken Endspurt der Flensburger.

          Spätestens seit dem Champions-League-Sieg im Vorjahr gelten die Flensburger als Mannschaft, die nie aufgibt und Rückstände aufholen kann. In Hamburg lag der Bundesliga-Dritte bereits mit 13:17 (41.) hinten. „Ich muss meine Spieler loben. Aber nicht zu sehr, damit sie morgen noch Kraft haben“, sagte Vranjes.

          Die Aufsteher-Qualitäten des dreimaligen Pokalsiegers erkannte auch Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen an. „Flensburg hat diese große Mentalität. Vielleicht, weil sie schon was gewonnen haben“, meinte der Däne - und rügte damit zugleich die fehlende Moral seiner Spieler. „Es liegt an uns, weil wir uns nicht richtig abgesetzt haben, als wir mit vier Toren weg waren.“

          Gestoppt: Andy Schmid von den Löwen (r.) wird von Flensburgs Karlsson aufgehalten
          Gestoppt: Andy Schmid von den Löwen (r.) wird von Flensburgs Karlsson aufgehalten : Bild: dpa

          Im zweiten Halbfinale hatte sich der favorisierte SC Magdeburg bereits auf 8:5 (13.) abgesetzt. Dann aber kam ein Bruch ins Spiel des Ligavierten. Pokalverteidiger Berlin zog mit fünf Toren nacheinander zum 10:8 (19.) davon. Zur Pause lag der Bundesliga-Sechste mit 15:12 vorn und erhöhte in der 36. Minute auf 19:15.

          Doch wie die Flensburger bewiesen auch die Magdeburger Kämpferherz und glichen beim 19:19 (43.) aus. Und der Pokalsieger von 1996, der erstmals seit neun Jahren wieder das Halbfinale erreicht hat, ließ nicht locker, erspielte sich ein 24:22 (51.) und zog ins Endspiel ein.

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