17.12.2002 · Eine Regionalbahn und ein Güterzug stießen auf der Strecke Hamburg-Westerland/Sylt in Langenhorn zwischen Niebüll und Bredstedt zusammen.
Bei einem Zugunglück sind am Montagabend in Schleswig-Holstein drei Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn stießen eine Regionalbahn und ein Güterzug auf der Strecke Hamburg-Westerland/Sylt in Langenhorn zwischen Niebüll und Bredstedt zusammen. Die Ursache sei noch unklar, ein Anschlag werde aber ausgeschlossen, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Der Lokführer der von Sylt kommenden Regionalbahn sei schwer verletzt worden, zwei weitere Menschen leicht.
Nach Angaben von Meyer-Lovis nahmen am Abend Experten der Bahn, des BGS und des Eisenbahnbundesamtes an der Unfallstelle die Ermittlungen auf. Zwei Waggons des Personenzuges seien irreparabel. Die Unfallstelle könne erst von Dienstagvormittag an mit schwerem Bergungsgerät geräumt werden.
Güterzug entgleiste
Der Unfall ereignete sich um 19.55 Uhr. Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes (BGS) war der Personenzug mit 20 Insassen besetzt. Vermutlich hätten überstehende Teile zu dem Unglück geführt, sagte ein BGS-Sprecher. Nach Augenzeugenangaben fuhr die Regionalbahn im Bahnhof von Langenhorn gerade wieder an, als die hinteren Wagen des von Husum kommenden Güterzugs der Nordfriesischen Verkehrs- Aktiengesellschaft aus den Schienen sprangen und die vorderen Personenwagen aufschlitzten. Mehrere Waggons stürzten um. Ein BGS-Beamter sagte, es sei ein Wunder, dass nicht mehr passiert sei. Der Güterzug hatte für Westerland bestimmte Container geladen.
Die Strecke bleibe mindestens bis Freitag gesperrt, sagte der Bahnsprecher weiter. Dann solle ein Gleis freigeräumt sein. Das Gegengleis bleibe sogar bis zum 23. Dezember gesperrt. Sowohl die Gleise als auch die Schwellen sind beschädigt. Ein Busersatzverkehr werde eingerichtet.