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Zeitzeugen berichten (1) „Bitter kalt war es“

18.06.2008 ·  Als Albert Ebbighausen im Winter 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, brauchte er dringend einen Wintermantel. Der Inhaber eines Bekleidungsgeschäfts in Hannover wiederum brauchte eine Milchziege. So kamen die beiden ins Geschäft.

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Bitterkalt war es, als Albert Ebbighausen im Winter 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde. Er brauchte dringend einen Wintermantel. Der Inhaber eines Bekleidungsgeschäfts in Hannover wiederum brauchte eine Milchziege. Die konnte Ebbighausen von seinen Eltern auf dem Land besorgen. So kamen die beiden ins Geschäft: Wintermantel gegen Milchziege.

Kurze Zeit später trat der damals 19 Jahre alte Niedersachse als Lehrling in die damalige Kreiskommunalkasse Einbeck ein, für 35 Reichsmark Monatslohn, 48 Stunden in der Woche. Die Währungsreform erlebte er dort hinter dem Ausgabeschalter. Erst einen Tag zuvor waren er und seine Kollegen eingeweiht worden. Die meisten Leute, die in langen Schlangen für das neue Geld angestanden hätten, seien skeptisch gewesen. „Richtig froh waren die erst am nächsten Tag, als sie sahen, dass sich die Schaufenster wieder füllten.“ Am ungewohnten Aussehen der Geldscheine „made in USA“ hat sich Ebbighausen nicht gestört: „Wir haben scherzhaft gesagt, das war der Anfang der Amerikanisierung.“ Für seinen zweiten Wintermantel musste er dann keine Milchziege mehr opfern.

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