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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zeitzeugen berichten (2) „Das war wie im Himmelreich“

19.06.2008 ·  Irmgard Wahl hatte große Angst vor der Währungsreform. „Wir haben alle gezittert, das wird jetzt schlimm.“ Und das wurde es zunächst auch: Die damals 20 Jahre alte Auszubildende wurde nach der Einführung der D-Mark arbeitslos. Schnell fand sie aber eine neue Stelle.

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Irmgard Wahl hatte große Angst vor der Währungsreform. „Wir haben alle gezittert, das wird jetzt schlimm.“ Und das wurde es zunächst auch: Die damals 20 Jahre alte Auszubildende und ihre Kollegen in dem Frankfurter Malereibetrieb Hans Schneider wurden nach der Einführung der D-Mark arbeitslos. Denn wie erwartet ging die Nachfrage nach Ansichtskarten mit Frankfurter Motiven abrupt zurück, nur ein paar Amerikaner zeigten noch Interesse.

Einheimische Kunstfreunde hingegen mussten ihr neues Geld nun notgedrungen für Kartoffeln und Kohle ausgeben. Noch heute ist Frau Wahl dankbar dafür, dass eine Werbefirma ihr schon bald eine neue Lehrstelle anbot. Als sie im Jahr 1951 ihr erstes Gehalt bekam, waren das immerhin schon 220 D-Mark. „Das war wie im Himmelreich.“ Drei Jahre später, erinnert sie sich, erhielt ihre Nachfolgerin für die gleiche Tätigkeit allerdings schon 500 D-Mark. „Das kann man wohl als Wirtschaftswunder bezeichnen.“

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