http://www.faz.net/-gpc-8x955

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Gottschalk auf Twitter : „Hört bitte auf mich zu siezen!“

  • Aktualisiert am

2015 mussten die Fans noch mit Gottschalk-Selfies die Sozialen Netzwerke füttern, jetzt ist der Moderator selbst aktiv. Bild: Reuters

Im Fernsehen läuft es einfach nicht mehr so gut, also wechselt Thomas Gottschalk das Medium: Auf Twitter wird der alte Hase für seine lustigen Kommentare gefeiert.

          Prominente haben es heutzutage nicht leicht. Immer lauert irgendwo ein Fan mit einem Smartphone und man erkennt nicht mal, ob der Mensch am Tisch gegenüber gerade ein Foto macht oder nur Whatsapp checkt. Das kennt auch Thomas Gottschalk: „Ich hasse das wenn Leute heimlich Fotos von mir machen indem sie so tun als als würden sie ihre Mails lesen“, schrieb er vergangene Woche auf Twitter. „Aber es funktioniert!“ Zum Beweis postete er ein Bild, das er vorher heimlich von Woody Allen gemacht hatte: „Dinner mit Woody Allen.Hab ihn heimlich übern Tisch fotografiert und hinterher sein Platzkärtchen geklaut. Peinlich, aber musste sein.“

          Gottschalk experimentiert im Moment viel – immerhin ist er noch ganz neu auf Twitter. Seinen Account gibt es zwar schon seit Februar 2015, damals wurde seine Biografie beworben. Seitdem wurden vor aber allem Tweets über Gottschalk retweetet – erst Anfang April griff der Moderator selbst zum Smartphone. „Als ich zum Michael-Bolton-Konzert in Zermatt eingeladen war, hab ich mich mit meinem Handy vorm Matterhorn knipsen lassen. Weil das Matterhorn so toll aussah, hab ich versucht, mit der App auf meinem iPhone das Foto zu twittern. Ging ganz leicht. Und so ging‘s los“, sagte er im Interview mit „t3n“. Seine Mitarbeiterin hätte jetzt zwar noch „die Lizenz zum retweeten und liken“ – die Tweets seien aber immer von ihm. „Es kann nur einen geben.“

          Eine gute Woche nach seinem Debüt-Post zeigte sich Gottschalk irritiert: „Bin ziemlich neu hier und hab gerade gesehen, dass es mich schon ein paar mal gibt. Bin etwas verwirrt. Bin ich wirklich der echte?“ Twitter ließ nicht lange auf sich warten und spendierte ihm den begehrten blauen Haken, mit dem ein Account als verifiziert gilt. Die Twitter-Prominenz hieß den alten Hasen willkommen: „Folgt alle der alten Supernase hier auf Twitter. Jetzt schon legendär“, schrieb Cartoonist Ralph Rute und Follower-Millionär Jan Böhmermann schickte ein Herzchen an Gottschalk. „Hier ist ja die Hölle los!“, hatte Gottschalk schon vorher erkannt. Eine Bitte hatte er an seine neuen Freunde: „Auch wenn ich hier der Erziehungsberechtigte bin: Hört bitte auf mich zu siezen!“ Das Satire-Duo  WorldWideWohnzimmer antwortete: „Wollten nur höflich sein, Thommy! Kommt nicht mehr vor.“

          Insgesamt hat die Twitter-Gemeinde ihren Spaß an dem neuen Gast: „Warum macht so viele lustige Tweets? Das macht mich fertig..““, schrieb eine Nutzerin. Eine andere postete ironisch: „Thomas Gottschalk hat nun einen Twitter Account. (..) Die komplette Timeline dreht durch. What a time to be alive.“

          Ganz so unschuldig ist Gottschalks neue Twitter-Begeisterung vielleicht auch nicht. Immerhin startete am Sonntag seine neue Show „Little Big Stars" auf Sat.1, ein bisschen Aufmerksamkeit konnte da vorab nicht schaden. Sollte das das Kalkül gewesen sein, ging es allerdings nicht auf: Die Quote war schlecht, ausgerechnet auf Twitter wurde außerdem über die schlechte Produktion der Sendung geätzt: „sorry,ich habe gestern nicht ganz zuende gesehen- hat noch das Kind präsentiert,das die Sendung geschnitten hat?“, schrieb Kolumnist Micky Beisenherz.

          Gottschalk reagierte souverän – auf Twitter. Er schrieb: „Früher waren meine Anzüge schlecht geschnitten, jetzt sind meine Shows schlecht geschnitten...“ Und: „Bloß nicht um die Quote zittern, die hol ich mir jetzt halt beim twittern.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Jung und konservativ und eine Kritiker von Kanzlerin Merkel: Jens Spahn

          Merkels neue Minister : Reform statt Revolution in der CDU

          Angela Merkel gibt dem Druck aus der eigenen Partei nach und kündigt vor dem Parteitag eine Verjüngung der CDU-Minister in der nächsten Bundesregierung an.

          Olympia-Kommentar : Schluss damit!

          Genug gebüßt! Das IOC will einen Schlussstrich unter die Causa Russland ziehen: Die baldige Rückkehr des russischen olympischen Komitees auf den Olymp ist vor allem eine Frechheit gegenüber Sportlern in aller Welt.

          Zur Frankfurt-Wahl : Große und kleine Überraschungen

          Peter Feldmann ging von der Pole Position des Amtsinhabers ins Rennen, diesen Vorsprung hat er beherzt genutzt. Seine Motorleistung war jedoch nicht so stark, dass er die Konkurrenten um den Posten des Rathauschefs vom Start weg hätte überrunden können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.