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GEWUSST Wo Das E-Book mit Lektüre füllen

 ·  1. Den richtigen Anbieter wählen. Dabei kommt es nicht auf Preisvergleiche an. Denn deutschsprachige E-Books sind preisgebunden, kosten also bei allen Läden gleich viel. Die elektronische Ausgabe von gebundenen Büchern ist manchmal ...

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1. Den richtigen Anbieter wählen. Dabei kommt es nicht auf Preisvergleiche an. Denn deutschsprachige E-Books sind preisgebunden, kosten also bei allen Läden gleich viel. Die elektronische Ausgabe von gebundenen Büchern ist manchmal ebenso teuer wie die gedruckte, in vielen Fällen kostet sie aber nur die Hälfte. Für die Auswahl der richtigen Quelle sind vor allem zwei Fragen entscheidend: Welches Angebot hat der Laden? Und kann mein Lesegerät die Dateien von diesem Händler auch anzeigen?

2. Amazon. Zwischen Amazon und den Kindle passt kein Blatt Papier. Auf dem Kindle funktionieren fast nur Dateien von Amazon - und Amazon bietet nur Dateien für den Kindle. Die kann der Nutzer dafür überall abrufen, wo es ein Handynetz gibt. Amazon führt allerdings derzeit keine deutschen E-Books, sondern nur rund 200 000 Bücher in englischer Sprache. Zeitungs- und Zeitschriftenleser haben die Wahl unter rund 80 Medien, darunter drei deutschsprachige: die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche, von denen die meisten Artikel in die Kindle-Version übertragen werden. Die ist um rund die Hälfte günstiger als die Papierversionen. Zeitungen und Zeitschriften kommen automatisch nach der Veröffentlichung auf den Kindle - die Frankfurter Allgemeine zum Beispiel jede Nacht um ein Uhr.

3. Libreka. Wer ein anderes E-Book-Lesegerät hat, braucht seine Bücher im sogenannten "ePub"-Format. Das größte Angebot an deutschsprachigen Büchern hat dabei Libreka.de, eine Website, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Internet gestellt hat. Besonders praktisch ist an Libreka, dass der Nutzer nicht nur nach Autor und Buchtitel suchen kann, sondern gleich den ganzen Inhalt der Bücher nach seinem Suchbegriff durchforsten lassen kann. Libreka hat nach eigenen Angaben mehr als 100 000 Titel im Programm. Darunter sind so gut wie alle Bestseller, doch längst nicht alle aktuellen Titel. Das viel beachtete Buch "Free - Kostenlos" von dem Journalisten Chris Anderson über Geschäftsmodelle im Internet fehlt zum Beispiel.

4. Libri. Auch der Buch-Großhändler Libri hat viele Titel zu bieten. Er hat "Free - Kostenlos" im Angebot und fast 100 000 andere Bücher - nicht nur im ePub-Format, das auf quasi allen E-Books außer dem Kindle läuft, sondern auch in einem Kindle-näheren Format: "Mobipocket" heißt das, und die Dateien lassen sich mit etwas technischem Aufwand auch auf den Kindle bringen.

5. Txtr. Txtr hat unter http://txtr.com/store nicht den größten Online-Laden - er umfasst nur rund 10 000 Bücher -, aber er kann etwas, das Libreka und Libri nicht können: die Bücher direkt per Funk auf das Lesegerät schicken, und zwar auf den "Txtr". Bei Libreka und Libri müssen die Kunden das Buch derzeit am Computer kaufen und mit einem speziellen Programm per Kabel auf das Gerät kopieren. Auch Txtr verkauft die Bücher im verbreiteten "ePub"-Format, sie sind also voll kompatibel zu anderen Läden und Geräten - außer dem Kindle.

6. Barnes & Noble. Besitzer von iPhones und Blackberrys können außerdem die englischsprachigen Bücher des Buchhändlers Barnes & Noble nutzen, die unter www.barnesandnoble.com/ebooks zu finden sind. Diese Dateien funktionieren auf keinem E-Book-Gerät, sondern nur auf diesen beiden Handys, auf Apple-Computern und auf Rechnern mit Windows.

7. Projekt Gutenberg. Das Projekt Gutenberg sammelt Klassiker, deren Urheberrechte abgelaufen sind. Die werden dann kostenlos per Internet verteilt oder günstig in großen Mengen per Speicherkarte. Nutzer finden dort für jedes Gerät etwas: auf Deutsch unter gutenberg.spiegel.de, auf Englisch unter www.gutenberg.org. bern.

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