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Nach Feuer im Schnellzug : Züge fahren wieder auf der Pendlerstrecke Köln–Frankfurt

  • Aktualisiert am

Vor gut einer Woche fing es in einem ICE in der Nähe von Montabaur an zu brennen. Bild: EPA

Nach dem ICE-Brand im Westerwald können nun wieder Züge auf der Schnellstrecke fahren, es gibt aber weiterhin Verzögerungen und Ausfälle. Die Störungen im Bahnverkehr reichen weit über die Region hinaus.

          Die Deutsche Bahn hat ihren Zugverkehr auf der Schnellstrecke Köln–Frankfurt wieder aufgenommen. Der erste Zug startete am Samstag um 4.22 Uhr von Köln in Richtung München. Allerdings kommt es an der Baustelle des beschädigten Gleisabschnitts noch zu Einschränkungen. Mehr als zwei Drittel der regulären Züge könnten wieder fahren, teilte die Bahn am Samstag mit.

          Die andauernde Störung des Bahnverkehrs mit Zugausfällen und Verzögerungen reicht weit über die Region hinaus: ICE-Züge aus dem Rheinland in Richtung Süden rollen ebenso über die Schnellfahrstrecke im Westerwald wie die Hochgeschwindigkeitszüge von Frankfurt über Aachen nach Brüssel.

          Die Unfallstelle zwischen Siegburg/Bonn und Montabaur könnten die Züge nur mit reduzierter Geschwindigkeit passieren, erläuterte die Bahn. Auch können die zwischen Köln und Frankfurt fahrenden Züge noch nicht in Montabaur und Limburg Süd halten. Der eingerichtete Pendelverkehr zwischen Montabaur, Limburg Süd, Frankfurt/Main Flughafen und Frankfurt/Main Hauptbahnhof bleibe deshalb weiterhin bestehen, teilte die Bahn mit.

          Weil ein stark beschädigtes Gleis nach dem Feuer noch repariert wird, gibt es weiter größere Fahrplanabweichungen zwischen Köln und Frankfurt. Planung und Vorbereitung einer schnellen Sanierung liefen weiter auf Hochtouren. In „mögliche Konzepte zur Sanierung der Gleise“ würden aber „Analyseergebnisse der externen Sachverständigen einfließen“, die voraussichtlich erst Mitte nächster Woche vorlägen. Deshalb bereite man erst einmal Arbeiten auf der Baustelle vor.

          Das Feuer war am 12. Oktober in einem ICE ausgebrochen. 510 Fahrgäste wurden aus dem Zug gerettet, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, sollen weitere Untersuchungen klären. „Unter anderem werden einzelne Komponenten im Labor untersucht“, teilte die Bahn mit. Laut Aussage der Ermittler könnten die Untersuchungen mehrere Wochen andauern.

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