Home
http://www.faz.net/-gpc-71u9a
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Habermas, Bofinger, Nida-Rümelin Für einen Kurswechsel in der Europapolitik

In einem programmatischen Essay entwerfen die Philosophen Jürgen Habermas und Julian Nida-Rümelin sowie der Ökonom Peter Bofinger einen neuen Kurs für Europa.

© Helmut Fricke Vergrößern Mitverfasser der Europastudie für die SPD: der Philosoph Jürgen Habermas

Sigmar Gabriel, der Vorsitzende der SPD, hatte den Philosophen Jürgen Habermas besucht und ihn um einen Beitrag für das Regierungsprogramm seiner Partei gebeten. Später gesellten sich der Philosoph Julian Nida-Rümelin und der Ökonom Peter Bofinger hinzu.

Entstanden ist eine programmatische Aufforderung an die deutschen Sozialdemokraten, die nun Gegenstand einer ausführlichen Programmdebatte sein wird. Das Programm soll nicht mehr im „closed-shop“ Verfahren geschrieben werden, sondern im Austausch mit Wissenschaftlern und Intellektuellen.

Mehr zum Thema

Die drei Wissenschaftler fordern im Kern eine Souveränitätsübertragung auf Europäische Institutionen, um Fiskaldisziplin wirksam durchzusetzen und zudem ein stabiles Finanzsystem zu garantieren. Zuvor schlagen Sie die Einberufung eines Verfassungskonvents in Deutschland vor und plädieren für Referenden in den europäischen Staaten der Eurozone.

Als Ziel geben sie vor, die sozialstaatliche Bürgerdemokratie zu stärken und den Kurs einer „marktkonformen Fassadendemokratie“ zu verlassen. Sie warnen ausdrücklich vor den Konsequenzen eines in Nationalstaaten zurückfallenden Europas in Zeiten der globalen Mächteverschiebung: „Der Verzicht auf die europäische Einigung wäre auch ein Abschied von der Weltgeschichte“

Das vollständige Papier lesen Sie im Samstags-Feuilleton der F.A.Z.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kritik am Bildungssystem Selbstkompetenz ist nichts für Zweifler

Bologna-Irrtum und Akademisierungwahn: Konrad Paul Liessmann und Julian Nida-Rümelin geben dem Bildungssystem schlechte Noten - und behaupten, sie hätten Rezepte zur Besserung. Mehr Von Heinz Schlaffer

12.10.2014, 08:45 Uhr | Feuilleton
Gabriel stoppt russisches Rheinmetall-Geschäft

Eigentlich wollte Rheinmetall ein Gefechtsübungszentrum in Russland fertigstellen. Nun hat Bundeswirtschaftsminister Gabriel das Geschäft gestoppt. Seine Begründung. Mehr

04.08.2014, 16:08 Uhr | Politik
Schmidt vs. Gabriel Mit der Bitte um intelligente Antworten

Trifft ein angriffslustiger Wirtschaftsminister auf einen kleinlauten Google-Aufsichtsratschef: Sigmar Gabriel und Eric Schmidt streiten in Berlin über Zukunftsrisiken und den Fortbestand der Demokratie. Das Publikum bleibt ratlos. Mehr Von Stefan Schulz

14.10.2014, 22:31 Uhr | Feuilleton
Die Forderung nach neuen Spielregeln für Google

Bei einem Streitgespräch mit Google-Chef Eric Schmidt forderte Sigmar Gabriel, die Marktmacht des amerikanischen Internet-Giganten zu begrenzen. Mehr

15.10.2014, 09:18 Uhr | Politik
Wachstumsprognose Gabriel erwartet schwächere Konjunktur

Auch der Bundeswirtschaftsminister geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft weniger wachsen wird, als zunächst erwartet. Anders als führende Wissenschaftler macht Sigmar Gabriel allerdings die Krisen in der Welt dafür verantwortlich. Mehr

12.10.2014, 22:29 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.08.2012, 17:03 Uhr

Tests mit Schlagseite

Von Markus Frühauf

Bestünden alle Banken den Stresstest, hätte die EZB als künftige Bankenaufseherin schon vor dem Beginn versagt. Doch sie kann auch kein Interesse daran haben, die Schwächen der Banken schonungslos aufzudecken. Mehr 5

Moderne Hausgemeinschaften Die Raumteiler

Wohnanlagen mit Partyräumen, Lounge und Dachgärten für alle kommen in Mode. Das soll die Gemeinschaft fördern und entspricht dem gegenwärtigen Trend zur Sharing-Kultur. Doch brauchen wir das? Mehr Von Nadine Oberhuber 1 4

Reform der Wasserwege Schluss mit Schleuse

Ohne Schleusen, Bagger und Wehre ist Wassersport auf Flüssen und Kanälen nicht möglich. Der Bund will sich jetzt von einem Teil seiner Wasserwege trennen. Bootsfahrer müssen sich auf eine Maut einstellen. Mehr Von Claus Reissig 3

Ständige Erreichbarkeit Freizeit stresst mehr als Arbeit

Die Bundesregierung will ein Anti-Stress-Gesetz auf den Weg bringen. Die Umfrage einer Krankenkasse zeigt aber: Es ist nicht der Chef, für den viele ständig erreichbar sein müssen. Mehr 3 3

Roberto Blanco Ab ins Fernsehen

Roberto Blanco entert eine Seifenoper, Sängerin Taylor Swift führt die Charts diesmal mit heißer Luft an und Herzogin Kate zeigt sich erstmals seit Bekanntwerden ihrer zweiten Schwangerschaft in der Öffentlichkeit. Der Smalltalk. Mehr 3